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05.03.2013

Pressemitteilung Jobcenter Flensburg

Competence to go

Projekt ermöglicht Altenpflegehelfer-Ausbildung, die in Deutschland und Dänemark anerkannt wird

Die Anspannung war spürbar in der WAK Flensburg: 23 junge Menschen bewarben sich um ihren Ausbildungsplatz für die Altenpflegehelferausbildung in der Kommune Billund oder Fredericia in Dänemark. Seit Oktober des vergangenen Jahres nehmen sie an einem Projekt teil, das erstmals eine entsprechende Ausbildung ermöglicht, die in Dänemark und Deutschland glei-chermaßen anerkannt wird. Angesprochen und vorgeschlagen wurden die jungen Menschen von den Jobcentern Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland.

Für Heike Zerwas aus dem Jobcenter Flensburg „haben die Teilnehmer die einmalige Chance, eine qualifizierte Ausbildung in der Pflege zu durchlaufen und mit Dänisch eine neue Sprache zu lernen.“ „Dies eröffne ihnen eine wunderbare Perspektive beidseits der Grenze“, ergänzte Ralf Hennig aus dem Sozialzentrum in Niebüll. „Seit dem Projektstart im Oktober haben die Teilnehmer schon eine wunderbare Entwicklung genommen. Es sei richtig gewesen, ihnen diese Chance zu geben“, unterstrich Knut Weiß aus dem Jobcenter Schleswig-Flensburg.

Bisher sei ihnen neben der dänischen Sprache auch schon ganz viel zur Kultur, den Traditionen und der Berufswelt in Dänemark vermittelt worden. Und bei einer Exkursion haben sie Einblick in eine Pflegeeinrichtung in Fredericia genommen. Mit einem Ausbildungsvertrag der Kommune Billund oder Fredericia in der Tasche, werden die Projekt-Teilnehmer die Ausbildung ab April in Dänemark fortsetzen. Bis September werden die Dänischkenntnisse verfeinert, danach geht es in die eigentliche Pflegeausbildung.

Dieses Pilot-Projekt ist Bestandteil des Interreg 4a-Projektes „Competence to Go“. Chef Koordinatorin ist Vibeke Bang: „Wir wollen eine Art „Handbuch“ für ein Meritenmodell im Bereich der reglementierten Berufe entwickeln. Es soll dazu beitragen, zu einer einfachen und gerechten An-erkennung von Ausbildungen im Bereich der reglementierten Berufe beiderseits der Grenzen zu kommen und die Mobilität zu fördern.“

Bislang ist Beschäftigten aus dem Nachbarland der Zugang zu einigen Berufen in Deutschland bzw. Dänemark verwehrt, weil ihre Berufsabschlüsse ganz oder in Teilen vom Nachbarn nicht anerkannt werden. „In einer Strategiegruppe loten wir gerade aus, welche Berufe in der Grenzregion neben den Pflegeberufen betroffen sind. Wir denken dabei beispielsweise an die Windkraft-Mechatroniker und an die Erzieher“, so Bang.

Ihr zur Seite stehen für die Projektleitung in Deutschland Svea Wanger und in Dänemark Tanja Holm. Weitere Kooperationspartner sind die Kommunen Billund und Fredericia, sowie die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein und die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Flensburg.

Zum Foto: Auszubildende des Projektes

Verantwortlich

Claudia Remark
Waldstr. 2
24939 Flensburg
Geschäftsführerin des Jobcenters Flensburg
Telefon: 0461 / 819 777
E-Mail: Jobcenter-Flensburg@jobcenter-ge.de