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Kreis Schleswig-Flensburg

Arbeit und Beruf

Nach Ihren ersten Schritten in Deutschland wird ein weiteres Thema für Sie sehr interessant und wichtig sein. Neben dem Spracherwerb möchten Sie sich über Ihren beruflichen Weg weitgehend erkundigen. Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Thema Arbeit und Beruf.

Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge

Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge hängt von ihrem Status und Aufenthaltsdauer ab.

Für Asylbewerber (ein Antrag auf Asyl wurde gestellt) und Geduldete (der Antrag auf Asyl wurde abgelehnt) besteht in den ersten drei Monaten des Aufenthalts ein Arbeitsverbot.

Ab dem vierten Monat kann die Ausländerbehörde auf Antrag eine Beschäftigungserlaubnis für eine konkrete Beschäftigung erteilen (Prüfung der Arbeitsbedingungen).

Asylbewerbern und Geduldeten aus sicheren Herkunftsstaaten (zurzeit Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Nord-Mazedonien, Montenegro, Senegal, Serbien) ist es während des gesamten Aufenthalts als Asylbewerber oder Geduldeter nicht erlaubt, zu arbeiten, wenn der Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde.

Hospitationen in Betrieben sind möglich, bedürfen der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit und der Erlaubnis der Ausländerbehörde.

Für Praktika zur Berufsorientierung und ausbildungsbegleitende Praktika ist eine Abstimmung mit der Ausländerbehörde erforderlich.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit informiert über die Bedingungen der Arbeits- und Praktikumsaufnahme in Deutschland. Weiterhin erteilt sie in bestimmten Fällen eine Zustimmung bzw. Ablehnung. Weitere Informationen finden Sie auf www.zav.de.

Wenn Sie als Flüchtling, Asylberechtigter oder subsidiär Schutzberechtigter anerkannt wurden, erhalten Sie den uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, somit haben Sie gleiche Rechte wie ein anderer deutscher Bürger.

Hier finden Sie den Antrag auf Arbeitserlaubnis. Diesen reichen Sie bei Ihrer Ausländerbehörde ein. Weitere Informationen zum Zugang in den Arbeitsmarkt vom Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge finden Sie in der Informationsübersicht (2. Link).

Dokumente

Ausbildung und Ausbildungsduldung

Ausbildung

Während einer Ausbildung erlernt man einen Beruf. Nach einem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung bekommt man eine Eintrittskarte in die Arbeitswelt.

Man unterscheidet zwischen der dualen und schulischen Ausbildung.

Die duale Ausbildung, auch betriebliche Ausbildung genannt, besteht aus zwei Teilen:

  • In der Berufsschule lernt man die Theorie.
  • Im Betrieb/in der Firma lernt man die praktische Arbeit.

Das erlernte Wissen aus der Schule kann man direkt im Betrieb/in der Firma anwenden.

Manche Berufe erlernt man nur in einer Schule. Diese Ausbildung heißt schulische Ausbildung (z. B. Gesundheits- und Krankenpflegerin oder -pfleger, Altenpflegerin oder -pfleger, Physiotherapeutin oder -therapeut, Erzieherin oder Erzieher). Zu der schulischen Ausbildung gehören Praktika in verschiedenen Betrieben oder Institutionen.

Duale Ausbildung einfach erklärt: Erklärfilm der Industrie- und Handelskammer

Duale Ausbildung einfach erklärt: Erklärfilm der Industrie- und Handelskammer (auf Arabisch)

Die duale Ausbildung: Erklärfilm der Industrie- und Handelskammer (auf Farsi)

Alle wichtigen Informationen um das Thema Ausbildung finden Sie im folgenden PDF-Link:

Ausbildungsduldung (§ 60a AufenthG)

Wenn man eine Ausbildung macht, kann man eine Ausbildungsduldung bekommen. Die Duldung kann man auch bekommen, wenn der Asylantrag abgelehnt wurde.

Für die Ausbildungsduldung muss die Ausbildung mindestens 2 Jahre dauern. Sie kann in der Schule stattfinden (zum Beispiel Altenpfleger) oder im Betrieb.

Es gibt viele Besonderheiten für die Erteilung einer Ausbildungsduldung. Unterstützung geben die Migrationsberatungsstellen und die Willkommenslotsen.

Ausbildungsduldung einfach erklärt: Erklärfilm vom Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Weitere Informationen finden Sie in folgender Übersicht:

Möchten Sie eine Ausbildung absolvieren, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Stellen, die unter Berufsberatung und Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung genannt sind.

