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Kreis Schleswig-Flensburg - Immer aktuell informiert

Informationen zum aktuellen Sachstand "Plastik in der Schlei"

Hier erhalten Sie aktuelle Information über die Maßnahmen des Kreises zur Reinigung der Schlei von Plastik. Daneben finden laufend Abstimmungsgespräche zwischen den Stadtwerken, dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und dem Ministerium statt.

Chronologie der Ereignisse und Maßnahmen:

06. April 2018 Biologische Begleitung der Reinigungsarbeiten
Seit dem 06. April 2018 werden die Reinigungsarbeiten in naturschutzsensiblen Bereichen durch einen Ornithologen begleitet. Notwenige Reinigungen in diesen Bereichen werden durch ihn eng mit der Naturschutzhörde des Kreises angestimmt.
13. April 2018 Siebschiff im Einsatz

Siebschiff
© Kreis Schleswig-Flensburg 2018 


Mit einem Siebschiff kommen die Stadtwerke seit 13. April 2018 ihrer Verpflichtung nach, den ufernahen Bereich der Schlei oberflächennah von den Kunststoffpartikeln zu befreien.

NDR-Bericht Siebschiff

11. April 2018 Gespräch zum Gutachten über Kläranlage

Ein Gutachter wurde beauftragt, um festzustellen, wie die Menge an Kunststoff die Kläranlage passieren konnte, ohne durch die vorhandenen Filterprozesse aus dem Klärwasser entfernt zu werden. Außerdem soll eine Untersuchung über Art und Menge der Plastikpartikel erfolgen.


In dem gemeinsamen Gespräch am 11. April 2018 wird mitgeteilt, dass es sehr schwierig sein wird, eine Mengenbilanz über den Verbleib der Partikel in der Anlage bzw. den Austrag aus der Anlage zu erarbeiten. Erste schriftiche Ergebnisse werden in ca. 8 Wochen erwartet.

22. März 2018 Tauchuntersuchung in der Schlei

Am 22. März 2018 entnehmen und untersuchen Taucher Sediment- und Wasserproben aus der Schlei nach Plastikpartikel. Es soll festgestellt werden, ob sich im tieferen Wasser oder Sediment bereits Plastikpartikel befinden, um daraus erforderliche Maßnahmen abzuleiten.

Ergebnis:

Die Taucher konnten lediglich in der Nähe des Brautseegrabens an der Einleitstelle Plastikpartikel im Sediment feststellen. In der Wassersäule wurde an keiner der drei Probestellen Plastik gefunden.

Ergebnis der Tauchuntersuchung vom 22.03.2018 [PDF: 23,7 MB]

Weitere Maßnahmen:

Das Sediment und die Wassersäule an der Einleitstelle wird noch einmal durch Taucher untersucht. Dabei soll engmaschig und systematisch an verschiedenen Stellen ein Radius von ca. 500 m beprobt werden.

14. März 2018: Gemeinsame Pressekonferenz

Eine gemeinsame große Pressekonferenz mit den Stadtwerken, der Stadt Schleswig und dem Kreis Schleswig-Flensburg findet statt. Hierbei erklärt der Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg die bisherigen Erkenntnisse und gibt einen Ausblick auf die kommenden Maßnahmen.

Presseerklärung 14.03.2018 [PDF: 48 kB]

seit 13. März 2018: Kartier- und Reinigungsarbeiten

Kartierrahmen
© Kreis Schleswig-Flensburg 2018 
Mit Hilfe von Kartierrahmen wird entlang der Schlei festgestellt, wo sich die Plastikpartikel abgelagert haben und in welchem Ausmaß. Dies ermöglicht eine tägliche Neubewertung der Verunreinigungsgebiete.



Die Sondereinsatzgruppe gibt den Stadtwerken täglich die zu reinigenden Gebiete vor und kontrolliert den Reinigungserfolg.



In den Pressemitteilungen können Sie die Reinigungsbereiche verfogen.

12. März 2018: Systematische Erfassung der Verschmutzung

Erste systematische Erfassung des Ausmaßes der Verunreinigung durch Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg entlang der Schlei bis nach Arnis.

9. März 2018: Ordnungsverfügung an die Stadtwerke

Per Ordnungsverfügung wird den Stadtwerken u.a. auferlegt:

  • regelmäßigen Kontrolle und Entfernung sämtlicher aufgefundener Kunststoffpartikel in allen betroffenen Strandbereichen
  • Entfernung der im Schleiwasser schwimmenden Plastikpartikel durch geeignete Techniken, wie beispielsweise feinmaschige Netze
  • Dokumentation sämtlicher Funde und Maßnahmen
  • Untersuchungen über die Belastung des Klärschlammes mit Plastikpartikeln
  • Untersuchungen der ggf. mit belasteten Klärschlamm gedüngten Flächen
  • detaillierte Darstellung der Ursachen der Verschmutzung in einem Bericht
7. März 2018: Sondereinsatzgruppe beim Kreis eingerichtet

Eine Sondereinsatzgruppe bestehend aus allen betroffenen Bereichen des Kreises Schleswig-Flensburg wird zusammengesetzt.

