Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz

Kreis Schleswig-Flensburg

Herzlich willkommen bei der Betreuungsbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg 

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben und Interesse an dem Thema der rechtlichen Betreuung mitbringen.

Erwachsene jeden Alters können durch einen Unfall, durch Krankheit oder Behinderung in die Lage geraten, ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Nicht automatisch können sich Ehegatt*innen untereinander gesetzlich vertreten oder Eltern für ihre erwachsenen Kinder oder diese für ihre Eltern einspringen. Dies ist nur möglich, wenn zuvor entsprechende Vollmachten erteilt wurden. Ist dies aber nicht der Fall und reichen andere Hilfen nicht aus, so kommt die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung in Betracht.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen allgemeine Informationen zu den Themen Betreuungsrecht und Vorsorge geben. Des weiteren erfahren Sie, wie die Betreuungslandschaft im Kreis Schleswig-Flensburg strukturiert ist und wo Sie im Bedarfsfall Hilfe erhalten können.

Sollten sich beim Lesen weitere Fragen ergeben, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Voraussetzungen für eine rechtliche Betreuung

Rechtsgrundlage ist § 1896 des BGB

Darin heißt es:

(1) Kann ein Volljähriger aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer. Den Antrag kann auch ein Geschäftsunfähiger stellen. Soweit der Volljährige auf Grund einer körperlichen Behinderung seine Angelegenheiten nicht besorgen kann, darf der Betreuer nur auf Antrag des Volljährigen bestellt werden, es sei denn, dass dieser seinen Willen nicht kundtun kann.
(1a) Gegen den freien Willen des Volljährigen darf ein Betreuer nicht bestellt werden.
(2) Ein Betreuer darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist. Die Betreuung ist nicht erforderlich, soweit die Angelegenheiten des Volljährigen durch einen Bevollmächtigten, der nicht zu den in § 1897 Absatz 3 bezeichneten Personen gehört, oder durch andere Hilfen, bei denen kein gesetzlicher Vertreter bestellt wird, ebenso gut wie durch einen Betreuer besorgt werden können.
(3) Als Aufgabenkreis kann auch die Geltendmachung von Rechten des Betreuten gegenüber seinem Bevollmächtigten bestimmt werden.
 
Somit müssen also drei Voraussetzungen gleichzeitig vorliegen:

  • Es muss eine psychische Krankheit oder eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung vorliegen.
  • Diese Krankheit oder Behinderung muss die betroffene Person daran hindern, die eigenen Angelegenheiten ganz oder teilweise selbst zu erledigen. Dabei geht es jedoch nicht um praktische Hilfen, wie zum Beispiel die Führung des Haushaltes oder  die Körperpflege, sondern um die Regelung der rechtlichen Angelegenheiten.
  • Die Betreuung muss tatsächlich erforderlich sein. Die Erforderlichkeit ist nicht gegeben, wenn die Angelegenheiten der Betroffenen durch Bevollmächtigte oder durch andere Hilfen ebenso gut erledigt werden können.

Die Einrichtung einer Betreuung ist immer nachrangig.

Anregung einer Betreuung

Den Antrag auf Einrichtung einer Betreuung können Betroffene selbst oder jede andere Person (Angehörige, Ärzt*innen, Nachbar*innen usw.) stellen.

Auch Behörden können dem Gericht Umstände mitteilen, die die Einrichtung einer Betreuung notwendig machen.  

Die Betreuung ist an dem für den Wohnort zuständigen Amtsgericht anzuregen.

Die Entscheidung

Die Entscheidung, ob eine Betreuung eingerichtet wird oder nicht, trifft das zuständige Betreuungsgericht.

Im Betreuungsverfahren wird nicht nach Aktenlage ohne Kenntnis der Person entschieden. Vor der Bestellung hört das Gericht die betroffene Person persönlich an, um sich einen unmittelbaren Eindruck von ihr und ein umfassendes Bild von der Situation zu verschaffen.
 
Außerdem gibt das Gericht der Betreuungsbehörde Gelegenheit zur Äußerung, wenn die Betroffenen dies wünschen oder es der Sachaufklärung dient.
 