Berufsberatung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung

Für Asylsuchende sind die Berufs- und Vermittlungsberatungen der Agentur für Arbeit zuständig. Auch während der Wartefrist/ des Arbeitsverbots (innerhalb der ersten drei Monate bei einer Duldung und Aufenthaltsgestattung) besteht ein Anspruch auf Beratung. Um mögliche Leistungen und Unterstützung bei der Integration auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten, sollen sich Menschen mit Aufenthaltsgestattung/Duldung frühzeitig bei der für sie zuständigen Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden.

Für anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte, die ins SGB II wechseln, sind dann die Jobcenter für die Vermittlung und Beratung zuständig.

Einen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, ist nicht immer einfach.  

Man muss selbst aktiv werden, sich weitgehend informieren und viele Beratungsstellen aufsuchen.

Eine davon ist das BIZ der Agentur für Arbeit. Dort erhalten Sie passende Informationen zu verschiedenen Berufen und den damit verbundenen Qualifikationen. Darüber hinaus können Sie einen persönlichen Beratungstermin mit einem Arbeitsvermittler kurzfristig vereinbaren.

Welche Agentur für Arbeit in Ihrer Region für Sie zuständig ist, finden Sie auf der Seite der Agentur www.arbeitsagentur.de

unter Menüpunkt: Kontakt/ Anschriften der Agenturen vor Ort.

Weiterhin werden oft an weiterbildenden Schulen Berufsberatungen für Schüler angeboten. Berufserprobungen in den Betrieben sind ebenfalls über die Pflicht- sowie freiwillige Praktika möglich. Erkundigen Sie sich bitte an der jeweiligen Schule, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

Im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es ein weiteres Beratungs- und Unterstützungsangebot für Geflüchtete vom Projekt "Alle an Bord".

Je nach Bedarf bietet das Projekt Unterstützung an:

- bei der Aufnahme von Praktika, schulischer und dualer Ausbildung, Arbeit und Studium - bei der Kompetenzerfassung bzw. Vermittlung in Beratung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse und zu Sprachkurs- und Weiterbildungsangeboten

- bei der beruflichen Orientierung, Bewerbungstraning und Coaching.

Weitere Informationen zum Beratungsangebot finden Sie auf der Seite des Projektes Alle an Bord.

  1. Herr Marcus Murchau

    Fachdienst Migrationsmanagement
    Projekt Alle an Bord

    Flensburger Str 7
    24837 Schleswig

  2. Frau Bente Bodi-Rattel

    Flensburg und Umgebung
    bequa Flensburg

    Schiffbrücke 50
    (1.OG)
    24939 Flensburg

  3. Frau Lily David

    Flensburg und Umgebung
    bequa Flensburg

    Schiffbrücke 50
    (1.OG)
    24939 Flensburg



Arbeitssuche

Sie können sowohl in der örtlichen Presse als auch im Internet nach aktuellen Arbeitsangeboten suchen.

Es gibt viele Jobportale, die Ihnen bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit mit entsprechenden Qualifikationen helfen können, unter anderem die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Sie können sich dort anmelden und Ihr Profil selbst gestalten. Diese detaillierten Informationen über Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten können zum Beispiel für einen Arbeitgeber sehr attraktiv sein. Je umfangreicher Ihr Profil, desto mehr Chancen haben Sie auf eine Einstellung.

In den regionalen Zeitungen werden weitere Arbeitsstellen, meistens mittwochs und samstags, veröffentlicht.


Bewerben

Es gibt verschiedene Arten der Bewerbungen, die in Deutschland praktiziert werden. Eine erfolgreiche Bewerbung führt in der Regel zu einer Einstellung, ist somit von enormer Bedeutung. Man kann sich persönlich, telefonisch, online, schriftlich oder per E-Mail bei einem Arbeitgeber bewerben. In der Stellenanzeige ist in der Regel angegeben, welche Bewerbung erwünscht wird. Meistens werden von den Bewerbern schriftliche Bewerbungsunterlagen mit einem Anschreiben, einem Lebenslauf (meist mit Foto und Unterschrift), Zeugnissen und Arbeitsnachweisen angefordert. Oft werden die Unterlagen per Online Bewerbungsportale hochgeladen. Die Bewerbungen werden in der Regel in deutscher Sprache verlangt. Manchmal ist eine Bewerbung auch in einer anderen Sprache möglich.

Die Unterlagen sind oft für eine erfolgreiche Bewerbung entscheidend. Somit sollten Sie sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen und gute Tipps einholen. Diverse Bewerbungstrainingsangebote werden oft kostenfrei unter anderem von der Agentur für Arbeit durchgeführt. Man kann sich ebenfalls im Internet ausführlich informieren und Standardbeispiele anschauen. Ihre Unterlagen sollten jedoch individuell erstellt werden, damit Sie als Bewerber dem Arbeitgeber sofort positiv auffallen.

