Aktuelles aus dem Migrationsmanagement
Die Integreat-App erreicht 100.000 Zugriffe | Einbürgerungsfeiern werden zusammengelegt | Die Koordinierungsstelle auf dem Frie:Da-Festival in Friedrichsberg | Fortbildung zu Sprachkursen
Die Integreat-App Schleswig-Flensburg erreicht 100.000 Zugriffe
Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Die Integreat-App Schleswig-Flensburg hat am 1. Juni 2026 die Marke von insgesamt 100.000 gemessenen Zugriffen überschritten. Seit ihrer Veröffentlichung am 17. Oktober 2024 hat sie sich zu einer relevanten Informationsquelle für Menschen im Kreis Schleswig-Flensburg entwickelt. Die App bietet aktuelle Informationen in mehreren Sprachen zu Themen wie Sprache, Bildung, Arbeit, Gesundheit, Freizeit und dem Leben im Kreisgebiet. Die hohe Zahl an Zugriffen zeigt, dass das Angebot von vielen Menschen regelmäßig genutzt wird und einen wichtigen Beitrag zu Orientierung, Information und gesellschaftlicher Teilhabe leistet.
Wie werden die Zugriffe gezählt?
Die Integreat-App kann sowohl über einen Internetbrowser am PC oder Laptop als auch über die Smartphone-App genutzt werden. Bei der Nutzung im Browser wird jeder einzelne Seitenaufruf erfasst. In der Smartphone-App wird dagegen lediglich das Öffnen der App gezählt. Das bedeutet: Egal, wie viele Inhalte innerhalb der App angesehen werden, bis zum Schließen der Anwendung wird nur ein Zugriff registriert.
Die tatsächliche Nutzung der Integreat-App liegt daher deutlich über den gemessenen Zahlen. Besonders die Nutzung über Smartphones wird statistisch nur teilweise sichtbar.
Nutzungskurve im Mai 2026:
- Schwarze Linie: Aufrufe insgesamt
- Rote Linie: Aufrufe über den Browser
- Blaue Linie: Nutzung über das Smartphone
Die Aufrufzahlen der App unterscheiden sich im Wochenverlauf. Einfluss darauf haben unserer Erfahrung nach verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel versendete Push-Nachrichten, wichtige Ereignisse im Kontext von Migration und Integration (zum Beispiel die Ausgabe der Bezahlkarte) oder auch Urlaubszeiten und Feiertage.
Warum wird die Nutzung über Smartphones nur eingeschränkt erfasst?
Die Inhalte der App werden beim Öffnen auf das Smartphone geladen und aktualisiert. Dadurch können die meisten Funktionen auch ohne aktive Internetverbindung genutzt werden. Dieses technische Konzept bietet nicht nur einen praktischen Vorteil, sondern stärkt auch den Datenschutz. Die Integreat-App verzichtet bewusst auf eine umfassende Erfassung des Nutzungsverhaltens. Für viele Menschen – insbesondere für Geflüchtete, die in ihren Herkunftsländern möglicherweise negative Erfahrungen mit staatlicher Überwachung gemacht haben – ist die Gewissheit wichtig, Informationen anonym nutzen zu können.
Die App schafft damit einen geschützten Raum, um sich über neue Themen zu informieren, ohne persönliche Daten preisgeben zu müssen. Hier geht es zur Integreat-App des Kreises Schleswig-Flensburg.
Termine der Einbürgerungsfeiern werden zusammengelegt
Im letzten Jahr war die Einbürgerungsfeier im Kreis Schleswig-Flensburg ein großer Erfolg. Der Bürgersaal war buchstäblich bis auf den letzten Platz gefüllt und die Beteiligten erlebten die Feier als würdevollen Abschluss ihres Weges hin zur deutschen Staatsbürgerschaft. In diesem Jahr bot das Migrationsmanagement zwei Termine an. Im Juni sollte es eine Feier im "Arten Eden" Eggebek geben und für den Dezember ist erneut der Bürgersaal im Kreishaus gebucht. Leider musste nun die Feier in Eggebek storniert werden. Es gab schlicht zu weing Anmeldungen. Der Termin im Dezember soll aber wie geplant stattfinden.
Koordinierungsstelle für Integration beim Frie:Da-Festival in Friedrichsberg vertreten
Drei Tage voller Begegnung, Austausch und Vielfalt: Die Koordinierungsstelle für Integration des Kreises Schleswig-Flensburg war beim Frie:Da-Straßenkulturfestival in Schleswig-Friedrichsberg mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Das Festival brachte vom 21. bis 23. Mai zahlreiche Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus zusammen und setzte ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Dialog.
An unserem Stand informierten wir Besucher*innen über die Angebote und Projekte der Koordinierungsstelle für Integration. Im Mittelpunkt standen die Integreat-App als digitale Informationsplattform für Zugewanderte, das Sprachförderangebot „Sprache verbindet“ sowie verschiedene Fördermöglichkeiten für Projekte und Ideen im Bereich Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Besonders wertvoll waren die vielen Gespräche mit Interessierten, Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern sowie Engagierten aus der Region. Der direkte Austausch zeigte erneut, wie wichtig niedrigschwellige Informationsangebote und persönliche Begegnungen für gelingende Integration sind.
Darüber hinaus beteiligte sich die Koordinierungsstelle für Integration an einer Podiumsdiskussion, die anlässlich der Ausstellung „Ich. Bin. Ein. Mensch.“ der Flensburger Filmschaffenden Iris Meschke abgehalten wurde.
Wir freuen uns, Teil dieses besonderen Festivals gewesen zu sein und bedanken uns bei allen Besucher*innen für die interessanten Gespräche und den gemeinsamen Austausch. Gemeinsam gestalten wir eine offene und vielfältige Gesellschaft.
Interne Fortbildung zu STAFF.SH, EOK.SH und dem Deutschkurs-Kompass
Am 9. Juni 2026 nahm das Team des Fachdienstes Migrationsmanagement an einer internen Fortbildung der vhs SH Projekt-gGmbH teil. Vorgestellt wurden die Projekte STAFF.SH, EOK.SH sowie der Deutschkurs-Kompass, die wichtige Bausteine der sprachlichen Erstorientierung für Zugewanderte in Schleswig-Holstein darstellen. Die Angebote richten sich insbesondere an Menschen, die (noch) keinen Zugang zu einem Integrationskurs haben und unterstützen sie beim Erwerb erster Deutschkenntnisse sowie bei der Orientierung im Alltag.
(v.l.n.r.: Jan Jankowski (Kreis Schleswig-Flensburg), Janne Beeker (VHS), Berit Schlachta (VHS))
Der Vortrag war praxisnah, informativ und bot viele hilfreiche Hinweise für die Beratungsarbeit. Besonders interessant war die Vorstellung des Deutschkurs-Kompasses mit seinem Deutschkursfinder. Darüber können sowohl Fachkräfte als auch Zugewanderte selbst nach passenden Sprachkursangeboten suchen, Kursbedarfe melden und Beratung erhalten. Wichtig zu wissen: Interessierte müssen nicht den Umweg über eine Beratungsstelle gehen, sondern können sich direkt an den Deutschkurs-Kompass wenden und Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Deutschkurs erhalten.