Für die weitere Entscheidungsfindung wird, von Ausnahmefällen abgesehen, ein medizinisches Sachverständig*innengutachten eingeholt. In diesem soll die Notwendigkeit und der Umfang der Betreuung begründet geschildert werden.
 
Grundsätzlich gilt: Gegen den freien Willen einer betroffenen Person darf eine Betreuung nicht eingerichtet werden.

Die Entscheidung des Betreuungsgerichtes ist den Betroffenen, den Betreuer*innnen, den Verfahrenspfleger*innen und der Betreuungsbehörde bekanntzugeben. Gegen die Entscheidung des Betreuungsgerichtes sind Rechtsmittel möglich, welche in der Rechtsmittelbelehrung erläutert werden.

Umfang der Betreuung

In welchem Umfang eine Betreuung eingerichtet wird, ist in jedem Einzelfall zu bestimmen und richtet sich nach dem Umfang der Beeinträchtigung.

Grundsätzlich gilt: So viel Betreuung wie nötig und so wenig Betreuung wie möglich.

Die Einrichtung einer Betreuung hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Geschäftsfähigkeit der betroffenen Person. 

Eine Betreuung darf nicht länger als notwendig angeordnet werden. Bei der Einrichtung der Betreuung wird individuell festgelegt, nach welchem Zeitraum die Notwendigkeit überprüft wird. Von Amts wegen wird nach spätestens sieben Jahren über die Aufhebung oder Weiterführung der Betreuung entschieden. Die betroffene Person kann aber auch schon vor dieser Frist eine Überprüfung der Betreuung anregen, wenn sie ihre Angelegenheiten wieder ganz oder teilweise regeln kann. Liegen Erkenntnisse vor, dass eine Betreuung nicht mehr erforderlich ist, muss diese durch das Betreuungsgericht aufgehoben werden.

Auswahl der Betreuer*innen

Grundsätzlich sind die Wünsche der betroffenen Person bei der Auswahl zu berücksichtigen.

In der Regel wird eine ehrenamtliche Betreuungsperson aus dem sozialen Umfeld (zum Beispiel Familienangehörige, Freund*innen) zum*zur Betreuer*in bestellt, wenn dies dem Wunsch der Betroffenen entspricht und die Person geeignet ist, die Aufgabe zu übernehmen.

Je nach Regelungsbedarf kommen aber auch andere ehrenamtliche Betreuer*innen, Vereinsbetreuer*innen oder selbständige Berufsbetreuer*innen in Frage.

Aufgaben der Betreuer*innen

DIe Betreuungsperson vertritt die betroffene Person in den vom Gericht angeordneten Aufgabenkreisen.

Sie ist gesetzlich verpflichtet, einen persönlichen Kontakt zur betreuten Person zu halten und deren Wünsche und ihren Willen zu beachten. Wichtige Entscheidungen sollen die Betreuungspersonen, soweit möglich, mit den Betroffenen besprechen. Alle Entscheidungen sind zum Wohl der Betroffenen zu treffen!

Maßnahmen, die in besonderem Maße einen Eingriff in die Rechte der Betroffenen darstellen, müssen Betreuungspersonen sich gerichtlich genehmigen lassen. Dazu gehören zum Beispiel die Kündigung von Wohnraum, risikoreiche Heilbehandlungen und freiheitsentziehende Maßnahmen.

Über ihre Tätigkeit muss die Betreuungsperson in regelmäßigen Abständen Rechenschaft bei Gericht ablegen.

Vorsorgemöglichkeiten

VorsorgevollmachtenBetreuungsverfügungen und Patientenverfügungen sind Möglichkeiten zur Wahrung der Selbstbestimmung für den Fall, dass eine eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit eintritt.

Gerade ältere Menschen wollen oft sicherstellen, dass ihre persönlichen Angelegenheiten auch dann in ihrem Sinne geregelt werden, wenn sie hierzu nicht mehr in der Lage sind.

Vorsorge ist aber nicht nur für ältere Menschen ein Thema, auch jüngere Menschen (ab Volljährigkeit) sollten für den Fall der Fälle die geeigneten Regelungen getroffen haben.

