Hilfsnavigation

 
 
Kreis Schleswig-Flensburg - Immer aktuell informiert

Vaterschaftsanerkennung

Verändertes Leistungsangebot in Zeiten von Corona

Verändertes Leistungsangebot in Zeiten von Corona

Liebe (werdenden) Eltern,


wir alle sind gehalten, die Ausbreitung der Corona-Pandemie soweit wie möglich aufzuhalten bzw. zu verlangsamen. Daher sind wir alle aufgefordert, nur noch zwingend notwendige Termine, Erledigungen etc. zu tätigen.


Aus diesem Grund haben Sie bitte dafür Verständnis, dass wir derzeit nur noch dringende Beurkundungen durchführen. Dies kann aus unserer Sicht nur Vaterschaftsanerkennungen und in Einzelfällen auch Sorgeerklärungen für gerade erfolgte bzw. kurz bevorstehende Geburten betreffen. Wir bitten deshalb in Ihrem und in unserem Sinne darum, dass derzeit nur in - unserer Einschätzung nach - dringenden Angelegenheiten Termine für Beurkundungen vergeben werden. Dafür haben wir vorerst den Mittwoch Nachmittag und den Freitag Vormittag vorgesehen.


Hierfür wenden Sie sich bitte bis au Weiteres an Frau Hoffmann unter der Rufnummer 04621/48122925.


Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Leistungsbeschreibung

Vater eines Kindes ist rechtlich in folgender Rangfolge der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
  • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
  • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Rechtlicher Vater Ihres nichtehelichen Kindes können Sie daher werden, indem Sie die Vaterschaft anerkennen. Das ist allerdings nicht möglich, solange noch die rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes besteht.

Die Anerkennung der Vaterschaft ist schon vor der Geburt des Kindes zulässig. Sie bedarf der Zustimmung der Mutter und in besonderen Fällen auch des Kindes oder weiterer Personen. Die Anerkennung und die Zustimmung müssen öffentlich beurkundet werden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch und in der Geburtsurkunde eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung werden  Geburtenbuch und Geburtsurkunde nachträglich ergänzt.

An wen muss ich mich wenden?
  • Sie können sich nach Ihrer Wahl wenden an das Jugendamt in Ihrem Kreis oder in Ihrer kreisfreien Stadt,
  • das Standesamt Ihrer Gemeinde, Ihres Amtes, Ihrer Stadt,
  • das Amtsgericht oder
  • eine Notarin/einen Notar.
zt Vaterschaftsfeststellung


Ihre Ansprechpartner
Unter folgender Telefonnummer finden Sie Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die oben genannte Aufgabe, wobei sich die Zuständigkeit des Sachbearbeiters aus dem Nachnamen des Kindes ergibt:

Kreis Schleswig-Flensburg
Sachgebiet Beistandschaften/Unterhaltsvorschusskasse
Am Lornsenpark 1
24837 Schleswig
Zentraler Telefondienst: 04621 48122 838





Was Sie wissen sollten
Mit der Geburt eines Kindes nicht miteinander verheirateter Eltern ist die Vaterschaft rechtlich noch nicht geklärt. Die Vaterschaft muss urkundlich anerkannt oder gerichtlich festgestellt werden. Nur so wird ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen dem Kind und seinem Vater begründet.
Die erforderlichen Beurkundungen können -auch schon vor Geburt des Kindes - kostenfrei beim hiesigen Jugendamt vorgenommen werden.
Im Rahmen einer Beistandschaft übernimmt das Jugendamt im Streitfall auch die gerichtliche Vertretung des Kindes (Vaterschaftsfeststellungsverfahren).



Was Sie beachten sollten/ erforderliche Unterlagen
  • persönliches Erscheinen notwendig
  • Personalausweis
  • ggf. Geburtsurkunde des Kindes/ Mutterpass 
  • ggf. Scheidungsurteil
  • ggf. bestehender Unterhaltstitel (Urteil/Beschluss/Urkunde, das/der die Höhe des Unterhaltes festlegt)
Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung ist gebührenfrei, allerdings können bei der Beurkundung durch das Amtsgericht und durch eine Notarin/Notar Auslagen anfallen.

Rechtsgrundlage

§ 1592, 1594 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)