Dokumente

Anerkennung von ausländischen Abschlüssen

Ein Schulabschluss, Berufsabschluss oder Hochschulstudium aus dem Ausland muss erst von einer zuständigen Stelle in Deutschland überprüft werden, bevor eine schriftliche Anerkennung erfolgt. Mit der Anerkennung haben Sie bessere Chancen in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Fachkräfte von „übermorgen“ werden händeringend gesucht.

Ob Sie eine Anerkennung benötigen, wenn Sie in Ihrem erlernten Beruf arbeiten möchten, erfahren Sie auf der Internetseite www.anerkennung-in-deutschland.de. Dort erhalten Sie auch Informationen dazu, welche Stellen für Ihren Beruf zuständig sind oder wo Sie eine weitergehende Beratung erhalten können. Für Ihre Fragen steht Ihnen außerdem die Telefon-Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung (Telefonnummer: 030 1815 -1111).

Viele Berufe – die sogenannten nicht reglementierten Berufe – können Sie auch ohne eine formelle Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation ausüben. Für den potenziellen Arbeitgeber ist es auch in diesem Fall sinnvoll, eine Anerkennung durchzuführen, um die vorhandenen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Bewerbers zu ermitteln.

Wichtige Schritte im Anerkennungsverfahren:

  • Eine Beratungsstelle wird vor Ort aufgesucht.
  • Ein Antrag auf Anerkennung wird über eine Beratungsstelle gestellt.

Folgende Unterlagen müssen vorliegen:

  • beglaubigte Kopien der Abschlüsse
  • eine Übersetzung durch einen beeidigten Übersetzer in Deutschland (siehe Datenbank der beeidigten Übersetzer auf dem Justizportal des Bundes und der Länder www.justiz-dolmetscher.de) oder eine Übersetzung durch einen im Ausland anerkannten Übersetzer.

Eine Beglaubigung Ihrer Dokumente erhalten Sie oft in Einwohnermeldeämtern oder bei kirchlichen Institutionen.

Erstellung der Beglaubigung sowie Anfertigung der Übersetzungen sind kostenpflichtig. Für das Anerkennungsverfahren fallen ebenfalls Kosten an. In bestimmten Fällen können die Kosten übernommen werden.

Hier finden Sie eine Infobroschüre vom IQ-Netzwerk zum Thema "Integration durch Qualifizierung" unter anderem zur Anerkennung der Abschlüsse.

Für den Kreis Schleswig-Flensburg können Sie folgende Beratungsstellen kontaktieren:

IQ Anerkennungsberatung zu ausländischen Berufsabschlüssen in Flensburg »

Frau Majra Nissen

Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e. V.

Südermarkt 1
Haus 2 im 2. Stock
24937 Flensburg


  1. Frau Edibe Oguz

    Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e. V.

    Flensburgerstr. 7
    24837 Schleswig


Anerkennungsberatung zu ausländischen Berufsabschlüssen »

  1. Industrie- und Handelskammer zu Flensburg

    Anerkennungsberatung zu ausländischen Berufsabschlüssen

    Heinrichstraße 28–34
    24937 Flensburg


  1. Migrationsberatung Schleswig-Holstein

    Frau Silke Nissen

    Anerkennung der Berufsabschlüsse

    Flensburger Str. 7
    Zi. U1b
    24837 Schleswig


  1. Diakonisches Werk im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

    Jugendmigrationsdienst
    Anerkennung der Schulzeugnisse

    Norderdomstraße 6
    24837 Schleswig


Weitere Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen finden Sie hier: Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung

Dokumente

Berufliche Weiterbildung

Berufliche Aus- und Weiterbildung ist in Deutschland ein sehr wichtiges Thema. Neben einer abgeschlossenen Ausbildung müssen oft weitere Qualifikationen erworben und Zusatzpraktika absolviert werden. Auch im Falle einer Teilanerkennung der Abschlüsse kann berufliche Weiterbildung den Ausgleich schaffen und zu einer Vollanerkennung führen. Weiterbildungsseminare werden ebenfalls im Berufsleben stets angeboten, um die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten.

Es gibt verschiedene Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen:

  • Kurse und Seminare,
  • Umschulungsprogramme,
  • Studium (Fernstudium),
  • Onlineportale.

In Deutschland sind überwiegend die Bundesagentur für Arbeit, das hiesige Jobcenter und diverse Weiterbildungsinstitute für dieses Thema zuständig.

