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Allgemeines aus dem Kreis

Bilanz des Männergesundheitstags | Human Library im Rahmen der Interkulturellen Woche | 

„Vielfalt leben – Wissen teilen | Online-Impulse Integrationsarbeit“

Der Männergesundheitstag 2026 in Schleswig: Ein Tag, der zum Nachdenken anregt

Am Samstag, den 29. August 2026, sollte im Ankerplatz in Schleswig der erste Gesundheitstag für Männer mit Flucht- und/oder Migrationsgeschichte in unserer Region unter dem Motto „Move Your Body – Clear Your Mind“ stattfinden. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von den KIT(Z)-Stellen aus Schleswig-Flensburg und Flensburg organisiert. Geplant war ein kostenfreier Tag nur für Männer mit Bewegung, Tanz, Gesprächen und praktischen Informationen rund um die Gesundheit.

Auf dem Programm standen unter anderem Themen wie der Umgang mit Stress, Ernährung und Nahrungsergänzung. Außerdem sollte gemeinsam getanzt werden – ganz ohne Vorkenntnisse oder besondere sportliche Fähigkeiten. Zum Abschluss waren Essen und Getränke sowie ein offener Austausch geplant.

Das Interesse im Vorfeld schien zunächst vorhanden zu sein: Rund 15 Männer (und eine Frau) hatten sich für den Tag angemeldet. Zum Start der Veranstaltung erschien jedoch leider nur ein einziger Teilnehmer. Unter diesen Bedingungen konnte das geplante Programm nicht wie vorgesehen stattfinden, sodass der Männergesundheitstag abgesagt werden musste. Natürlich war dies sehr schade, jedoch war uns als Projektbeteiligten schon vorher klar, dass es sich um ein Pilotprojekt handelte und Pilotprojekte scheitern können.

Der Teilnehmer wurde übrigens nicht einfach wieder nach Hause geschickt, sondern erhielt eine Einzelberatung und einen Folgetermin.

Was können wir daraus lernen?

Zunächst wurde bereits während der Werbephase klar, dass die Idee, man könne abstrakt über Gesundheitsthemen sprechen, nicht wirklich bei der Zielgruppe ankam. Vielmehr fragten uns viele der Angesprochenen, ob es dort Arztsprechstunden oder Behandlungen bei der Veranstaltung gäbe. Und auch die Person, die am Veranstaltungstag anwesend war, hatte auf eine ärztliche Sprechstunde gehofft.

Auch wenn die Veranstaltung nicht stattfinden konnte, ist die Erfahrung für unsere weitere Arbeit wichtig. Die Zahl der Anmeldungen zeigt, dass grundsätzlich Interesse an einem Angebot für Männer vorhanden sein kann.

Gleichzeitig zeigt die geringe tatsächliche Teilnahme, dass klassische Veranstaltungsformate offenbar nicht alle Männer erreichen – oder dass es noch andere Gründe gibt, warum Männer am Veranstaltungstag nicht teilnehmen. Einer dieser Gründe könnte sein, dass Koordinierungsstellen nicht nah genug an die Menschen herankommen, um glaubhaft Werbung für eine derartige Veranstaltung zu machen.

Deshalb möchten wir die Erfahrung zum Anlass nehmen, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen:

Wie können wir Männer besser für das Thema Gesundheit begeistern? Vielleicht braucht es andere Themen, andere Orte oder eine andere Ansprache. Vielleicht funktioniert Gesundheit besser, wenn sie nicht im Mittelpunkt steht, sondern mit anderen Interessen verbunden wird – zum Beispiel mit Sport, Kochen, Handwerk, Technik, Musik, Fußball oder gemeinsamen Aktivitäten.

Wir möchten deshalb ausdrücklich dazu einladen, Ideen und Erfahrungen mit uns zu teilen.

Machen Sie mit bei unserer Online-Umfrage:

https://survey.lamapoll.de/Umfrage-zum-M-nnergesundheitstag 

QR-Code Männergesundheitstag


Wir freuen uns über jede Idee – auch ungewöhnliche Vorschläge. Denn vielleicht braucht es keinen klassischen Männergesundheitstag, sondern ein ganz anderes Format, bei dem Gesundheit ganz nebenbei zum Thema wird.

