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Kreis Schleswig-Flensburg

Corona-Ausbruch im CURA Seniorencentrum Tarp: Schnelle Hilfe durch Bundeswehr-Soldaten

Nach einem Corona-Ausbruch im CURA Seniorencentrum in Tarp unterstützen seit heute insgesamt 18 Soldaten des Spezialpionierregiments 164 aus Husum bei der Versorgung der Bewohner*innen. Eine in der letzten Woche veranlasste PCR-Großtestung von insgesamt 86 Bewohner*innen und 87 Mitarbeiter*innen des CURA Seniorencentrums in Tarp hat ergeben, dass sich 65 Bewohner*innen und 25 Mitarbeiter*innen mit dem Corona-Virus infiziert haben, sechs Bewohner*innen sind mittlerweile an Covid-19 verstorben.

 

Der Ausfall an Personal konnte nicht wie geplant durch sogenannte „Tunnel-Quarantänen“ für die Mitarbeiter*innen, die so ihrer Arbeit weiterhin nachgehen können, sofern keine Symptome vorliegen, und aus anderen CURA Seniorencentren angeforderte Mitarbeiter*innen aufgefangen und kompensiert werden. Der Kreis hat daher gestern in Abstimmung mit dem Geschäftsführer der CURA Unternehmensgruppe, Mario Ruano-Wohlers, ein Amtshilfeersuchen bei der Bundeswehr gestellt, um die Versorgung der Bewohner*innen sicherstellen zu können. Beratend zur Seite stand dem Kreis dabei Oberstleutnant Frank Collatz, Verbindungsstabsoffizier für Zivil-Militärische-Zusammenarbeit. Die Zusage der Bundeswehr kam schnell und lag dem Kreis bereits am selben Tag vor.

 

„Bereits heute Morgen um 6.45 Uhr waren die ersten neun Soldaten vor Ort. Nach einer Einweisung helfen sie in der Morgenschicht und verteilen zum Beispiel Essen, reichen den Bewohner*innen Wasser oder helfen beim Kontakt halten mit den Angehörigen. Das ist derzeit aufgrund eines Betretungsverbotes nur per Telefon oder aber auch vom Balkon aus möglich. So kann man seine Angehörigen nicht nur hören, sondern auch sehen. Die Heimaufsicht ist weiterhin täglich vor Ort, um zu beraten, sich abzustimmen sowie die Versorgung durch den Träger zu prüfen und sicherzustellen“, führt Rainer Stiemcke, Leiter der Heimaufsicht aus.

 

„Die Aufgaben der Soldaten sind klar abgegrenzt zu pflegerischen Tätigkeiten. Jeweils neun Soldaten arbeiten in der Morgen- und Abendschicht. Sie unterstützen und helfen, wo sie können. Bis gestern waren sie noch im Gesundheitsamt in Hamburg bei der Kontaktnachverfolgung tätig“, berichtet Kompaniechef Major Jörg Sebastian Kirschmer.

 

Das Amtshilfeersuchen wurde zunächst bis zum 24.02.2022 bewilligt.



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