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Datum: 14.11.2022

Nur eine verstärkte Planung wird die erforderliche Akzeptanz für den Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik in Schleswig-Holstein sicherstellen

Der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages, Landrat Reinhard Sager (CDU), unter-streicht die Forderung nach einer stärkeren Steuerung und Planung für den Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik. „Nur so können wir einen Wildwuchs und den Wegfall wertvoller Ackerflächen verhindern“. Die Situation sei vergleichbar wie vor vielen Jahren beim Ausbau der Windenergie. „Der Landkreistag hat sich immer dafür eingesetzt, dass das Land auch bei der Photovoltaik auf die Instrumente der Landes- und Regionalplanung zurückgreift.“ Leider seien diese Anregungen weder vom Innen- noch vom Umwelt- bzw. Klimaschutzschutzministerium aufgegriffen worden. „Die einschlägigen Passagen im Landesentwicklungs-plan sind zu unverbindlich.“
PD Dr. Sönke E. Schulz, Geschäftsführer des Landkreistages, ergänzt: „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein muss gesteuert und geplant erfolgen – darauf weisen auch die Netzbetrei-ber völlig zu Recht hin. Mit einem ungeordneten Ausbau drohen Netzüberlastungen und Zwangsabschal-tungen, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Das muss dringend vermieden werden.“ Sollte das Land den Weg über die Regionalplanung nicht gehen wollen, sei eine schnelle Anpassung des Beratungserlas-ses zwingend. „Dieser muss zukünftig zumindest eine Verpflichtung zur regionalen Abstimmung und zu regionalen Konzepten enthalten.“ Es existieren bereits gute Beispiele, die als Blaupause für andere Regio-nen dienen können.
Abschließend mahnt Reinhard Sager: „Wir brauchen die volle Akzeptanz der Bevölkerung für die Energie-wende. Diese ist erfolgskritisch. Nur eine abgestimmtes, nachvollziehbares und kriterienbasiertes Vorgehen wird dies sichern können.“

Verantwortlich für diese Mitteilung ist Dr. Sönke E. Schulz vom Landrkreistag SH.