Das IQ-Netzwerk mit dem Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ), zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten sowie Migrationsberatungsstellen bieten ebenfalls Berufsberatung zur Weiterbildung an.

Anbei der aktuelle Flyer vom IQ-Netzwerk:

IQ Qualifizierungsberatung:

  1. Frau Edibe Oguz

    Frau Edibe Oguz

    Umwelt Technik Soziales e.V.

    Flensburger Str. 7
    24837 Schleswig

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Ab dem 1. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten. Dieses öffnet den deutschen Arbeitsmarkt für alle qualifizierten Fachkräfte aus dem Ausland, d.h. Akademiker und Personen mit Berufsausbildung.

Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern hatten bislang nur mit akademischer Ausbildung unbeschränkten Arbeitsmarktzugang. Künftig können auch Fachkräfte mit einer ausländischen beruflichen Qualifikation in allen Berufen ein Visum oder einen Aufenthaltstitel zur Beschäftigung erhalten. Es entfällt die Beschränkung auf Engpassberufe. Damit ist der deutsche Arbeitsmarkt nicht nur für Akademiker vollständig geöffnet, sondern auch für Menschen mit anerkannter Berufsausbildung.

Um langfristig in Deutschland bleiben zu können, muss einer Fachkraft ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen. Weiterhin muss die berufliche Qualifikation der Fachkraft anerkannt sein. Für Fachkräfte wird keine Vorrangprüfung durchgeführt. Diese kann jedoch bei Verschlechterung der Arbeitsmarktlage kurzfristig wiedereingeführt werden.

Weiterhin ermöglicht das neue Gesetz die Einreise für sechs Monate zur Arbeit- und Ausbildungsplatzsuche. Voraussetzung ist, dass die Fachkraft eine anerkannte Qualifikation, die notwendigen Deutschkenntnisse (min. auf dem B1 Sprachniveau) und einen gesicherten Lebensunterhalt vorweist. Während der Suche kann eine Probearbeit bis zu zehn Wochenstunden in dem späteren Beruf ausgeübt werden. Damit werden beispielsweise Praktika bei einem potenziellen Arbeitgeber möglich. Fachkräfte mit akademischer Ausbildung können wie bisher schon für sechs Monate zur Arbeitsuche einreisen. Sie dürfen künftig ebenfalls eine Probearbeit bis zu zehn Wochenstunden in dem späteren Beruf ausüben. Besondere Sprachkenntnisse müssen sie nicht vorweisen.

Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, auch auf Englisch.

Im Erklärvideo von "Make it in Germany" finden Sie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz für Deutschland einfach erklärt.

Bei Job- und Ausbildungssuche aus dem Ausland können Sie folgende Institutionen unterstützen:

Make it in Germany: Das Informationsportal der Bundesregierung für Fachkräfte aus dem Ausland


  1. Internationaler Personalservice Nord der Bundesagentur für Arbeit

Existensgründung und Selbständigkeit

Existenzgründung bedeutet Gründung eines Unternehmers (Existenz), in anderen Worten Gründung einer Selbständigkeit.

Bei einer Existenzgründung spielen Finanzen eine enorme Rolle. Eine zielführende Beratung und genaue Vorbereitung kann das finanzielle Risiko für das Unternehmen minimieren. Um die Neugründer mit guten Ideen effektiv zu unterstützen, können staatliche Fördermittel beantragt werden.

Weitere Informationen, auch in mehreren Sprachen finden Sie auf der Seite des Existenzgründungsportals des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat Informationen zu der (Schein-) Selbstständigkeit in mehreren Sprachen zusammengefasst.

Dokumente

Arbeitsrecht: Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit und Kündigung

Arbeitszeit:

Von der Schichtarbeit bis zu den Ruhepausen regelt das Arbeitszeitgesetz die Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer.

Wer eine Vollzeitstelle übernimmt, muss in Deutschland mit einer Arbeitszeit zwischen 37,5 und 40 Stunden pro Woche rechnen. Es ist auch möglich, in Teilzeit zu arbeiten. Die maximale Arbeitszeit pro Woche ist gesetzlich begrenzt, durchschnittlich auf 48 Stunden. In der Regel arbeitet man von Montag bis Freitag. Gesetzlich zulässig ist Arbeit an allen Werktagen der Woche (Montag bis Samstag) sowie Nacht- und Schichtarbeit. In vielen Bereichen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Gastronomie und in Verkehrsbetrieben, ist auch Arbeit an Sonn- und Feiertagen erlaubt.

Das Arbeitszeitgesetz sorgt für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer*innen: Laut diesem Gesetz muss man ab einer Arbeitszeit von sechs Stunden eine Pause von 30 Minuten einlegen. Ab neun Stunden verlängert sich diese Pause auf 45 Minuten.


