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Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

Landesblindengeld

Leistungsbeschreibung

Das Landesblindengeld ist eine freiwillige Leistung des Landes Schleswig-Holstein, die einkommens- und vermögensunabhängig gewährt wird.

Es wird unter bestimmten Voraussetzungen an Zivilblinde Menschen, blinden Menschen gleichgestellte und hochgradig in der Sehfähigkeit behinderte Menschen erbracht. Es dient zum Ausgleich der behinderungsbedingten Mehraufwendungen und wird auf Antrag gewährt.

Info-Blatt Landesblindengeld und Blindenhilfe im Kreis Schleswig-Flensburg

Landesblindengeld
Das Landesblindengeld ist eine Geldleistung des Landes Schleswig-Holstein, um die Mehraufwendungen auszugleichen, die die Blindheit verursacht. Es soll den Betroffenen helfen, ihren Alltag zu erleichtern. Die Zahlung erfolgt auf Antrag.

Um eine zügige Antragsbearbeitung zu gewährleisten, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte geben Sie den Antrag möglichst mit allen erforderlichen Unterlagen zurück. Sollten einzelne Nachweise fehlen, reichen Sie diese bitte zeitnah nach.

Voraussetzungen
Voraussetzung für die Zahlung von Landesblindengeld ist das Merkzeichen „BI“ (Blindheit) oder „Tbl“ (taubblind) im Schwerbehindertenausweis.
Falls Sie einen solchen Schwerbehindertenausweis noch nicht haben, müssen Sie ihn beantragen beim:
Landesamt für soziale Dienste, 24837 Schleswig, Seminarweg 6.

Neben blinden Personen können auch Personen das Merkzeichen „Bl“ beantragen, die nur noch über ein sehr stark eingeschränktes Sehvermögen verfügen (Sehschärfe auf dem besseren Auge beträgt nicht mehr als 1/50). Im Zweifelsfall fragen Sie bitte Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin.

Höhe des Landesblindengeldes
Das Landesblindengeld beträgt 300,00 € monatlich. Taubblinde Menschen erhalten 400,00 € monatlich.

Kürzung bei Leistungen aus der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege
Das Landesblindengeld wird gekürzt, wenn Sie Leistungen für die häusliche Pflege von der Pflegekasse erhalten. Diese Kürzung beträgt bei Erwachsenen 40% des Pflegegeldes und bei Kindern 20% des Pflegegeldes.

Kürzung bei vollstationärer Pflege
Das Landesblindengeld für blinde Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder sonstigen stationären Einrichtungen wird um die Hälfte gekürzt, wenn der Heimaufenthalt durch Leistungen der Pflegeversicherung oder aus Sozialhilfemitteln finanziert wird.
Blinde Menschen erhalten dann 150,00 € monatlich; Taubblinde 200,00 €.

Blindenhilfe
Zusätzlich zum Landesblindengeld können Sie Blindenhilfe beantragen. Die Blindenhilfe ist eine Sozialhilfe-Leistung. Sie dient demselben Zweck wie das Landesblindengeld.

Blindenhilfe wird aber nur gezahlt, wenn das Einkommen und Vermögen der blinden Person (und ggfls. der Partnerin/des Partners) bestimmte Grenzen nicht übersteigt.

Zum Einkommen gehören insbesondere:
Alle Renten, Grundsicherungsleistungen, Arbeitseinkommen, Wohngeld, Zinseinkünfte, Miet- u. Pachteinnahmen, Unterhaltszahlungen, Kindergeld.

Einkommen, das die Einkommensgrenze überschreitet, ist auf die Blindenhilfe anzurechnen. Die Einkommensgrenze ermittelt sich für alleinstehende Personen aus einem Grundbetrag von 864,00 € zuzüglich Unterkunftskosten incl. Heizkosten.

Die Blindenhilfe ist nicht nur vom Einsatz des Einkommens abhängig, sondern auch vom Einsatz des Vermögens. Gesetzliche Regelungen belassen Ihnen jedoch einen Freibetrag. Dieser beträgt 5.000,00 € für den Hilfesuchenden. Für Ehepaare gilt ein Freibetrag von 10.000,00 €.

Wer ist zuständig?
Zuständig für die Zahlung von Landesblindengeld und Blindenhilfe ist das Sozialamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, in der Sie wohnen. Die kreisfreien Städte sind Flensburg, Kiel, Neumünster, Lübeck.

Wenn Sie in einem Alten-, Pflege- oder Behindertenwohnheim leben, ist das Sozialamt des Ortes zuständig, in dem Sie vor der Aufnahme gewohnt haben.

Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg
Wenn Sie im Kreis Schleswig-Flensburg (ohne Stadt Flensburg) wohnen, finden Sie die für Sie zuständige Abteilung im Kreishaus Schleswig, Flensburger Str. 7, 24837 Schleswig (2. Obergeschoss, Zimmer 246).

Ansprechpartner:
Frau Johannsen
Telefon: 04621 – 87 452
Fax: 04621 – 87 344

Weiterführende Links:

An wen muss ich mich wenden?

An die Kreise oder kreisfreien Städte.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Feststellungsbescheid des Landesamtes für soziale Dienste über die Blindheit als Schwerbehinderung gemäß § 69 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX).

Welche Gebühren fallen an?

Keine

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Zahlung beginnt mit dem Ersten des Monats, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, frühestens mit dem Ersten des Antragsmonats.

Rechtsgrundlage
  • Landesblindengeldgesetz - LBlGG,
  • § 69 Sozialgesetzbuch (SGB) Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen.
Was sollte ich noch wissen?

Bei höheren blindheitsbedingten Mehraufwendungen können über das pauschalierte Landesblindengeld hinaus Leistungen der Blindenhilfe (gemäß Sozialgesetzbuch XII - Sozialhilfe) beantragt werden.

Für Kriegsblinde (Kriegsopfer) gelten die Regelungen nach dem Bundesversorgungsgesetz.