Jede*r von uns kann durch einen Unfall, durch Krankheit oder Behinderung in die Lage geraten, die eigenen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Nicht automatisch können sich Ehegatt*innen untereinander gesetzlich vertreten oder Eltern für ihre erwachsenen Kinder oder diese für ihre Eltern einspringen. Dies ist nur möglich, wenn zuvor entsprechende Vollmachten erteilt wurden.

Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht ist eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen einer vollmachtgebenden und einer Vertrauensperson (Vollmachtnehmer*in). 

Durch sie kann die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung ganz oder teilweise vermieden werden, wenn diese präzise erstellt wurde und alle regelungsbedürftigen Angelegenheiten erfasst. Die vollmachtnehmende Person wird durch dieses Dokument in die Lage versetzt, die vollmachtgebende Person in den übertragenen Aufgabenkreisen rechtsverbindlich zu vertreten.  

Für die Erstellung der Vollmacht ist keine konkrete Form vorgeschrieben. Aus Gründen der Klarheit und Beweiskraft ist aber eine schriftliche Abfassung notwendig. Beachten sollten Sie, dass eine Vollmacht nur so lange erteilt werden kann, wie die vollmachtgebende Person den Sinn der Vollmacht und ihre Rechtsfolgen erfassen kann.

Ebenfalls nicht vorgeschrieben ist, die öffentliche Beglaubigung der Unterschrift der Vollmachtgebenden auf der Vollmacht. Um eine hohe Akzeptanz zu erreichen, empfehlen wir diesen Schritt aber ausdrücklich.

Öffentliche Beglaubigungen auf Vorsorgevollmachten dürfen Notar*innen und berechtigte Mitarbeiter*innen der Betreuungsbehörde vornehmen. Die Betreuungsbehörde erhebt dafür eine Verwaltungsgebühr in Höhe von zehn Euro.

Muster:

Betreuungsverfügung

Die Betreuungsverfügung ist ebenfalls eine schriftliche vorsorgende Verfügung.

Sie können mit dieser bestimmen, wer im Bedarfsfall mit Ihrer Betreuung beauftragt werden soll oder wer für diese Aufgabe auf keinen Fall in Frage kommt.

Ihre Wünsche hat das Gericht bei der Betreuer*innenauswahl zu berücksichtigen. Die Betreuungsverfügung kann im Rahmen der Vorsorgevollmacht oder auch einzeln erteilt werden.  

Auch hier gilt, dass eine Vollmacht nur so lange erteilt werden kann, wie die vollmachtgebende Person den Sinn der Vollmacht und ihre Rechtsfolgen erfassen kann. Nicht vorgeschrieben ist die öffentliche Beglaubigung der Unterschrift auf der Vollmacht. Um eine hohe Akzeptanz zu erreichen, empfehlen wir diesen Schritt aber ausdrücklich.

Öffentliche Beglaubigungen auf Vorsorgevollmachten dürfen Notar*innen und berechtigte Mitarbeiter*innen der Betreuungsbehörde vornehmen. Die Betreuungsbehörde erhebt dafür eine Verwaltungsgebühr in Höhe von zehn Euro.

Muster:

Patient*innenverfügung

Die Patient*innenverfügung ist eine schriftliche Willenserklärung, mit der jede volljährige und einwilligungsfähige Person im Voraus festlegen kann, ob sie in ärztliche und vor allem in intensivmedizinische Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehen, einwilligt oder diese untersagt.

Mit einer Patient*innenverfügung können sowohl Festlegungen für Maßnahmen zur Lebenserhaltung als auch solche für deren Unterlassung oder deren Abbruch festgelegt werden.
 
Treffen die Festlegungen nicht auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zu, sind ergänzende Schilderungen zu den persönlichen Wertvorstellungen hilfreich, um im Bedarfsfall den mutmaßlichen Willen betroffenen Person und ihre Behandlungswünsche ermitteln zu können.

Wir empfehlen die Patient*innenverfügung mit der*dem Ärztin*Arzt des Vertrauens zu besprechen. Eine Formulierungshilfe finden Sie hier.

Die Betreuungslandschaft

Suchen Sie eine interessante und abwechslungsreiche Aufgabe und möchten Sie sich für andere Menschen einsetzen und ihnen Ihre Unterstützung anbieten?

