UNESCO-Welterbe Haithabu-Danewerk: Archäologischer Park in Dannewerk feierlich teileröffnet
Nach mehrjähriger Planungs- und Bauphase haben Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke und Landrat Dr. Wolfgang Buschmann den neugestalteten Archäologischen Park am UNESCO-Welterbe Haithabu-Danewerk in Dannewerk feierlich teileröffnet. Pünktlich zum Beginn der Herbstferien können Besucher*innen jetzt die neuen Wege rund um die Waldemarsmauer und die Schanze 14 erkunden.
Eine neue Brücke aus Cortenstahl verbindet den Rundweg um die Schanze 14 mit dem Hauptweg zur Waldemarsmauer und eröffnet zugleich neue Perspektiven auf die historische Wallanlage. Mit der Teileröffnung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Neugestaltung des Archäologischen Parks erreicht. Abgeschlossen sind die Arbeiten jedoch noch nicht: Weitere zentrale Elemente, darunter eine Aussichtsplattform über der Waldemarsmauer und die „Fenster in die Vergangenheit“, folgen in den Herbst- und Wintermonaten.
Das Danewerk als Kulturdenkmal und Ort der Begegnung
In ihren Grußworten beleuchteten Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke, Gitte Hougaard-Werner, Vorständin des Sydslesvigsk Forening, Kerstin Gleser, Leiterin des Landesamtes für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung, sowie Dr. Ingo Lütjens, stellvertretender Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein, die vielfältige Bedeutung des Danewerks als Kulturdenkmal. Zugleich brachten ihre Beiträge die enge Verbundenheit mit dem Projekt und dem UNESCO-Welterbe zum Ausdruck – in der Region ebenso wie darüber hinaus. Ein gemeinsamer Dank galt dem Projektteam um Astrid Hummel, dessen Engagement die Teileröffnung ermöglicht hat.
„Mit der heutigen Teileröffnung wird das Danewerk ein Stück mehr erlebbar. Die neue Brücke steht dabei sinnbildlich für das, was aus Geschichte erwachsen kann: Aus einem Ort der Grenze ist ein Ort der Begegnung geworden. Wo früher Grenzen trennten, schaffen wir heute neue Wege und Verbindungen. Auch wenn einzelne Elemente noch fertiggestellt werden, können Besucherinnen und Besucher den Park bereits jetzt auf neuen Wegen entdecken“, freute sich Landrat Dr. Wolfgang Buschmann über die weitere bauliche Erschließung der 1.500 Jahre alten Wallanlage.
Dem schloss sich Bildungsministerin Dr. Dorit Stehnke an: „Einst war das Danewerk eine Grenzbefestigung, heute steht es gemeinsam mit Haithabu für Begegnung, Austausch und die Freundschaft zwischen Deutschland und Dänemark. Der neugestaltete Park zeigt, wie wir unser UNESCO-Welterbe bewahren und zugleich für kommende Generationen zugänglich machen können.“
Mehr Aufenthaltsqualität für Einheimische und Gäste
Im Anschluss an die Teileröffnungszeremonie nutzten zahlreiche geladene Gäste die Gelegenheit, den neugestalteten Park bei einer geführten Begehung kennenzulernen und sich selbst ein Bild von den baulichen Ergänzungen zu machen. Diese verbessern die Aufenthaltsqualität und machen das historische Gelände für Tourist*innen sowie für Einheimische noch attraktiver. Davon zeugte auch die öffentliche Führung für Besucher*innen aus den umliegenden Gemeinden mit rund 100 Teilnehmer*innen.
Auch Ingo Masuhr, Bürgermeister der Gemeinde Dannewerk, begrüßt die Entwicklung: „Der neu gestaltete Park ist ein wichtiger Baustein für die weitere touristische und kulturelle Entwicklung unserer Gemeinde. Er ergänzt die bereits vorhandenen Angebote und trägt dazu bei, die besonderen historischen Zeugnisse rund um Dannewerk für Einheimische und Gäste noch besser zugänglich und erlebbar zu machen.“
Weitere Bauarbeiten stehen bevor
Auch in den kommenden Monaten wird rund um das UNESCO-Welterbe weitergebaut. Am Danevirke-Museum beginnt die entscheidende Phase der Bauarbeiten. Gleichzeitig schreitet die Neugestaltung des Archäologischen Parks weiter voran. Mit der geplanten Aussichtsplattform und den „Fenstern in die Vergangenheit“ werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, die Geschichte des Danewerks vor Ort zu entdecken.
Freuen sich über die Teileröffnung: Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Ralf Feddersen (Amtsdirektor Haddeby), Julian Weyer (C.F. Møller Architects), Kerstin Gleser (Leiterin des Landesamtes für Landwirtschaft und nachhaltige Landentwicklung), Carsten Hagge (stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Dannewerk), Gitte Hougaard-Werner (Vorständin des Sydslesvigsk Forening), Dr. Ingo Lütjens (stellvertretender Leiter des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein) sowie Bildungsministerin Dr. Dorit Stenke (v. l. n. r.).