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13.12.2013

Gelungener Fachtag, im Sinne der kleinsten Mitbürger

Fachtag "Frühe Hilfen"

„Unseren Kleinsten in der Gesellschaft müssen wir Schutz bieten – ein einziger blauer Fleck ist schon einer zu viel“, so Landrat Dr. Wolfgang Buschmann in seinem Schlusswort zum Fachtag „Frühe Hilfen in der Akademie Sankelmark.

Gut 60 Hebammen, Familienhebammen, Leitungskräfte aus Familienberatungsstellen, Heilpädagogen, Logopäden, Jugendamtsmitarbeiter, Fachpolitikerinnen aus dem Jugendhilfeausschuss des Kreises und viele andere, die sich beruflich mit dem Schutz und der Förderung von Kleinkindern beschäftigen, folgten der Einladung des Fachdienstes Jugend und Familie der Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg. Gefördert aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen diskutierten die Teilnehmer insbesondere unter dem Tagungsmotto „Ohne alle geht es nicht – Netzwerk zwischen Kooperation und Konkurrenz“ über die Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen zu Gunsten des Kleinkinderschutzes bzw. -förderung, aber auch der Hilfe für ihre Eltern. So heißt es z.B. in der Präambel zur Verwaltungsvereinbarung zur Bundesinitiative Netzwerk Frühe Hilfen: „Alle Kinder haben ein Recht auf ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders verletzlich und damit schutzbedürftig. Daher ist es wichtig, die ersten Lebensmonate und –jahre im Blick zu haben…“ 

Viele Kinder sind Opfer ihrer eigenen Eltern, so Landrat Dr. Buschmann weiter. Das Thema sei aber noch nicht richtig in der Gesellschaft angekommen. Oftmals seien junge Eltern überfordert, aber durchaus bereit, Hilfs- und Beratungsangebote zum Wohle ihrer Kinder anzunehmen. Hier müssten alle Akteure zusammenarbeiten.

In Impulsvorträgen hatten zunächst die Netzwerkberaterin Johanna Nolte, die Familientherapeutin Karin Jacobsen-Jordt und Dr. Andreas Wellenstein als Leiter des Fachdienstes Jugend und Familie den Jugendhilfeexperten aufgezeigt, wie man ein funktionierendes Netzwerk gründen sollte, wie es gut arbeitet, aber auch wo ein zu großes Hilfsangebot die Familie abschrecken und überfordern könnte. „… damit Netzwerke nicht zu Knoten werden“, so Johanna Nolte.

In den auf die Regionen des Kreises bezogenen Workshops wurde ferner unter der Moderation von Dipl.-Psych. Michael Brauckmann aus Husum thematisiert, welche Personen, Institutionen, Praxen oder Behörden eigentlich alle an einem runden Tisch sitzen sollten, um sich optimal über Kinderschutzfragen und Unterstützungsangebote für Familien auszutauschen. „Man muss sich kennen!“ waren sich alle Teilnehmer der Fachtagung einig, um im Bedarfsfall eine passgenaue Hilfe für die Kleinsten und ihr familiäres Umfeld zu organisieren.

Abschließend wurde verabredet, zu regionsbezogenen runden Tischen einzuladen und mindestens einmal jährlich einen weiteren Fachtag zu organisieren. Hierzu sagte der Landrat die Unterstützung des Kreises in Form der neuen Koordinatoren im Fachdienst Jugend und Familie, Stefanie Hellriegel und Günter Karstens zu.

Foto: FD-Leiter Jugend und Familie Dr. Andreas Wellenstein, Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Jugendhilfeausschussvorsitzende Karin Carstensen und Tagungsleiter Michael Brauckmann freuen sich über einen gelungenen Fachtag im Sinne der kleinsten Mitbürger. (v.l.n.r.)

 

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