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Kreis Schleswig-Flensburg

Neubau Kooperative Regionalleitstelle Nord - Erster Spatenstich am 21.04.2021

Die Gesundheitsreform von Herrn Spahn wollte das Problem angehen, die Rettungsdienste können kaum so viele Fahrzeuge besetzen wie es Einsätze gibt. Gemeint ist das kontinuierlich steigende Einsatz- und Anrufaufkommen im Bereich des Krankentransportes und Rettungsdienstes in den bundesdeutschen Leitstellen.

Auch die Leitstelle Nord, in den aktuellen Räumlichkeiten seit 11 Jahren, bleibt von dieser Entwicklung, die damals nicht absehbar war, nicht verschont. Im Rahmen der 23. Versammlung des Leitstellenzweckverbandes Nord wurde die vorhersehbare Raumnot der Leitstelle erstmalig thematisiert und mit Daten, Zahlen und Fakten hinterlegt. Es folgte die Prüfung möglicher Alternativen, wie beispielsweise eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule. Alle Alternativen wurden aus den verschiedensten Gründen verworfen, die Neubaulösung erschien den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg als gemeinsame Träger der Leitstelle die wirtschaftlichste und auch zukunftsfähigste Lösung. Durch die Landespolizei wurde ohne Zögern die Weiterführung der Kooperation im Neubau bekräftigt, dieses Mal mit umgekehrten Vorzeichen.

Der Leitstellenzweckverband agiert als Bauherr, die Landespolizei wird Mieter. Im März 2019 erwarb der Zweckverband ein Grundstück von der Gemeinde Harrislee, Luftlinie nur wenige hundert Meter vom jetzigen Standort der Leitstelle entfernt. Parallel dazu wurden die Leistungen des Architekten als Generalunternehmer ausgeschrieben. Siegreich blieb das Architekturbüro SCHMIEDER.DAU.BDA aus Kiel. Schnell wurde klar, dass alle wesentlichen Fachplaner bereits mit dem Architekturbüro Projekte realisiert hatten und somit keinerlei Reibungsverluste zu befürchten waren.

Bereits wenige Wochen nach Planungsbeginn stand die Gebäudegeometrie fest, der erste Modellentwurf hat bereits alle überzeugt und blieb bis heute unverändert. Im August 2020 konnte die Verbandsversammlung dann, auf der Basis der fundierten Kostenberechnung des Architekten, den endgültigen Beschluss zum Neubau der Leitstelle verabschieden. Auch alle politischen Gremien der drei Gebietskörperschaften trugen diesen Beschluss ohne zu zögern mit. Einen wesentlichen Anteil an der Realisierung des Neubaus haben die Krankenkassenverbände als Kostenträger der kommunalen Leitstelle. Nach ausführlichen Gesprächen und Verhandlungen konnten die meisten Flächen geeint werden, sodass auch die Re-Finanzierung sichergestellt ist. Die Gesamtfläche des neuen Gebäudes beläuft sich auf 3.200qm, die etwa hälftig von der Landespolizei und dem kommunalen Teil der Leitstelle genutzt werden.

Mit dem Ersten Spatenstich am 21. April 2021 beginnen wir also ein Projekt an dessen Ende ein Gebäude stehen wird, dass auf viele Jahre hinaus dem Bürger als telefonische Anlaufstelle für Hilfeersuchen aller Art zur Verfügung stehen soll. Besonders freut uns als Leitstellenzweckverband Nord in diesem Kontext, dass die Landespolizei Schleswig-Holstein und wir diesen Weg gemeinsam gehen werden.


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