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Datum: 21.11.2022

Kreis Schleswig-Flensburg: Krisenvorsorge für einen möglichen Blackout

Kreis und Kommunen sowie weitere Hilfsorganisationen und Verbände arbeiten eng zusammen – doch auch Bürger*innen sollten an Vorsorge denken.

Mehrere Tage Stromausfall (sogenannter Blackout): Das Telefon funktioniert nicht, das Licht ist aus. Dieses Szenario beschäftigt angesichts möglicher Energieengpässe und des Krieges zwischen Russland und der Ukraine viele Menschen.

„Wir erarbeiten Notfallpläne für den Fall eines Blackouts, damit wir handlungsfähig bleiben können. Ob es zu so einem Ereignis überhaupt kommen wird, wissen indes noch nicht einmal die Experten. Aber man kann definitiv feststellen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Strom oder Gas zur Mangelware werden, ist eine deutlich größere, als zur Zeit vor dem Krieg“, so Landrat Dr. Wolfgang Buschmann. „Wir müssen uns daher jetzt vorbereiten. Aus diesem Grund habe ich Anfang November kurzfristig mehrere Arbeitsgruppen mit allen notwendigen, wichtigen und fachkundigen Akteuren einberufen. Uns alle eint dabei das gemeinsame Ziel, im Falle eines längerfristigen Stromausfalls gut aufgestellt zu sein, damit wir möglichst lange vor der Lage bleiben.“

Zahlreiche Vertreter*innen der Ämter und Gemeinden haben auf Einladung des Landrates am 7. November in die Feuerwehrtechnische Zentrale in Schleswig an einem Folgetermin teilgenommen. Bereits einige Tage zuvor tagten schon eine verwaltungsinterne Runde zur Identifizierung und Sicherstellung im Krisenfall notwendiger Verwaltungsleistungen sowie eine Fachexpert*innen-Runde unter der Leitung des Landrates, bestehend aus Vertreter*innen des Katastrophenschutzes des Kreises, der Polizei, dem Kreisfeuerwehrverband, dem Rettungs- und Gesundheitswesen, der Energie- und Wasserwirtschaft, dem Technischen Hilfswerk und einiger Ämter und Gemeinden des Kreises.
Es zeigte sich über alle Formate, dass drei Aspekte wesentlich sind: Ausreichende Nahrungs- und Trinkwasservorräte, die ohne Kühlung lagerfähig sind, Wärme und Kommunikation.
„Wir raten daher unabhängig von der aktuellen Situation allen Bürger*innen, sich über eine solche Notfallsituation Gedanken zu machen. Jede*r sollte sich fragen: Bin ich gut vorbereitet? Kann ich anderen in Notsituationen helfen? Eine gute Hilfestellung bieten die Informationen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Machen Sie sich mit den Empfehlungen vertraut“, rät Rainer Stiemcke, Fachdienstleiter Ordnungsangelegenheiten des Kreises.
Schwieriger stellt sich die Situation für Menschen dar, die auf Hilfe oder besondere Unterstützung angewiesen sind; insbesondere für gesundheitlich eingeschränkte Personen mit besonderen Bedürfnissen oder die Menschen, deren Leben abhängig von einer funktionierenden Stromversorgung ist. Die Ämter und Gemeinden bereiten sich auf diese Herausforderung vor. Ihnen kommt im Falle eines Blackouts, und damit dem Ausfall der üblichen Kommunikationswege (Festnetz, Handy, Internet), die Aufgabe zu, über sogenannte „Leuchttürme“, Anlaufstellen für Notfälle einzurichten. Diese werden sich bevorzugt an einem zentralen Punkt, zum Beispiel einem Feuerwehrgerätehaus, befinden.
In den nächsten Tagen werden auf der Homepage des Kreises weitere Informationen zum Bevölkerungsschutz veröffentlicht.

Zu unserem Foto: Zahlreiche Vertreter*innen der Ämter und Gemeinden kamen zu einem ersten Treffen zum Thema Blackout zusammen.

Weitere Informationen:

- www.bbk.bund.de (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)
- www.notfallregister.eu (Notfallregister)
- https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator (Notvorrat - Vorratskalkulator)


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