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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Integrationskonzept für Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Schleswig-Flensburg

Datum der Erstellung11.10.2017, 15:30 Uhr
Die Koordinierungsstellen IAF (integrationsorientierte Aufnahme von Flüchtlingen) in Schleswig-Holstein wurden vom Land Schleswig-Holstein beauftragt, für ihren Kreis bzw. ihre kreisfreie Stadt ein Integrationskonzept für Geflüchtete zu erstellen. Grundlage hierfür sind die neun Handlungsfelder, angelehnt an den Flüchtlingspakt des Landes Schleswig-Holstein. Beim Kreis Schleswig-Flensburg werden diese ergänzt um die Regionalen Handlungsempfehlungen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund des Kreises Schleswig-Flensburg sowie um die Schwerpunkte der Koordinierungsstelle IAF.

Bereits im Dezember 2016 wurde dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein ein erster Entwurf des Konzeptes vorgelegt. Sowohl in der Regionalkonferenz am 13. Februar 2017 als auch in verschiedenen Netzwerktreffen und Arbeitsgruppen wurde bereits thematisiert, dass die Ideen zu den jeweiligen Handlungsfeldern in einem Gremium unter Beteiligung diverser Akteure diskutiert werden sollten, damit alle Interessierten an der Konzepterstellung beteiligt werden und ein gemeinsames Konzept auf den Weg gebracht werden kann.

Bei einer Auftaktveranstaltung am 11. Oktober 2017 wurden jetzt unter Beteiligung von Vertretern aus Politik, Haupt- und Ehrenamt sowie Menschen mit Migrationshintergrund in neun Arbeitsgruppen gezielte Fragestellung sowie Zielrichtung des Kreises umfangreich diskutiert und erste Ergebnisse erarbeitet.

Bis zum 31. Oktober 2017 hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über eine Bürgerbeteiligung auf der Homepage des Kreises Schleswig-Flensburg der Koordinierungsstelle IAF ihre Ideen, Wünsche und Anregungen zu den Eckpunkten des Integrationskonzepts mitzuteilen. Jede Nachricht und jeder Kommentar wurde gelesen und wird in die Arbeit am Integrationskonzept mit einfließen.
Ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Mitarbeit an einem gemeinsamen Integrationskonzept für den Kreis Schleswig-Flensburg.


Ihre Koordinierungsstelle IAF für den Kreis Schleswig-Flensburg

P.S.: Zukünftig finden Sie an dieser Stelle alle Neuigkeiten rund um das Integrationskonzept.
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Kommentare zum Beitrag