Urlaub:

Jede*r Arbeitnehmer*in hat ein Recht auf Urlaub! So will es das Bundesurlaubsgesetz (BurlG). Nach sechs Monaten in einem Unternehmen haben Mitarbeiter*innen vollen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Wer fünf oder sechs Tage pro Woche arbeitet, hat Anspruch auf mindestens vier Wochen Urlaub, das Bundesurlaubsgesetz gibt 24 Werktage vor, zählt aber auch den Samstag als Werktag. Wer fünf Tage die Woche arbeitet, hat somit Anspruch auf 20 Tage Erholungsurlaub.

Krankheit:

Wer krank ist und nicht arbeiten kann, muss es der*dem Arbeitgeber*in sofort melden. Spätestens am vierten Tag der Abwesenheit muss eine ärztliche Bescheinigung (Attest, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vorgelegt werden.

Bei Krankheiten, die bis sechs Wochen dauern, bezahlt der*die Arbeitgeber*in das volle Gehalt. Danach wird das Krankengeld (70% des Lohnes) über die gesetzliche Krankenkasse ausgezahlt. Wer privat krankenversichert ist, muss sich bei seiner Krankenkasse erkundigen. Dort gelten verschiedene Sätze und Regeln.

Genaue Informationen über Ihre Krankheit müssen Sie der*dem Arbeitgeber*in nicht verraten!


Kündigung:

Grundsätzlich hat sowohl der*die Arbeitnehmer*in als auch die*der Arbeitgeber*in das Recht, den Arbeitsvertrag zu kündigen. In beiden Fällen muss schriftlich gekündigt werden. Maßgeblich für eine Kündigung sind die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Je länger man für ein Unternehmen arbeitet, desto länger ist die gesetzliche Kündigungsfrist, wenn die*der Arbeitgeber*in das Arbeitsverhältnis kündigt. Der*die Arbeitnehmer*in kann, anders als die*der Arbeitgeber*in, nach Ablauf der Probezeit grundsätzlich mit einer Frist von nur vier Wochen zum Fünfzehnten oder Ende eines Monats kündigen – unabhängig von der Beschäftigungszeit.

Es gibt einen besonderen Kündigungsschutz. Dieser gilt u.a. für Schwangere, Mütter und Betriebsratsmitglieder.

Allgemeine Informationen zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter www.bmas.de.

Umfangreiche Informationen für Geflüchtete, die erfolgreich in Deutschland arbeiten wollen, finden Sie in folgender Info-Broschüre vom deutschen Gewerkschaftsbund: 

Alle Dateien zum herunterladen finden Sie hier.

Einkommen, Mindestlohn und Steuern

Einkommen

Das Einkommen (genannt auch Gehalt, Lohn, Vergütung, Entgelt) ist ein Bestandteil des Arbeitsvertrages. In der Stellenanzeige finden Sie genaue Informationen zur Entlohnung. Je nach Art der Tätigkeit gibt es einen Stundenlohn oder ein Monatsgehalt. Arbeitnehmer*innen im Außendienst erhalten in der Regel Provision (Zusatzbezahlung).

Weitere Bestandteile des Arbeits-, Tarifvertrages sind in der Regel Regelungen zum Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Zusätzliche Einkommensbestandteile können die Bereitstellung eines Firmenwagens sein, Handy oder Laptop, die privat genutzt werden dürfen, aber auch eine Betriebsrente oder Sonderkonditionen bei Versicherungen, wie Krankenversicherung oder Lebensversicherung.

Mindestlohn

Nach dem Mindestlohngesetz gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2015 ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn für Arbeitnehmer*innen und für die meisten Praktikant*innen. 

Die Mindestlohnkommission hat Ende Juni 2020 ihre Empfehlung für die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns für die Jahre 2021 und 2022 beschlossen. Der Mindestlohn soll bis 2022 in vier Schritten von derzeit 9,35 € auf 10,45 € steigen. Im ersten Halbjahr 2021 beträgt der Mindestlohn 9,50 Euro, im zweiten Halbjahr 2021 steigt er auf 9,60 Euro. In den beiden Halbjahren 2022 wird der Mindestlohn jeweils auf 9,82 Euro und schließlich auf 10,45 Euro steigen.

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer*innen über 18 Jahren in allen Branchen.