Dann sprechen Sie uns oder die Mitarbeiter*innen der den ortsansässigen Betreuungsvereine an! Wir freuen uns über aufgeschlossene, verantwortungsbewusste Persönlichkeiten, welche sich nach einer fundierten Vorbereitung ehrenamtlich engagieren möchten.

Der Kreis Schleswig-Flensburg ist ein Flächenkreis mit einer Größe von 2071 Quadratkilometern und circa 198.000 Einwohner*innen. Die Betreuungsbehörde hat ihren Hauptsitz in Schleswig und ist mit einer Außenstelle in Flensburg vertreten. Bei der Stadt Flensburg ist eine eigene Betreuungsbehörde angesiedelt.

Für den Bereich des Kreises zuständig sind die Betreuungsgerichte in Flensburg und Schleswig.

Im Kreisgebiet gibt es eine ausreichend große Anzahl an engagierten, erfahrenen und gut ausgebildeten Berufs-, Vereins- und ehrenamtlichen Betreuer*innen.

Ein wesentlicher Stützpfeiler in der Betreuungslandschaft sind die ortsansässigen Betreuungsvereine in Schleswig und Kropp. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur

  • Gewinnung von ehrenamtlichen Betreuer*innen,

  • Einführung in ihre Aufgaben als rechtliche Betreuer*innen,

  • Aus-, Fort- und Weiterbildung von ehrenamtlichen Betreuer*innen,

  • Beratung, Begleitung und Unterstützung ehrenamtlicher Betreuer*innen

  • Bereitstellung eines Forums zum Erfahrungsaustausch für ehrenamtliche Betreuer*innen.

Des Weiteren informieren und beraten die Betreuungsvereine zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen und unterstützen bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten. Hinzugekommen ist  die Beratung von Bevollmächtigten. Auf Bitte des Betreuungsgerichtes oder der Betreuungsbehörde benennt der Betreuungsverein geeignete ehrenamtliche Betreuer*innen für die Übernahme von Betreuungen.

Im Kreis Schleswig-Flensburg bestehen mehrere fachspezifische Arbeitskreise, welche eine Verbesserung der Situation für betreute Menschen, deren Angehörige und Betreuende zum Ziel haben. Gleichzeitig erfolgt aber auch eine Mitarbeit in überörtlichen Arbeitskreisen.

Örtliche Betreuungsvereine

Betreuungsverein Schleswig und Umgebung e.V.

Lutherstraße 2
24837 Schleswig

Betreuungsverein Kropp e.V.

Hauptstr. 28
28484 Kropp

Betreuungsverein Flensburg e.V.

(für die Stadt Flensburg)

Rathausstraße 19
24937 Flensburg

Logo Kreis SL-FL

WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR CORONA-PANDEMIE

Sehr geehrte Bürger*innen,

aufgrund der aktuellen Lage in der Pandemie haben wir an dieser Stelle die wichtigsten Informationen und Kontaktadressen für Sie zusammengefasst. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen aktuell etwas länger dauert oder  Telefonleitungen ausgelastet sind.

  1. Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
  2. Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein
  3. Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

    Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

    Flensburger Straße 7
    24837 Schleswig

  4. Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
  5. Gebärdentelefon (Videotelefonie)

    https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/



Weitere Informationsseiten zur Corona-Pandemie

Bundesministerium für Gesundheit www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zur bundesweiten Pandemie-Lage, zu aktuellen Bundesverordnungen (Test-, Reise-, Impfverordnung), zu Impfungen, dem digitalen Impfnachweis, fremdsprachige Infomaterialien und Links zu weiterführenden Informationsangeboten
  • Informationen zum Virus, Testen, Impfen und Hygiene unter www.zusammengegencorona.de

Landesregierung Schleswig-Holstein www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zu aktuellen Landesverordnungen (Bekämpfungs-, Quarantäne- und Schulverordnung), Impfungen und Teststationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen in den FAQs

Kreis Schleswig-Flensburg www.schleswig-flensburg.de/Corona-Portal

  • hier finden sie z.B. Pressemitteilungen und Informationen zur Pandemie im Kreisgebiet, auch mehrsprachig und in leichter Sprache, zu aktuellen Allgemeinverfügungen und Erlassen sowie Impfstellen und Testzentren im Kreisgebiet und Links zu weiteren Informationsangeboten

Robert-Koch-Institut / STIKO www.rki.de

Termine im Kreishaus und den Außenstellen

Termine sollten grundsätzlich vorher telefonisch oder über E-Mail mit der*dem Sachbearbeiter*in vereinbart werden!