Beteiligung von Geflüchteten an lokalpolitischen Entscheidungen
Verfasserilka Ocak & Birgit Harjes Datum der Erstellung30.10.2017, 12:02 Uhr
Der Gedanke ist in einem ersten Schritt von den Geflüchteten selbst zu erfahren, was diese im Kreis Schleswig - Flensburg für wichtig halten, damit eine Integration gelingen kann. In einem zweiten Schritt herauszufinden was sie selbst durch ehrenamtliche Arbeit dazu beitragen können. Eine Selbstorganisation der Flüchtlingsgruppen hätte den Vorteil, dass man einerseits die bereits erworbenen sprachliche Kompetenz Einzelner nutzen kann, gleichzeitig aber auch dass die Geflüchteten einen Ansprechpartner hätten, der ihre Probleme und Anliegen gegenüber der Verwaltung detailliert schildern und ihnen die Ergebnisse in ihrer Muttersprache erklären könnte. Ein Beirat bestehend aus Personen der verschiedenen Nationalitäten erhöht das Gefühl der Geflüchteten selbstwirksam zu sein und festigt so auch die Bindung sowohl an die Gemeinschaft der Geflüchteten als auch an den Wohnort. Für die erste Wahlperiode wäre es sinnvoll dem Amt bereits bekannte Personen der verschiedenen Nationalitäten auf Amtsebene zur Wahl vorzuschlagen und in einem Aufruf die Geflüchteten zu bitten weitere Personen ihres Vertrauens als Kandidaten zu benennen und in einer geheimen öffentlichen Wahl jeweils einen Vertreter zu wählen. Die gewählten Vertreter treffen sich dann im Flüchtlingsbeirat auf Kreisebene. Durch diese Maßnahme könnte der Gefahr einer Isolation der Migranten entgegengewirkt werden. Durch eine verbesserte Vermittlung des Grundsatzes der Anforderungen und Unterstützungsangebote ist die aktive Beteiligung am Integrationsprozess zu erwarten. Durch die Mitglieder des Beirates würden sich die Informationswege vervielfältigen und die Lotsen auf diesem Wege entlastet. Für eine weitere Entlastung der Lotsen wäre es sinnvoll auf Amtsebene ehrenamtliche Integrationsbegleiter der einzelnen Nationalitäten zu gewinnen und auszubilden. Diese würden dann die Neuankömmlinge bei ihren ersten Routinegängen begleiten, als Ansprechpartner für das Amt zur Verfügung stehen und als Übersetzer fungieren. Die Ressourcen der Lotsen könnten dann für komplexere Aufgaben genutzt werden. Ein bedeutender Effekt dieser Arbeit der Migranten ist es zu vermitteln, dass es sich lohnen kann Deutsch zu lernen und sich zu integrieren, da man durch die Position als ehrenamtlicher Integrationsbegleiter oder Flüchtlingsvertreter Anerkennung und Wertschätzung durch die Gemeinschaft der Geflüchteten, der deutschen Bevölkerung und der Institutionen erhält. Ilka Ocak & Birgit Harjes aus Kropp
Teamleitung des Arbeits -und Beschäftigungsprojektes der Brücke RD/Eck
VerfasserJutta Wolf Datum der Erstellung30.10.2017, 11:41 Uhr
Wir von der Brücke RD/Eck halten eine Profilierungsmaßnahme im Rahmen des SGB II vor. Diese Maßnahme heißt " Ankommen und Loslegen ". Nun was fehlt zum ankommen: Sprachpatenschaften, um die Alltagssprache Deutsch kennenzulernen. Gemeinsames Kochen und tanzen könnte in den Räumen der Heinrich-Hertz Straße in der Kantine der Brücke unterstützt werden. Assistenz zur Ämterbegleitung etc. Sinnhafte schnellere Erprobung in den verschiedenen Betrieben, um den Arbeitsmarkt und eigene Fähigkeiten an - und abzugleichen. Schneller ins Praktikum, die meisten Syrer haben z.B. auf Nachfrage gesagt, wir wollen arbeiten, trotz Sprachbarrieren. z.B. in Ausbildungswerkstätten der Innung. Dies ist ein Erfahrungsbericht und deckt sich in weiten Teilen mit dem Konzept. Liebe Grüße , viel Erfolg und wir von der Brücke können mit ins Boot geholt werden
Kinder und Jugendliche als Paten/Lotsen
VerfasserElke Lilla Datum der Erstellung29.10.2017, 08:32 Uhr
Die "erwachsenen" Lotsen leisten wertvollste Arbeit. Als Vormund von 2 Kindern aus Syrien wünsche ich mir zusätzliche jugendliche Paten, die sich in (oder auch nach der Schule) um die Kinder kümmern. Das kann einfach nur Begleitung in der Pause sein bis zur Hilfe/Nachhilfe bei den Hausaufgaben, Spielenachmittage in der Familie des Lotsen, Begleitung zum Sport etc. Die unbegleiteten Kinder/Jugendliche und die Kinder der Asylbewerber leisten Unglaubliches: neue Sprache, neues Umfeld, neue Sitten und Gebräuche etc. und dann sind sie oft auch noch für die Eltern/Familienangehörigen, die unsere Sprache nicht lernen können/wollen als Dolmetscher zuständig .
Frau
VerfasserMarlies Geers Datum der Erstellung27.10.2017, 15:01 Uhr
Guten Tag, hier eine Anregung zum Handlungsfeld Bildung / Ausbildung. Die Anzahl der ausländischen Schüler und Schülerinnen (SuS), die die allgemein- bildende Schule ohne Abschluss verlassen, steigt. Diese münden im Übergangssystem. Um dieses zu vermeiden ist während der letzten drei Schuljahre eine Begleitung durch ein Intergrationscoaching (passgenaue Bildung) angebracht: Das Coaching würde umfassen: > Praxisorientierte Module zur Kenntnis-feststellung, Motivation und Förderung eines Selbstwertgefühls. > Intensivste Praktikumsbetreuung, d.h. o Interkulturelle Hürden abbauen (SuS, Eltern, Betriebe) o Sprachliche und berufsspezifische Vorbereitung auf die Praktika o Standby-Betreuung w.d. Praktika Mit freundlichen Grüßen
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