Hilfsnavigation

 
 
Kreis Schleswig-Flensburg - der familienfreundliche Kreis

 
20.03.2020

Corona-Verdacht: Verhaltenshinweise des Gesundheitsamtes

Am 11.03.2020 wurde der erste „Corona-Fall“ im Kreis Schleswig-Flensburg bestätigt. Mittlerweile ist diese Zahl auf 23 (Stand 20.03.2020, 11:00 Uhr) angestiegen.

Die Zahl der Verdachtsfälle ist aktuell auf über 1.000 Fälle angewachsen. Zurzeit befinden sich daher viele unfreiwillig in häuslicher Quarantäne. Sie ist eine begründete Vorsichtsmaßnahme, um weitere mögliche Ansteckungen bei Kontakten zu bestätigten oder vermuteten Erkrankungsfällen zu verhindern.

Im Gesundheitsamt laufen alle Fäden der Corona-Bekämpfung im Kreis Schleswig-Flensburg zusammen. Alle Maßnahmen des Gesundheitsamtes orientieren sich eng an den Vorgaben des Robert Koch-Institutes, angepasst auf die aktuelle Lage im Kreis Schleswig-Flensburg.

„Aufgrund der Anzahl an Verdachtsfällen ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes aktuell nicht mehr möglich jeden täglich telefonisch zu kontaktieren. Wir werden weiterhin daran arbeiten, so viele Menschen wie möglich persönlich zu erreichen, insbesondere, wenn sie Symptome zeigen. Den meisten geht es zum Glück gesundheitlich gut oder sie zeigen noch gar keine Symptome. Eine tägliche Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist unter diesen Umständen nicht während der ganzen Zeit der Quarantäne notwendig. Wir möchten daher jeden bitten, weiterhin ein eigenes Tagebuch über die möglichen Symptome oder den Symptomverlauf zu führen inklusive einer zweimal täglichen Temperaturmessung. Achten Sie dabei auf Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Symptome einer „Grippe“, das können Ganzkörper-, Kopf- und Gliederschmerzen sein und schreiben Sie das in Ihr Tagebuch.“, erklärt Dr. Kai Giermann, Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Schleswig-Flensburg.

Das Gesundheitsamt entscheidet auf Grundlage der Tagebücher über die Aufhebung der Quarantäne. An der Bereitstellung eines sicheren Übermittlungsweges dieser Gesundheitsdaten unter den Gesichtspunkten des Datenschutzes wird gearbeitet.

„Noch einige Hinweise: Wenn Sie sich so krank fühlen, dass eine ärztliche Beurteilung oder Behandlung notwendig erscheint, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117). In lebensbedrohlichen Situationen dürfen und müssen Sie weiterhin über 112 einen Notarzt oder Rettungswagen rufen! Bitte weisen Sie dann beim Anruf darauf hin, dass Sie sich aktuell in häuslicher Quarantäne befinden! Wenn Sie Probleme haben, sich in der häuslichen Quarantäne weiterhin mit den notwendigen Dingen des täglichen Bedarfes (z.B. Lebensmittel oder Hygieneartikel) zu versorgen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Ämter vor Ort.“, stellt Dr. Kai Giermann, Leiter des Gesundheitsamtes klar.

Generell gilt, dass das Gesundheitsamt aufgrund der aktuellen Lage nur noch in besonders angezeigten Fällen einen Abstrich nimmt. Ein Abstrich durch das Gesundheitsamt ist ausschließlich durch die seuchenhygienischen Maßnahmen und die zugehörigen epidemiologischen Ermittlungen begründet. Zunächst tritt dann eine vierzehntägige häusliche Isolation ein. Sofern Anzeichen für eine Corona-Erkrankung vorliegen, wird ein Termin für einen Abstrich vereinbart. Die vom Gesundheitsamt eingerichtete Hotline stellt jedem Anrufer dazu strukturierte Fragen. Den Abstrich führt das Kreisgesundheitsamt in Eigenregie durch.

Wichtig: Ob ein Test für eine Diagnose notwendig ist, muss durch den Hausarzt oder die Diensthabenden der Notdienstnummer des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 festgestellt werden. Das Erfordernis einer infektionshygienischen Probe wird durch das Gesundheitsamt des Kreises Schleswig-Flensburg festgestellt – ansonsten wird kein Test durchgeführt.

Zur bekannten Telefonnummer 04621 810-73 kann das Gesundheitsamt auch via E-Mail gesundheitsamt@schleswig-flensburg.de kontaktiert werden.  Über diese Mailadresse ist aber kein Zugang mit Verschlüsselung möglich.

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass Personen, die einen Abstrich erhalten, als ansteckungsverdächtig gelten und nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen dürfen, sondern allein im Auto, um auch hier das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Alle Informationen der Kreisverwaltung zum Corona-Virus sind unter www.schleswig-flensburg.de/Coronavirus zu finden.

KREIS SCHLESWIG-FLENSBURG
Pressestelle
Flensburger Str. 7, 24837 Schleswig
Telefon 04621 / 87-0, Telefax 04621 / 87-636
E-Mail: pressestelle@schleswig-flensburg.de