Bitte beachten Sie vor Terminbeginn, dass der Zutritt nur noch nach der 3G-Regel zulässig ist.
Das heißt, vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen haben Zutritt. Bitte denken Sie also zwingend an die Umsetzung der 3G-Regel.

Seit dem 13.11.2021 sind die Corona-Schnelltests wieder kostenlos. Eine Übersicht aller Teststationen im Kreisgebiet finden Sie hier.

Der Kreis Schleswig-Flensburg bezieht sich auf die derzeit gültige Corona-Bekämpfungsverordnung.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre*n Sachbearbeiter*in.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung & Impftermine

Umfassende Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Impfen (z.B. Impfabstände, Auffrischungen, Impfstoffen, möglichen Nebenwirkungen, Empfehlungen für Schwangere und Kinder usw.) stehen auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und der STIKO hier.

Vielfältige (auch fremdsprachige) Informationen zum Impfen in Schleswig-Holstein und zu Impfnachweisen finden Sie auf den Informationsseiten der Landesregierung.

Eine aktuelle Presseinformation zum Start der Terminvergabe in den Impfstellen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Impfterminen und offenen Impfaktionen finden Sie hier.

Über die Arztsuche (www.arztsuche.kvsh.de) der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein können Sie Praxen in Ihrer Umgebung finden, die COVID-19 Impfungen durchführen. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage bitten wir Sie, einen Impftermin zunächst möglichst über Ihre eigene hausärztliche Praxis zu organisieren oder offene Impfangebote zu nutzen.

Das Land Schleswig-Holstein empfiehlt aktuell eine Auffrischungsimpfung („Booster-Impfung“) machen zu lassen, wenn Sie zu folgenden Gruppen gehören:

  • Sie sind 60 Jahre oder älter, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfärztin/Impfarzt getroffen. Ihr*e Ärztin/Arzt oder ärztliches Fachpersonal können dazu beraten,
  • oder Sie sind immungeschwächt oder immunsupprimiert – z.B. HIV-infizierte Personen oder Patient*innen während einer Krebstherapie und Sie haben die letzte Impfstoffdosis vor mehr als 6 Monaten erhalten (bei schwer immundefizienten Personen kann eine zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits 4 Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden),
  • oder Sie wurden vollständig mit einem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfarzt/Impfärztin getroffen. Die STIKO empfiehlt für vollständig mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpfte Personen eine Auffrischimpfung nach 6 Monaten für vulnerable Gruppen oder Personen mit Kontakt zu vulnerablen Gruppen,
  • oder Sie wurden vollständig mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson geimpft und haben die letzte Impfung vor mehr als 4 Wochen erhalten,
  • oder Sie sind Bewohner*in in einer Pflegeinrichtung, Einrichtung der Eingliederungshilfe oder einer Einrichtung mit vulnerablen Gruppen sowie Pflegekraft oder Beschäftigte und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten,
  • oder Sie sind beruflich in Kontakt mit infektiösen Menschen, beispielsweise medizinisches Personal ambulant oder stationär, Personal des Rettungsdienstes und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten.

Testmöglichkeiten im Kreisgebiet

Seit dem 14.11.2021 haben alle Bürger*innen wieder Anspruch auf kostenlose Antigentests ("Schnelltest").

Die aktuellen Angebote an öffentlichen Testmöglichkeiten können Sie auf der Seite des Landes einsehen: Teststationen im Kreisgebiet und Schleswig-Holstein.

Bitte beachten Sie: Ein Testergebnis – egal ob PCR oder Schnelltest – ist immer nur eine Momentaufnahme! Ein negatives Ergebnis kann eine möglicherweise erfolgte Ansteckung, die erst in den nächsten Tagen zur Erkrankung führt, nicht ausschließen. Auch mit einem negativen Test und/oder als vollständig geimpfte Person sollten die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beachtet werden.

Wie verhalte ich mich bei Symptomen einer möglichen Infektion?

Bei Symptomen einer akuten und ansteckenden Krankheit sollten Sie, nicht nur bei „Corona“, zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht vermeiden.

