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Ehrenamtliche Vormunde*innen gesucht! Informationsveranstaltung am 25. Januar um 18 Uhr im Flensburger Rathaus

Die Jugendämter des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg suchen Menschen, die bereit sind, Verantwortung für die Zukunftsgestaltung eines Kindes oder Jugendlichen zu übernehmen und sich ehrenamtlich als Vormund*in zur Verfügung zu stellen.

Wenn Kinder und Jugendliche im Heim oder in Pflegefamilien leben, weil ihren Eltern das Sorgerecht entzogen worden ist, sie Waisen sind oder aus anderen Ländern alleine nach Deutschland gekommen sind, dann brauchen sie eine*n Vormund*in, der*die ihre Interessen vertritt. Die Aufgabe einer*s ehrenamtlichen Vormundin*es ist es, die Kinder und Jugendlichen zu begleiten, für sie als verlässliche*r Ansprechpartner*in und vor allem rechtliche*r Vertreter*in zu agieren und die Rechte der jungen Menschen zu vertreten. Aus einer vertrauensvollen Beziehung heraus können sich so wichtige Perspektiven für die Zukunft der jungen Leute entwickeln. So können Vormunde*innen z. B. auch Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz begleiten.

Eine Vormundschaft zu übernehmen bedeutet nicht, ein Kind oder einen Jugendlichen bei sich aufzunehmen. Diese leben meistens nicht bei ihren Eltern, sondern sind anderweitig untergebracht. Der*die Vormund*in soll sich regelmäßig Zeit für das betreute Kind, Mündel genannt, nehmen und Begleiter*in sowie Ansprechpartner*in bei Fragen und Problemen sein. Daher wird von den Erwachsenen eine gewisse Lebenserfahrung erwartet. Die Vormunde*innen müssen bereit sein, ihre eigenen Werte ein Stück loszulassen, um sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen intensiv einzusetzen. Es ist geplant, einen Pool von Ehrenamtlichen aufzubauen und aus diesem Pool jeweils den*die passende*n Vormund*in für das jeweilige Mündel zu finden. Vor der endgültigen Entscheidung, die ein Gericht treffen muss, gibt es eine Anbahnungsphase. In dieser Zeit lernen sich Mündel und Vormund*in unter Begleitung von Fachleuten kennen.

Was viele nicht wissen: Für die Übernahme einer Vormundschaft bedarf es keiner Ausbildung oder rechtlicher Vorkenntnisse. Eine Vormundschaft können Personen übernehmen, die bereit sind, sich langjährig und kontinuierlich ehrenamtlich zu engagieren und dabei kooperativ und flexibel zu handeln. Sie sollten ein hohes Maß an Verantwortungsbereitschaft mitbringen und Kindern und Jugendlichen mit Empathie und Freude begegnen. Die Bereitschaft zur Kooperation mit den leiblichen Eltern, dem Jugendamt, den betreuenden Einrichtungen und den Pflegefamilien sollte dabei selbstverständlich sein.

Wer sich für die Tätigkeit als ehrenamtliche*r Vormund*in interessiert, ist herzlich eingeladen zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 25. Januar 2024 um 18:00 Uhr im Flensburger Rathaus. Um Anmeldung wird gebeten bei Thomas Kuchel (0461 85-2783 oder per E-Mail unter kuchel.thomas@flensburg.de) oder Martin Sader (04621 48122-995 oder per E-Mail unter martin.sader@schleswig-flensburg.de).

17.01.2024 
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