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Beratung und Unterstützung

Workshop mit den Familienzentren | Informationsbroschüre für Syrerinnen und Syrer | MOSAIK - Austausch, Vernetzung und Stärkung

Workshop: Armutssensibilisierung, Klassismus und Migration in Familienzentren im Kreis Schleswig-Flensburg

Familienzentren sind wichtige Anlaufstellen für Familien – besonders für junge Eltern mit kleinen Kindern. Hier gibt es kostenlose Angebote wie Krabbelgruppen, Spielplatztreffs, Deutschkurse für Mütter oder Hebammen-Frühstücks. Die Koordinator*innen der Familienzentren beraten zu allen Fragen rund ums Kind und vermitteln bei Bedarf an weitere Hilfsangebote.

Doch wie erreichen wir Familien, die Unterstützung brauchen? Wer wird bisher nicht erreicht? Und sind die Familienzentren wirklich für alle zugänglich?

Barrieren erkennen – nicht nur die sichtbaren

Oft denken wir bei Barrieren an rollstuhlgerechte Eingänge. Doch es gibt auch soziale Barrieren, die Familien davon abhalten, Angebote zu nutzen – obwohl sie diese dringend bräuchten. Genau damit hat sich ein aktueller Workshop beschäftigt: mit Armut, Klassismus und Migration.

Was ist Klassismus?

Klassismus bedeutet, dass Menschen wegen ihrer Armut oder Herkunft aus einkommensschwachen Verhältnissen benachteiligt werden – etwa bei der Wohnungssuche, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Es geht dabei nicht um Einzelne, sondern um ein strukturelles Problem. Oft überschneidet sich Klassismus mit anderen Diskriminierungsformen wie Rassismus, Sexismus oder Ableismus. Besonders betroffen sind zum Beispiel Frauen mit Migrationsgeschichte aus armutsbetroffenen Familien. Fachleute sprechen hier von Intersektionalität – also der Überschneidung mehrerer Diskriminierungserfahrungen.

Was bedeutet das für die Familienzentren?

Familienzentren möchten vor allem Familien unterstützen, die wenig eigene Ressourcen haben. Dafür müssen zwei Dinge gelingen: Die Familien müssen von den Angeboten wissen. Und sie müssen sich dort wohlfühlen.

Im Workshop ging es daher um die Frage: Welche Barrieren gibt es in unserer Arbeit? Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Familienzentren wurden konkrete Details unter die Lupe genommen:

  • Wie sieht der Eingangsbereich aus?
  • Was steht auf dem Frühstückstisch?
  • Welche Kleidung tragen wir?

Warum ist das wichtig?

Armutssensibilität zeigt sich nicht nur im Verhalten, sondern auch in Räumlichkeiten und Angeboten. Wer etwa Perlenohrringe trägt, kann auf Menschen, die Second-Hand-Kleidung tragen müssen, abschreckend wirken. Und wenn auf dem Tisch nur selbstgemachte Aufstriche stehen, fühlen sich vielleicht Familien, die im Discounter einkaufen, abgewertet.

Familienzentren möchten Orte sein, an denen sich alle willkommen fühlen – unabhängig von Herkunft oder finanzieller Situation. Die Zusammenarbeit zwischen der Koordinierungsstelle für Integration und der Koordination der Familienzentren hat deutlich gemacht, wie vielschichtig Integration, Armutsbekämpfung und Bildungsangebote für alle sind.

Vielen Dank für den gemeinsamen Workshop.

Mehr Informationen über die Familienzentren im Kreis Schleswig-Flensburg finden Sie auf der Homepage des Kreises

Wenn Sie mit Ihrer Institution, Initiative oder Ihrem Verein ebenfalls Interesse haben, an einem gemeinsamen Workshop zu Themen rund um Migration, Antirassismus oder ähnliche Anliegen, kommen Sie gerne auf uns zu. Ganz einfach per Mail an koordinierungsstelle-kitz@schleswig-flensburg.de.


Informationsbroschüre für Syrerinnen und Syrer

Immer wieder hören und lesen wir Informationen und Aussagen zur politischen Lage in Syrien. Nicht alle Informationen können wir sofort kontrollieren und verifizieren. Manche Aussagen dienen dem Zweck Unsicherheit und Angst zu verbreiten. Syrerinnen und Syrer in Schleswig-Holstein sind beunruhigt. Sie fragen sich, wie sie dauerhaft in Schleswig-Holstein und Deutschland bleiben können. Und wie sie eine Aufenthaltserlaubnis unabhängig von der Lage in Syrien erhalten können.  Besonders in diesen Zeiten brauchen wir verlässliche Quellen, die dabei unterstützen die rechtliche Situation besser zu verstehen.