Folgende Zielgruppen sind vom Mindestlohn ausgenommen:

  • Pflichtpraktikant*innen 
  •  Arbeitnehmer*innen unter 18-Jährige ohne Berufsabschluss
  •  Auszubildende
  •  Langzeitarbeitslose
  •  ehrenamtlich tätige Mitarbeiter*innen
  •  Freiberufler*innen und Selbstständige
  •  Praktikant*innen in einem freiwilligen Praktikum nicht länger als 3 Monate

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es eine eigene Mindestvergütung für Auszubildende. Infos dazu erhalten Sie hier.

Steuern

Das Einkommen wird in Deutschland versteuert. Als Arbeitnehmer*innen erhalten Sie monatlich den Nettobetrag in der Regel auf Ihr Konto überwiesen. Von Ihrem Bruttogehalt werden folgende Abgaben abgezogen:

  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Eventuell Kirchensteuer

Je höher das Einkommen, steigen prozentual auch die Abgaben.

Als Selbständige*r müssen Sie selbst Ihr Einkommen beim Finanzamt versteuern.

Es gibt in Deutschland sechs Steuerklassen, die die Höhe der Lohnsteuer regeln. Welche Steuerklasse für Sie in Frage kommt, können Sie mit einem Steuerklassen-rechner ermitteln.

Weitere Informationen zum Steuerrecht, auch auf englisch, erfahren Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums www.bundesfinanzministerium.de.

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WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR CORONA-PANDEMIE

Sehr geehrte Bürger*innen,

aufgrund der aktuellen Lage in der Pandemie haben wir an dieser Stelle die wichtigsten Informationen und Kontaktadressen für Sie zusammengefasst. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen aktuell etwas länger dauert oder  Telefonleitungen ausgelastet sind.

  1. Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
  2. Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein
  3. Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

    Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

    Flensburger Straße 7
    24837 Schleswig

  4. Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
  5. Gebärdentelefon (Videotelefonie)

    https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Weitere Informationsseiten zur Corona-Pandemie

Bundesministerium für Gesundheit www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zur bundesweiten Pandemie-Lage, zu aktuellen Bundesverordnungen (Test-, Reise-, Impfverordnung), zu Impfungen, dem digitalen Impfnachweis, fremdsprachige Infomaterialien und Links zu weiterführenden Informationsangeboten
  • Informationen zum Virus, Testen, Impfen und Hygiene unter www.zusammengegencorona.de

Landesregierung Schleswig-Holstein www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zu aktuellen Landesverordnungen (Bekämpfungs-, Quarantäne- und Schulverordnung), Impfungen und Teststationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen in den FAQs

Kreis Schleswig-Flensburg www.schleswig-flensburg.de/Corona-Portal

  • hier finden sie z.B. Pressemitteilungen und Informationen zur Pandemie im Kreisgebiet, auch mehrsprachig und in leichter Sprache, zu aktuellen Allgemeinverfügungen und Erlassen sowie Impfstellen und Testzentren im Kreisgebiet und Links zu weiteren Informationsangeboten

Robert-Koch-Institut / STIKO www.rki.de

Termine im Kreishaus und den Außenstellen

Termine sollten grundsätzlich vorher telefonisch oder über E-Mail mit der*dem Sachbearbeiter*in vereinbart werden!

Bitte beachten Sie vor Terminbeginn, dass der Zutritt nur noch nach der 3G-Regel zulässig ist.
Das heißt, vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen haben Zutritt. Bitte denken Sie also zwingend an die Umsetzung der 3G-Regel.

Seit dem 13.11.2021 sind die Corona-Schnelltests wieder kostenlos. Eine Übersicht aller Teststationen im Kreisgebiet finden Sie hier.

Der Kreis Schleswig-Flensburg bezieht sich auf die derzeit gültige Corona-Bekämpfungsverordnung.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre*n Sachbearbeiter*in.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung & Impftermine

Umfassende Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Impfen (z.B. Impfabstände, Auffrischungen, Impfstoffen, möglichen Nebenwirkungen, Empfehlungen für Schwangere und Kinder usw.) stehen auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und der STIKO hier.

Vielfältige (auch fremdsprachige) Informationen zum Impfen in Schleswig-Holstein und zu Impfnachweisen finden Sie auf den Informationsseiten der Landesregierung.

Eine aktuelle Presseinformation zum Start der Terminvergabe in den Impfstellen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Impfterminen und offenen Impfaktionen finden Sie hier.

Über die Arztsuche (www.arztsuche.kvsh.de) der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein können Sie Praxen in Ihrer Umgebung finden, die COVID-19 Impfungen durchführen. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage bitten wir Sie, einen Impftermin zunächst möglichst über Ihre eigene hausärztliche Praxis zu organisieren oder offene Impfangebote zu nutzen.