Der*die erste Ansprechpartner*in bei einer symptomatischen Erkrankung sollte immer ihre hausärztliche Praxis sein. Bitte nehmen Sie, v.a. wenn Sie eine Infektion mit dem Corona-Virus vermuten, telefonisch Kontakt mit der Praxis auf, um das weitere Vorgehen zu  besprechen. Ihr*e Hausarzt/-ärztin  wird entscheiden, ob eine Testung erforderlich ist und diese mit Ihnen organisieren.

Wenn Sie noch keinen Kontakt zu einer Hausarztpraxis haben, wenden Sie sich jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst: Tel. 116 117.

Wie verhalte ich mich in der häuslichen Absonderung (Quarantäne)?


  • Sie dürfen ihre Wohnung bzw. Ihr Grundstück nur im Notfall verlassen, auch nicht zum Einkaufen. Bitten Sie, falls erforderlich, Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn darum, sie z.B. mit Lebensmitteln zu versorgen. Unterstützung ist auch über ehrenamtliche Helfer*innen und die Gemeinden möglich.
  • Sie dürfen nicht zur Arbeit gehen (Arbeit im Home-Office ist erlaubt).
  • Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht in Ihrem Haushalt leben.
  • Lassen Sie Lieferungen vor dem Hauseingang oder der dem Wohnungseingang ablegen.
  • Bei unvermeidbaren Kontakten tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie größtmöglichen Abstand zu anderen Personen.
  • Kontaktieren Sie Ihre*n Hausarzt/-ärztin telefonisch, wenn Sie wegen einer Erkrankung dringend Medikamente oder eine ärztliche Behandlung benötigen.
  • Wenden Sie sich auch jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 und sagen Sie, was Sie benötigen und dass Sie unter Quarantäne stehen.
  • Wenn Sie pflegebedürftig sein sollten, informieren Sie bitte Ihren ambulanten Pflegedienst umgehend über Ihre Quarantäne.
  • Messen Sie zweimal täglich ihre Körpertemperatur und achten Sie auf mögliche Symptome.
  • Wenden Sie sich auch bei neu oder erstmals auftretenden Symptomen an diese Stellen.
  • Wichtig: in (medizinischen) Notfällen wenden sie sich jederzeit an den Notruf: Tel. 112
  • Meiden Sie den Kontakt zu weiteren Haushaltsangehörigen, die nicht ebenfalls in Quarantäne oder noch nicht infiziert sind, so gut es geht.
  • Halten Sie sich möglichst in getrennten Zimmern auf, halten Sie größtmöglichen Abstand.
  • Nehmen Sie Mahlzeiten möglichst zeitlich und räumlich getrennt ein.
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung bei unvermeidbaren Kontakten.
  • Drehen Sie sich beim Husten und Niesen weg.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Sorgen Sie für eine regelmäßige Lüftung aller Räume.

Versuchen Sie, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für Ihre Situation zu finden. Für im Haushalt lebende Kinder oder besonders pflege- und zuwendungsbedürftige Personen müssen die Quarantäneregelungen (altersentsprechend) angepasst werden. Beispielsweise ist eine räumliche Trennung von Kindern und Eltern (und ggf. Geschwistern) im Haushalt nur einzuhalten, wenn sie für die Eltern vertretbar ist und vom Kind gut toleriert wird.

Achten Sie auch auf Ihre seelische Gesundheit! Mit einer Quarantäne können z.B. Ängste und Sorgen vor einer Ansteckung, das Gefühl von Ausgrenzung, Einsamkeit, Anspannung oder Schlafstörungen einhergehen.

Bleiben Sie mit Freunden und Familie über Telefon, Internet und andere Medien in Kontakt.

Suchen Sie nach Beschäftigung in Ihrem Haushalt, nutzen Sie – abhängig von Ihrem Gesundheitszustand – Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung (z.B. Gymnastikübungen), nutzen sie ggf. den eigenen Garten, um frisch Luft zu schnappen.

Sie können auch die Telefon-Seelsorge anrufen:

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123


Welche Empfehlungen gelten für Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind?


