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Beistandschaft

Leistungsbeschreibung

Beistandschaft ist eine Form der gesetzlichen Vertretung, ohne die elterliche Sorge einzuschränken.

Auf schriftlichen Antrag eines Elternteils wird das Jugendamt Beistand des Kindes zur Wahrnehmung folgender Aufgaben:

  • Feststellung der Vaterschaft (Vaterschaftsanerkennung, gerichtliche Feststellung der Vaterschaft) sowie
  • außergerichtliche oder gerichtliche Geltendmachung des Kindesunterhalts.

Antragsberechtigt ist insbesondere:

  • der Elternteil, dem die alleinige elterliche Sorge zusteht,
  • bei Eltern mit gemeinsamer elterliche Sorge der Elternteil, bei dem das Kind lebt,
  • die werdende Mutter.
An wen muss ich mich wenden?

An das Jugendamt Ihres Kreises oder Ihrer kreisfreien Stadt.

Beistandschaften Kreis Schleswig-Flensburg

 

Das Sachgebiet Beistandschaften ist dienstags geschlossen und auch telefonisch nicht erreichbar.

 
Die Mitarbeiter/Innen können Ihnen behilflich sein bei der Einrichtung von Beistandschaften, der Vaterschaftsfeststellung, der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen sowie der Beurkundung von Sorgeerklärungen.
Dazu kommen dann noch die Amtsvormundschaften sowie Beurkundungen in Familienrechtssachen.
Für die Erledigung dieser Aufgaben ist es erforderlich, dass Sie Unterlagen und Nachweise beibringen , die im Nachfolgenden zu Ihrem jeweiligen Anliegen explizit aufgeführt sind.

Genauere Auskünfte können mithilfe eines vorherigen Gesprächs mit einem Mitarbeiter/In eingeholt werden.

Beistandschaften

– sofern Probleme bei der Vaterschaftsfeststellung und/oder Geltendmachung des Unterhalts auftreten, kann der Elternteil, dem für den Aufgabenkreis der beantragten Beistandschaft die alleinige elterliche Sorge zusteht oder zustünde, oder in dessen Obhut sich das Kind befindet, beim hiesigen Kreisjugendamt die Einrichtung einer Beistandschaft beantragen.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Urkunde bzw. Urteil über Vaterschaftsanerkennung
  • gegebenenfalls Scheidungsurteil
  • gegebenenfalls bestehender Unterhaltstitel (Urkunde / Urteil / Beschluss / Vergleich über die Höhe des festgesetzten Unterhalts)
  • gegebenenfalls Schreiben des Rechtsanwalts, soweit dieser bereits tätig gewesen ist

Vaterschaftsfeststellung

– mit der Geburt eines nicht ehelich geborenen Kindes ist die Vaterschaft zu klären. Diese kann freiwillig und kostenlos mit den Eltern beim Jugendamt beurkundet werden. Bestehen Zweifel an der Vaterschaft muss ein Gerichtsverfahren beim zuständigen Familiengericht eingeleitet werden ( siehe oben Beistandschaft). Nur durch die freiwillige Beurkundung beziehungsweise die gerichtliche Klärung wird ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Kind und seinem Vater begründet.

Sollte eine gerichtliche Vertretung erforderlich werden, übernimmt das Jugendamt auch die gerichtliche Vertretung des Kindes.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes / Mutterpass

Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen

– grundsätzlich kann ein Kind von dem Elternteil, mit dem es nicht in einem gemeinsamen Haushalt lebt, Unterhalt verlangen. Die Höhe dieses Unterhalts richtet sich nach den finanziellen und persönlichen Verhältnissen des bar unterhaltspflichtigen Elternteils.
Um den Unterhaltsanspruch des Kindes auch für die Zukunft sicher zu stellen empfiehlt es sich, diesen durch das Jugendamt berechnen und kostenfrei in Form einer vollstreckbaren Urkunde festsetzen zu lassen (siehe auch hierzu Beistandschaft).

Zu beachten ist / folgenden Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • gegebenenfalls Scheidungsurteil
  • gegebenenfalls bestehender Unterhaltstitel ( Urkunde / Urteil / Beschluss / Vergleich) über die Höhe des festgesetzten Unterhalts

Beurkundung von Sorgeerklärungen

– bei nichtehelich geborenen Kindern hat grundsätzlich die Mutter die alleinige elterliche Sorge über das Kind. Die Eltern können jedoch die gemeinsame elterliche Sorge über ihr Kind ausüben, wenn hierüber eine so genannte "Sorgeerklärung" abgegeben wird.
Diese "Sorgeerklärung" kann kostenfrei beim Jugendamt beurkundet werden. Eine "Sorgeerklärung" kann nur einmal abgegeben werden.

Zu beachten ist / folgende Unterlagen sind erforderlich:

  • nach vorheriger telefonischer Terminabsprache das persönliche Gespräch im Jugendamt
  • gegebenenfalls Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Nachweis über die Vaterschaftsanerkennung (Urkunde, Urteil)

Amtsvormundschaft

– ein Minderjähriger erhält einen Vormund, wenn er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des Minderjährigen berechtigt sind.
Gleichzeitig übernimmt das Jugendamt die gesetzliche Vertretung (Vermögens- und Personensorge) über einen Minderjährigen nach Bestellung durch das Vormundschaftsgericht.
Entbindet eine minderjährige Mutter ein nichtehelich geborenes Kind, tritt die gesetzliche Vormundschaft des Jugendamtes automatisch ein. Diese gilt bis zur Volljährigkeit der Mutter.

Beurkundung in Familienrechtssachen

– neben der bereits angeführten Beurkundung der "Sorgeerklärung" beurkundet das Jugendamt auch kostenfrei Unterhaltsurkunden für anstehende oder laufende gerichtliche Verfahren, die durch beauftragte Anwälte geführt werden.
Gleiches gilt für die Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung sowie entsprechender Zustimmungserklärungen aller Beteiligten im Falle einer beabsichtigten Scheidung eine Ehepaares, und die Ehefrau ein Kind von ihrem neuen Lebenspartner geboren hat.

Auch bieten wir alle Informationen der Beistandschaft/Amtsvormundschaft als Flyer an.

Welche Gebühren fallen an?

Keine

Welche Fristen muss ich beachten?

Mit Eingang des Antrages wird das Jugendamt sofort Beistand des Kindes.
Die Beistandschaft endet, sobald der/die Antragsteller/in dies schriftlich verlangt.

Rechtsgrundlage
  • §§ 1712 bis 1717 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB),
  • §§ 55, 56, 87c Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe.
Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendhilfe sowie Beistandschaft finden Sie auf den Internetseiten der Landesregierung Schleswig-Holstein und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)