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28.11.2013

Petition zum Erhalt der Schlei als Bundeswasserstraße

Petition zum Erhalt der Schlei

Im Zuge einer geplanten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung soll die Schlei ihren Status als Bundeswasserstraße verlieren und würde aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Bedeutung für die Frachtschifffahrt zu einem „sonstigen Gewässer“ herabgestuft. Als Folge befürchten zahlreiche Betroffene, dass mittelfristig negative Einflüsse auf die touristische Attraktivität der Destination Ostseefjord Schlei und auf die maritime Wirtschaft zu erwarten sind.

Aus diesem Grund haben sich Ende 2012 auf Initiative der Ostseefjord Schlei GmbH einige Unternehmen und Verbände, unter ihnen die IHK Flensburg und die Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig mbH (WiREG), zur „Lenkungsgruppe Wassertourismus“ zusammengeschlossen und eine Petition ins Leben gerufen.

Unterstützer der Schlei können sich online unter www.tinyurl.com/petition-schlei
oder per Postkarte (www.tinyurl.com/Wassertourismus-Postkarte) auch anonym an der Petition beteiligen. Die Aktion wird noch bis ins erste Quartal 2014 laufen und soll mit einer medienwirksamen Übergabe an die Politik enden. Bis dato sind rund 8.600 Unterschriften eingegangen.

Aus einem Gutachten des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH (NIT) geht hervor, dass mittelfristig in den regionalwirtschaftlich relevanten Sektoren der Tourismus- und der Sportboothafenwirtschaft mit ihren Werften und Dienstleistungen mit Umsatzverlusten in Höhe von bis zu 38,8 Millionen Euro pro Jahr zu rechnen ist. Der Wertschöpfungsbeitrag des Tourismus in der Schlei-Region liegt mit knapp zehn Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (sechs Prozent). Würde die Schlei tatsächlich nicht mehr oder seltener ausgebaggert als vor der Reform, wäre eine Einschränkung der Schiffbarkeit die Folge: Langfristig kann dadurch das Image und die Attraktivität der Schlei als Tourismusregion gefährdet sein. Das maritime Erlebnis ist jedoch die wichtigste Eigenschaft der Region. Allein die Wassersportmöglichkeiten sind für die Touristen in der Schlei-Region doppelt so wichtig wie im Landesdurchschnitt in Schleswig-Holstein.

Das einzige Mittel der strukturschwachen, ländlichen Region gegen weitere Bevölkerungsverluste und die Abwanderung von Unternehmen sei, so das Gutachten der NIT, neben einem attraktiven Standortimage auch das Halten bestehender Beschäftigungsverhältnisse.


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