  • Im Haushalt sollten die Empfehlungen zum Abstand, Lüften und Hygiene beachtet werden, die auch für Personen in häuslicher Absonderung gelten (s.o.)      
  • Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind, dürfen weiter uneingeschränkt zur Arbeit gehen, Einkaufen usw.      
  • Sie sollten aber eigene Kontakte außerhalb des Haushalts auf das Notwendigste reduzieren, insbesondere Kontakte zu alten oder kranken Menschen sollten gemieden werden.
  • Es sollte besonders auf die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung geachtet werden.
  • Bei Symptomen einer möglichen Infektion bleiben Sie zu Hause und beachten bitte die Informationen und Empfehlungen auf dieser Seite zum Verhalten bei Symptomen.

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Selbsttest?

Bei einem positiven Selbsttest sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.

Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Wird keine PCR-Testung durchgeführt gilt die Pflicht zur Absonderung für 14 Tage und endet dann automatisch.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises:



Wie verhalte ich mich bei einem positiven Schnelltest (Teststation)?

Bei einem positiven Schnelltest (durch geschultes Personal) sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Zur Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist die Person bzw. Stelle verpflichtet, die den Test durchgeführt hat.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.


Wie verhalte ich mich bei einem positiven PCR-Test?

Bei einem positiven Testergebnis gilt die Pflicht zur häuslichen Absonderung für mindestens 14 Tage. Die Information des Gesundheitsamtes über das Ergebnis erfolgt automatisch über die Praxis bzw. das Labor, in dem die Testung durchgeführt wurde. Das Gesundheitsamt wird so bald wie möglich Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.

Bitte berücksichtigen Sie bis dahin die Hinweise und Empfehlungen auf dieser Seite, insbesondere die Hinweise zum Verhalten während der häuslichen Absonderung (Quarantäne).

Für Haushaltsangehörige gilt: Alle die nicht vollständig geimpft sind oder vollständig geimpft sind, aber Symptome einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zeigen, gilt ebenfalls die Pflicht zur häuslichen Absonderung.
Bitte warten Sie die Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt zum weiteren Vorgehen ab.

Besteht ein Anspruch auf Entschädigung bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder behördlicher Schließung von Betreuungseinrichtungen?

Eventuell besteht ein Anspruch auf Entschädigungsleistungen nach dem  Infektionsschutzgesetz (IfSG), z.B. bei Anordnung einer Quarantäne oder der behördlichen Schließung von Einrichtungen zur Kinderbetreuung.

Entsprechende Anträge werden in Schleswig-Holstein durch das Landesamt für soziale Dienste bearbeitet. Sie können nicht an die Gesundheitsämter gestellt werden.

Einzelheiten und weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.ifsg-online.de.

Bitte beachten Sie: Anträge können nur rückwirkend gestellt werden, also erst, wenn die Maßnahme beendet ist.

Weitere Informationen zum Lohnersatz wegen Schul- oder Kitaschließungen finden Sie hier.

Antworten zu Kinderkranktagen und Kinderkrankengeld finden Sie hier.

Corona Warn-App: Wie verhalte ich mich bei der Meldung »erhöhtes Risiko« (rot)?

Bei „roter“ Meldung und Symptomen einer möglichen Infektion vereinbaren Sie eine Testung über Ihre Hausärztliche Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) oder gehen Sie direkt zu einem Testzentrum der KVSH. Es besteht ein Anspruch auf eine Testung in einem Testzentrum bei „roter“ Meldung der Warn-App (Antigentest oder PCR).
Bis das Ergebnis vorliegt sollten Sie zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht meiden.

Bei „roter“ Meldung ohne Symptome sollten Sie persönliche Kontakte, v.a. zu alten und kranken Menschen, so gut es geht vermeiden und die „AHA+L+A"- Regeln so gut es geht beachten.

Achten Sie für 14 Tage genau auf mögliche Symptome einer Infektion und wenden Sie sich bei einer Erkrankung an Ihre hausärztliche Praxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Ein Anspruch auf Testung in einem Testzentrum (Antigentest oder PCR) besteht bei der Meldung „erhöhtes Risiko“ auch dann, wenn sie keine Symptome haben sollten.

Eine Anleitung zum Teilen Ihrer Testergebnisse mit der Warn-App finden sie hier.

Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

Flensburger Straße 7
24837 Schleswig