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30.11.2017

1. Fortschreibung Bedarfsplan Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege 2017-2018

Die Kreise und kreisfreien Städte als Träger der öffentlichen Jugendhilfe haben die Gesamtverantwortung einschließlich der Planungsverantwortung für die Aufgaben nach dem achten Sozialgesetzbuch (SGB VIII) sowie gemäß § 7 des Kindertagesstättengesetzes einen Bedarfsplan zu erstellen. Die Städte und Gemeinden tragen dabei in eigener Verantwortung dafür Sorge, dass die im Bedarfsplan vorgesehenen Kindertagesstätten und Tagespflegestellen geschaffen und betrieben werden (§ 8 KiTaG). Diese Verantwortung beinhaltet die gesetzliche Verpflichtung der Städte und Gemeinden, die im Bedarfsplan vorgegebenen Plätze vorzuhalten.

Kreishaus Schleswig-Flensburg

In Fortführung der bisherigen Praxis wurden die Daten wieder bei den Trägern der Kindertageseinrichtungen erhoben und die Auswertung der Versorgungsquoten und der Bedarfslage erfolgte auf der Grundlage der von den kreisangehörigen Städten, Ämtern und Gemeinden gemeldeten Bevölkerungsjahrgangszahlen.

Die wichtigsten Eckdaten kurz im Überblick:

Nach den Erhebungen sollte kreisweit der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für die Kinder im Alter von 3-6 Jahren sichergestellt sein. Allerdings gibt es regional Bereiche, in denen dieser Sicherstellungsauftrag aktuell gefährdet ist. Weiterhin ist zu bedenken, dass die Stichtagserhebung jeweils zum 31.12. nicht die Nachfrage nach Krippen- und Kita-Plätzen bis zum Kita-Jahresende im Sommer berücksichtigt.

Der Rechtsanspruch auch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter von 1-3 Jahren kann dagegen weither nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Das Zwischenziel, im Jahr 2017 für 44 % dieser Altersjahrgänge einen Platz vorzuhalten, wurde entgegen der Erwartungen zum Ende des letzten Jahres nicht ganz erreicht. Trotz der großen Anstrengungen der Kommunen und der weiteren Schaffung von entsprechenden Plätzen im Laufe des Jahres ist die Versorgungsquote im U3-Bereich sogar leicht auf knapp 43 % gefallen. Dies ist insbesondere den steigenden Geburtenzahlen geschuldet. So ist von 2015 auf 2016 die Geburtenrate wiederum gestiegen. Für das laufende Jahre 2017 melden einige Standesämter erneut einen Geburtenanstieg. Dies ist insbesondere in Schleswig und Umland sowie rund um die Stadt Flensburg zu beobachten. Außerdem steigt auch die Nachfrage an Betreuungsplätzen für Kinder von 1-3 Jahren. Auch hier wurde z.B. aus dem Raum Flensburg gemeldet, dass in einigen Gemeinden bis zu 100 % aller Kinder bereits kurz nach der Geburt für einen Krippenplatz ab Vollendung des 1. Lebensjahres vorsorglich angemeldet werden.

Die wichtigsten Eckdaten kurz im Überblick:

  • Die rein rechnerische Nachfrage nach Plätzen für Kinder ab dem 3. Lebensjahr übersteigt mit einer Versorgungsquote von 102 % (Vorjahr 108 %) nur noch knapp die angenommene Nachfrage von 100%. Allerdings muss nach Auskunft der Kita-Trägerverbände davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage nach Plätzen in den Einrichtungen im Laufe des ersten Halbjahres stark ansteigen wird. Der Rechtsanspruch von Kindern ab 3 Jahren auf einen Kindergartenplatz ist damit kreisweit weiterhin gerade noch gesichert. Insgesamt standen zum Stichtag 31.12.2016 6.058 genehmigte Kindergartenplätze 5.709 Belegungen gegenüber. Regionale Engpässe versuchen die Kommunen vor Ort durch Schaffung von neuen Gruppen oder Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden mit freien Plätzen zu begegnen. 
  • Die Zahl der Kinder des Geburtsjahrganges 2016 im Kreis Schleswig-Flensburg ist gegenüber dem Vorjahr 2015 von 1.710 auf nun 1.751 Kinder leicht gestiegen.
  • Die Anzahl der Betreuungsangebote für unter Dreijährige ist wieder gestiegen.Trotzdem wird eine kreisweite angestrebte Betreuungsquote von 44 % nur knapp mit 42,9 % erreicht. (Vorjahr 43,8 %). 

Kita-Plan [PDF: 1,3 MB]