Aus diesem Grund hat eine Gemeinschaft von Herausgebenden (Arbeiterwohlfahrt Landesverband Schleswig-Holstein e.V., Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., Landesbeauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen Schleswig-Holstein, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein, Syrische Gemeinde Schleswig-Holstein e.V.) eine Broschüre entwickelt, die Syrerinnen und Syrern einige dieser Fragen beantworten kann. Die unterschiedlichen Aufenthaltsstatus werden erklärt. Es wird erklärt, ob bei einer Veränderung der Lage in Syrien ein Widerruf erfolgen kann. Und es wird erklärt, was bereits im Vorhinein oder im Anschluss an einen Widerruf getan werden kann. Zudem wird aufgezeigt, wo sie sich bei Fragen beraten lassen können.

Die Broschüre ist in den Sprachen Deutsch, Kurdisch und Arabisch geschrieben.

Die Broschüre kann auf der Homepage des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein heruntergeladen werden.


MOSAIK - Austausch, Vernetzung und Stärkung

MOSAIK ist ein im August 2026 gestartetes Projekt des Frauennetzwerks zur Arbeitssituation e.V. in Flensburg, das ein internationales Netzwerk für Frauen sowie Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender Personen aufbaut.

MOSAIK wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des MaTZ-Programms.

Es richtet sich an Frauen* und FLINTA*, die aus Flensburg und Umgebung (also auch aus dem Kreis Schleswig-Flensburg) kommen und Anschluss suchen. Offene Begegnungsräume laden zum Kennenlernen, Austauschen und gegenseitigen Stärken ein. In verschiedenen Veranstaltungen werden Kontakte geknüpft, Netzwerke gebildet und Informationen ausgetauscht. Hierbei spielt es keine Rolle, aus welchem Land die Personen kommen, wie lange sie schon in Flensburg leben oder wie gut sie Deutsch sprechen.

Alles unter dem Motto: Alle bringen etwas mit. Und alle können etwas mitnehmen.

Die Angebote sind offen, ohne Anmeldung und immer kostenfrei – einfach zu den Veranstaltungszeiten vorbeikommen.

Folgende Veranstaltungsformate und regelmäßige Termine sind aktuell geplant:

Meet & Talk

Kaffee, Tee, Gespräch, Austausch auf einfachem Deutsch. Kein Programm, kein Druck. Einfach ankommen.

Dienstags, ab 11:30 Uhr

blaues kaninchen, Südermarkt 17, Flensburg

Kompetenztauschbörse

Was kann ich? Was brauche ich? Was möchte ich anbieten? Gemeinsam entdecken, was in uns steckt. Einmal im Monat findet ein Austausch dazu statt, welche Fähigkeiten jede Teilnehmerin mitbringt und wie gegenseitige Unterstützung umgesetzt werden kann. 

Letzter Dienstag im Monat, 12.30 Uhr bis 13:30 Uhr

blaues kaninchen, Südermarkt 17, Flensburg

Verbindung vor Ort

Jeden Monat stellt sich eine andere Flensburger Anlaufstelle vor: Beratung, Gleichstellung, Gesundheit, Familie, Freizeitangebote. Damit alle wissen, was unsere Stadt zu bieten hat.

Einmal im Monat, wechselnde Orte und Termine.

Im September: 21.09.2026, 10:00 bis 11:30 Uhr Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. Schiffbrücke 45, 24939 Flensburg

MOSAIK Themen-Treffen

Themen, die alle betreffen: Von Care-Arbeit, Mutterschaft und Rollenbilder; über Identität, Beziehungen und Gesundheit, bis hin zu Aktivismus und Politik. 

Donnerstags, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V., Südermarkt 1 (Haus 2), Flensburg

Im September: 24.09. "Mein Körper, meine Entscheidung" - Du entscheidest selbst, was mit deinem Körper passiert

Aktuelle Termine, Übersichten und Themen werden auf der Homepage des Frauennetzwerks veröffentlich. Auf der Homepage sind ebenfalls die Kontaktdaten von der Projektverantwortlichen Imke Langmann zu finden.



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