Das Land Schleswig-Holstein empfiehlt aktuell eine Auffrischungsimpfung („Booster-Impfung“) machen zu lassen, wenn Sie zu folgenden Gruppen gehören:

  • Sie sind 60 Jahre oder älter, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfärztin/Impfarzt getroffen. Ihr*e Ärztin/Arzt oder ärztliches Fachpersonal können dazu beraten,
  • oder Sie sind immungeschwächt oder immunsupprimiert – z.B. HIV-infizierte Personen oder Patient*innen während einer Krebstherapie und Sie haben die letzte Impfstoffdosis vor mehr als 6 Monaten erhalten (bei schwer immundefizienten Personen kann eine zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits 4 Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden),
  • oder Sie wurden vollständig mit einem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfarzt/Impfärztin getroffen. Die STIKO empfiehlt für vollständig mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpfte Personen eine Auffrischimpfung nach 6 Monaten für vulnerable Gruppen oder Personen mit Kontakt zu vulnerablen Gruppen,
  • oder Sie wurden vollständig mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson geimpft und haben die letzte Impfung vor mehr als 4 Wochen erhalten,
  • oder Sie sind Bewohner*in in einer Pflegeinrichtung, Einrichtung der Eingliederungshilfe oder einer Einrichtung mit vulnerablen Gruppen sowie Pflegekraft oder Beschäftigte und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten,
  • oder Sie sind beruflich in Kontakt mit infektiösen Menschen, beispielsweise medizinisches Personal ambulant oder stationär, Personal des Rettungsdienstes und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten.

Testmöglichkeiten im Kreisgebiet

Seit dem 14.11.2021 haben alle Bürger*innen wieder Anspruch auf kostenlose Antigentests ("Schnelltest").

Die aktuellen Angebote an öffentlichen Testmöglichkeiten können Sie auf der Seite des Landes einsehen: Teststationen im Kreisgebiet und Schleswig-Holstein.

Bitte beachten Sie: Ein Testergebnis – egal ob PCR oder Schnelltest – ist immer nur eine Momentaufnahme! Ein negatives Ergebnis kann eine möglicherweise erfolgte Ansteckung, die erst in den nächsten Tagen zur Erkrankung führt, nicht ausschließen. Auch mit einem negativen Test und/oder als vollständig geimpfte Person sollten die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beachtet werden.

Wie verhalte ich mich bei Symptomen einer möglichen Infektion?

Bei Symptomen einer akuten und ansteckenden Krankheit sollten Sie, nicht nur bei „Corona“, zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht vermeiden.

Der*die erste Ansprechpartner*in bei einer symptomatischen Erkrankung sollte immer ihre hausärztliche Praxis sein. Bitte nehmen Sie, v.a. wenn Sie eine Infektion mit dem Corona-Virus vermuten, telefonisch Kontakt mit der Praxis auf, um das weitere Vorgehen zu  besprechen. Ihr*e Hausarzt/-ärztin  wird entscheiden, ob eine Testung erforderlich ist und diese mit Ihnen organisieren.

Wenn Sie noch keinen Kontakt zu einer Hausarztpraxis haben, wenden Sie sich jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst: Tel. 116 117.

Wie verhalte ich mich in der häuslichen Absonderung (Quarantäne)?


  • Sie dürfen ihre Wohnung bzw. Ihr Grundstück nur im Notfall verlassen, auch nicht zum Einkaufen. Bitten Sie, falls erforderlich, Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn darum, sie z.B. mit Lebensmitteln zu versorgen. Unterstützung ist auch über ehrenamtliche Helfer*innen und die Gemeinden möglich.
  • Sie dürfen nicht zur Arbeit gehen (Arbeit im Home-Office ist erlaubt).
  • Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht in Ihrem Haushalt leben.
  • Lassen Sie Lieferungen vor dem Hauseingang oder der dem Wohnungseingang ablegen.
  • Bei unvermeidbaren Kontakten tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie größtmöglichen Abstand zu anderen Personen.
  • Kontaktieren Sie Ihre*n Hausarzt/-ärztin telefonisch, wenn Sie wegen einer Erkrankung dringend Medikamente oder eine ärztliche Behandlung benötigen.
  • Wenden Sie sich auch jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 und sagen Sie, was Sie benötigen und dass Sie unter Quarantäne stehen.
  • Wenn Sie pflegebedürftig sein sollten, informieren Sie bitte Ihren ambulanten Pflegedienst umgehend über Ihre Quarantäne.
  • Messen Sie zweimal täglich ihre Körpertemperatur und achten Sie auf mögliche Symptome.
  • Wenden Sie sich auch bei neu oder erstmals auftretenden Symptomen an diese Stellen.
  • Wichtig: in (medizinischen) Notfällen wenden sie sich jederzeit an den Notruf: Tel. 112
  • Meiden Sie den Kontakt zu weiteren Haushaltsangehörigen, die nicht ebenfalls in Quarantäne oder noch nicht infiziert sind, so gut es geht.
  • Halten Sie sich möglichst in getrennten Zimmern auf, halten Sie größtmöglichen Abstand.
  • Nehmen Sie Mahlzeiten möglichst zeitlich und räumlich getrennt ein.
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung bei unvermeidbaren Kontakten.
  • Drehen Sie sich beim Husten und Niesen weg.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Sorgen Sie für eine regelmäßige Lüftung aller Räume.