Vielen Dank an den Verein "Tanzen an der Schlei"

Ein besonderer Dank geht an den Tanzen an der Schlei e.V. , der uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und bei der kurzfristigen Absage sehr verständnisvoll reagiert hat. Wir wissen die Unterstützung und die unkomplizierte Zusammenarbeit sehr zu schätzen.

Der ausgefallene Männergesundheitstag war damit nicht umsonst: Er hat uns eine wichtige Frage mitgegeben – wie erreichen wir Männer mit Angeboten rund um Gesundheit wirklich? Genau darauf möchten wir gemeinsam Antworten finden.


Interkulturelle Woche im Kreis Schleswig-Flensburg

Weil Demokratie Vielfalt braucht! – ist das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche. Seit Mitte September finden verschiedene Veranstaltungen im Kreis Schleswig-Flensburg statt. So gefüllt und abwechslungsreich war das Programm lange nicht. Ein großer Dank an die vielen Engagierten, die sich für Demokratie, Solidarität und Vielfalt einsetzen. Die verschiedenen Veranstaltungen finden Sie auf dem entsprechenden Flyer oder in der IntegGreat-App.

Auch die Koordinierungsstelle für Integration ist mit einer Veranstaltung dabei. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadt Schleswig aus dem Sachgebiet Integration und Teilhabe und der Volkshochschule Schleswig laden wir am 29. September von 18:00 bis 20:00 Uhr in die VHS in Schleswig zur Human Library. Was verbirgt sich hinter diesem ungewöhnlichen Namen?

Hier werden Menschen zu lebendigen Büchern und eine Bücherei zu einem geschützten Raum für offene Gespräche. Ganz nach dem Motto: Leihe dir deine*n Gesprächspartner*in aus. Frage, was du schon immer fragen wolltest. Über das Ankommen in Deutschland, Kultur, Sitten und Gebräuche aus verschiedenen Ländern. Über Lebenswege und Entscheidungen. Wie es ist, fernab der Heimat neue Wurzeln zu schlagen und was es braucht, damit du und ich uns hier zusammen wohlfühlen.

Wir haben interessante Gesprächspartner*innen gewinnen können, die uns teilhaben lassen, an ihrer Biografie. Die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Wir freuen uns auf einen spannenden gemeinsamen Abend.


„Vielfalt leben – Wissen teilen | Online-Impulse Integrationsarbeit“

Im Rahmen der KIT(Z)-online-Reihe „Vielfalt leben – Wissen teilen | Online-Impulse Integrationsarbeit“ laden die KITZ-Stelle des Kreises Schleswig-Flensburg und die KIT-Stelle der Stadt Schleswig zu einem Online-Vortrag mit Barbara Abdallah-Steinkopff (Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin) ein.

Thema: „Kultursensibel Beraten mit StandardPLUS – ein migrationsspezifischer Beratungsansatz“

Termin: Montag, 5. Oktober 2026, 10 - 12 Uhr

Was bedeutet professionelle Beratung, wenn unterschiedliche kulturelle und biografische Erfahrungen, Lebenswelten und Vorstellungen von Krankheit und Heilung aufeinandertreffen? StandardPLUS erweitert den Blick über fachliche Standards hinaus und bezieht auch die Lebensbedingungen und gesellschaftlichen Herausforderungen von Schutzsuchenden und Eingewanderten in Deutschland ein. Im Vortrag geht es darum, wie unterschiedliche Deutungsmuster erkannt, Missverständnisse vermieden und Diversität professionell berücksichtigt werden kann. Eine kultur- und kontextsensible Haltung unterstützt Beratende dabei, vorschnelle Zuschreibungen zu vermeiden und Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation angemessen zu verstehen und zu begleiten.

Die Referentin Frau Barbara Abdallah-Steinkopff ist Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Ergotherapeutin. Viele Jahre arbeitete sie bei Refugio München – einem Beratungs- und Behandlungszentrum für traumatisierte Geflüchtete und Folteropfer. Aktuell ist sie als selbstständige Referentin tätig.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 1. Oktober 2026

Anmeldelink: https://eveeno.com/kit-onlinereihe-4 

Den Einwahllink zum zoom-meeting erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.

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