13. Februar: Annahme der verunreinigten Speisereste untersagt

Am 13. Februar 2018 wurde durch die Untere Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburgs die weitere Annahme der Speisereste schriftlich untersagt.

22. Januar 2018: Meldung des Schutzgebietsbetreuers Reesholm

Der Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebiets „Reesholm“ meldet der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg weitere Fundstellen von Plastikpartikel im Naturschutzgebiet.

12. Januar 2018: Anordnung der Unteren Wasserbehörde

Durch die Untere Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg wurde angeordnet, dass die Plastikpartikel durch eine weitere Filterstufe (einen Siebfilter) zurück zu halten sind.

Der Betreiber der Kläranlage der Stadtwerke Schleswig hat diese Maßnahme sofort umgesetzt. Der Eintrag der Partikel wurde zunächst stark reduziert und konnte wenige Tage später durch verbesserte technische Maßnahmen vollständig gestoppt werden.

Januar 2018: Erste Hinweise auf Plastikpartikel

Es gehen die ersten Hinweise auf Plastikpartikel am Ufer der Kleinen Breite ein.

Es wurde umgehend eine Untersuchung vor Ort durchgeführt. Hierbei wurde eine große Belastung mit Plastikteilchen von unterschiedlichen Verpackungsmaterialen gefunden. Es folgten intensive Untersuchungen, bei denen sich der Ablauf der Kläranlage Schleswig als ein wesentlicher Verursacher der Verschmutzungen herausstellte.

Im Folgenden finden Sie erste Antworten auf einige Fragen:

Wann wurden die ersten Plastikteilchen in der Schlei gefunden?

Im März 2016 erhielt die Untere Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg einen ersten Hinweis einer Anwohnerin aus Klensby. Am Strand der Schlei nahe der „Stollerwerft“ befanden sich auffallend viele Plastikteilchen. Nach damaligem Erkenntnisstand war es eine lokale Verunreinigung an diesem Strandabschnitt.

Wurden 2016 noch weitere Verunreinigungen an anderen Uferbereichen festgestellt?

Es gab 2016 keine Hinweise auf eine größere Verbreitung der Plastikteile über den genannten Bereich hinaus.

Welche Maßnahmen werden vom Verursacher verlangt?

Mit der Ordnungsverfügung vom 9. März 2018 wurden vom Verursacher zusätzlich zur regelmäßigen Kontrolle und Entfernung sämtlicher aufgefundenen Plastikteilchen in allen betroffenen Strandbereichen, weitere Maßnahmen verlangt:

  • Entfernung der im Schleiwasser schwimmenden Plastikpartikel durch geeignete Techniken, wie beispielsweise feinmaschige Netze
  • Dokumentation sämtlicher Funde und Maßnahmen
  • Untersuchungen über die Belastung des Klärschlammes mit Plastikpartikeln
  • Untersuchungen der ggf. mit belasteten Klärschlamm gedüngten Flächen
  • detaillierte Darstellung der Ursachen der Verschmutzung in einem Bericht
Wie viele Plastikteilchen sind in die Umwelt gelangt?

Die Gesamtmenge ist derzeit noch unbekannt und wird vom Verursacher aktuell ermittelt.

Mit Ergebnissen ist bis Mitte April zu rechnen.

Gab es weitere Meldungen von Ablagerungen an Ufern?

Bis Jahresende 2017 gab es keine weiteren Meldungen über mit Plastik verunreinigte Strandbereiche an der Schlei, obwohl sowohl der Strand von Winningmay regelmäßig von Wassersportlern und Badenden genutzt als auch Strand des Naturschutzgebietes „Halbinsel Reesholm“ durch die Schutzgebietsbetreuer engmaschig begangen wird. Daher ist zu vermuten, dass in dieser Zeitspanne die Belastung mit Plastikpartikeln verglichen mit dem Ausmaß von Anfang 2018 deutlich niedriger war. 

Erst Anfang Januar 2018 meldete sich die Anwohnerin erneut bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg.

Was wurde daraufhin veranlasst?

Es wurde umgehend eine Untersuchung vor Ort durchgeführt. Hierbei wurde eine große Belastung mit Plastikteilchen von unterschiedlichen Verpackungsmaterialen gefunden. Es folgten intensive Untersuchungen, bei denen sich der Ablauf der Kläranlage Schleswig als ein wesentlicher Verursacher der Verschmutzungen herausstellte.

Am 12. Januar 2018 wurde durch die Wasserbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg angeordnet, dass die Plastikpartikel durch eine weitere Filterstufe (einen Siebfilter) zurück zu halten sind. Der Betreiber der Kläranlage der Stadtwerke Schleswig hat diese Maßnahme sofort umgesetzt. Der Eintrag der Partikel wurde zunächst stark reduziert und konnte wenige Tage später durch verbesserte technische Maßnahmen vollständig gestoppt werden.