Versuchen Sie, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für Ihre Situation zu finden. Für im Haushalt lebende Kinder oder besonders pflege- und zuwendungsbedürftige Personen müssen die Quarantäneregelungen (altersentsprechend) angepasst werden. Beispielsweise ist eine räumliche Trennung von Kindern und Eltern (und ggf. Geschwistern) im Haushalt nur einzuhalten, wenn sie für die Eltern vertretbar ist und vom Kind gut toleriert wird.

Achten Sie auch auf Ihre seelische Gesundheit! Mit einer Quarantäne können z.B. Ängste und Sorgen vor einer Ansteckung, das Gefühl von Ausgrenzung, Einsamkeit, Anspannung oder Schlafstörungen einhergehen.

Bleiben Sie mit Freunden und Familie über Telefon, Internet und andere Medien in Kontakt.

Suchen Sie nach Beschäftigung in Ihrem Haushalt, nutzen Sie – abhängig von Ihrem Gesundheitszustand – Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung (z.B. Gymnastikübungen), nutzen sie ggf. den eigenen Garten, um frisch Luft zu schnappen.

Sie können auch die Telefon-Seelsorge anrufen:

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123


Welche Empfehlungen gelten für Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind?


  • Im Haushalt sollten die Empfehlungen zum Abstand, Lüften und Hygiene beachtet werden, die auch für Personen in häuslicher Absonderung gelten (s.o.)      
  • Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind, dürfen weiter uneingeschränkt zur Arbeit gehen, Einkaufen usw.      
  • Sie sollten aber eigene Kontakte außerhalb des Haushalts auf das Notwendigste reduzieren, insbesondere Kontakte zu alten oder kranken Menschen sollten gemieden werden.
  • Es sollte besonders auf die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung geachtet werden.
  • Bei Symptomen einer möglichen Infektion bleiben Sie zu Hause und beachten bitte die Informationen und Empfehlungen auf dieser Seite zum Verhalten bei Symptomen.

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Selbsttest?

Bei einem positiven Selbsttest sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.

Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Wird keine PCR-Testung durchgeführt gilt die Pflicht zur Absonderung für 14 Tage und endet dann automatisch.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.


Wie verhalte ich mich bei einem positiven Schnelltest (Teststation)?

Bei einem positiven Schnelltest (durch geschultes Personal) sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Zur Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist die Person bzw. Stelle verpflichtet, die den Test durchgeführt hat.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.


Wie verhalte ich mich bei einem positiven PCR-Test?

Bei einem positiven Testergebnis gilt die Pflicht zur häuslichen Absonderung für mindestens 14 Tage. Die Information des Gesundheitsamtes über das Ergebnis erfolgt automatisch über die Praxis bzw. das Labor, in dem die Testung durchgeführt wurde. Das Gesundheitsamt wird so bald wie möglich Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.

Bitte berücksichtigen Sie bis dahin die Hinweise und Empfehlungen auf dieser Seite, insbesondere die Hinweise zum Verhalten während der häuslichen Absonderung (Quarantäne).

Für Haushaltsangehörige gilt: Alle die nicht vollständig geimpft sind oder vollständig geimpft sind, aber Symptome einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zeigen, gilt ebenfalls die Pflicht zur häuslichen Absonderung.
Bitte warten Sie die Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt zum weiteren Vorgehen ab.

Besteht ein Anspruch auf Entschädigung bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder behördlicher Schließung von Betreuungseinrichtungen?

Eventuell besteht ein Anspruch auf Entschädigungsleistungen nach dem  Infektionsschutzgesetz (IfSG), z.B. bei Anordnung einer Quarantäne oder der behördlichen Schließung von Einrichtungen zur Kinderbetreuung.

Entsprechende Anträge werden in Schleswig-Holstein durch das Landesamt für soziale Dienste bearbeitet. Sie können nicht an die Gesundheitsämter gestellt werden.

Einzelheiten und weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.ifsg-online.de.

Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

Flensburger Straße 7
24837 Schleswig