Am 22. Januar 2018 wurde auch durch den Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebietes „Reesholm“ bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises über auffallend viele Plastikpartikel am Strand des Schutzgebietes berichtet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Untersuchungen der Wasserbehörde noch nicht abgeschlossen. Das Ausmaß der Verschmutzung als auch die alleinige Verursacherschaft der Kläranlage war noch nicht sicher festgestellt. Die Naturschutzbehörde band die Wasserschutzpolizei ein, die die Ermittlungen an den Umweltschutztrupp der Polizei Schleswig übergab. 

Die Stadtwerke stellten bei ihren Untersuchungen fest, dass die Plastikpartikel über die Annahme von Speiseresten zum Gärprozess in die Anlage gelangten. Die Annahme der verunreinigten Speisereste wurde sofort gestoppt. Am 13. Februar 2018 wurde durch die Wasserbehörde des Kreises die weitere Annahme der Speisereste schriftlich untersagt.

Was passiert mit den abgelagerten Plastikteilchen an den Ufern der Schlei?

Den Stadtwerken wurde auferlegt, dass die Plastikpartikel im gesamten Uferbereich der Schlei (überall dort, wo Ansammlungen deutlich erkennbar sind) möglichst noch vor Beginn der Brutzeit Anfang April zu beseitigen sind.

Darüber hinaus sind die Gemeinden und auch private Anlieger der Schlei im inneren Schleibecken zu informieren.

Anlieger und Bürger wurden gebeten, auffällige Ansammlungen von Plastikpartikeln zu melden, um damit ein zeitnahes und gezieltes Entfernen der Teilchen durch die Stadtwerke zu ermöglichen.

Was passiert als nächstes?

Alle Arbeiten im Zusammenhang mit der Plastikverschmutzung der Schlei werden durch eine Sonder-Arbeitsgruppe koordiniert.

Folgende Schritte werden nun durchgeführt:

  1. Eingrenzung der östlichen Ausdehnung der Verschmutzung: es erfolgen weitere umfassende Untersuchungen über die Verbreitung der Verschmutzungen im gesamten Schleibereich durch Kreismitarbeiter und durch Mitarbeiter der Stadtwerke.
  2. Systematische Erfassung und Dokumentation der verunreinigten Uferbereiche
  3. Festlegung und Koordination der Reinigungsarbeiten
  4. Danach Beprobung der gereinigten Bereiche
  5. Untersuchung des Sediments und der Wassersäule der Schlei an verschiedenen Bereichen
  6. Entferndung der schwimmenden Plastikteilchen mit Hilfe eines Bootes
Wieso wurde die Kläranlage der Stadtwerke nicht schon 2016 als Ursache der Verunreinigung ausgemacht?

Es wurden eine Reihe von wahrscheinlichen Eintragsquellen ermittelt, die nicht auf das Klärwerk hindeuteten:

  • Illegale strandnahe Abfallbeseitigungen
  • Einträge aus Regenwassereinleitungen, die stark mit Plastik verschmutzte Bereiche entwässern
  • Unzulässige Einleitungen kunststoff- oder abfallverarbeitender Betriebe oder Einleitungen von Recyclinghöfen
  • Diffuse Einträge aus aufgerissenen „Gelben Säcken“, beispielsweise auf Grund von Starkwindereignissen
  • Bootslackreste
  • Seeseitige Einträge, die sich auf Grund von Wind- und Strömungsverhältnissen in der Bucht vor Klensby konzentriert ablagerten wurden als Ursachen vermutet. 

Ein Eintrag aus kommualen Kläranlagen wurde für sehr unwahrscheinlich gehalten, da diese Plastikteilchen nicht vermehrt im Zulauf von Kläranlagen enthalten sind und bei den regelmäßigen Begehungen und Wasserproben keine entsprechenden Plastikteilchen nachgewiesen wurden. Seinerzeit wurden keine weiteren Uferbereiche mit Verunreinigungen festgestellt, so dass von diffusem Eintrag aufgrund einer unzulässigen Abfallbeseitigung auszugehen war. An der Flensburger Förde waren ähnlich verschmutzte Strandabschnitte vorhanden.

Bisher veröffentlichte Pressemitteilungen:

Reinigungsarbeiten Schlei: Brutzeit seit dem 1. April

Plastik in der Schlei Plastikteilchen in der Schlei
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„Das Betretungsverbot für das Naturschutzgebiet Reesholm sowie für ...mehr
 

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Montag:
Missunde: Campingplatz Haddeby: Campingplatz Fahrdorf: an der  B76 Strand Fahrdorf
Dienstag
Aktualisiert am:
23.04.2018, 12:32 Uhr
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„Nach Rücksprache ...mehr
 

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Es besteht daher die Gefahr, dass Plastikpartikel sich mit Grüngut ...mehr
 

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Um das Ausmaß der Verschmutzung der Schlei mit Plastikpartikeln festzustellen, untersucht der Kreis Schleswig-Flensburg seit letzter Woche die Ufersäume der Schlei.
Erste Ergebnisse zeigen, dass die ...mehr