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Kreis Schleswig-Flensburg

Datum: 15.02.2019

Projekt Demokratie. Verstehen, was uns betrifft! - Besuch beim Bürgermeister und der Ratsversammlung der Stadt Schleswig

Projekt Demokratie

Mit einem Besuch beim Bürgermeister und der Ratsversammlung der Stadt Schleswig startete das Projekt Demokratie. Verstehen, was uns betrifft! des Kreises Schleswig-Flensburg mit Förderung durch den Rotary Club Schleswig am 11. Februar 2019 in sein zweites Jahr.
Im Jahr des 70. Geburtstags unseres Grundgesetzes, das von Bildungsministerin Karin Prien zum „Jahr der politischen Bildung“ ausgerufenen worden ist, erscheint es wichtiger denn je, die Demokratieförderung von Kindern und Jugendlichen gezielt und proaktiv voranzutreiben.
Besuch beim Bürgermeister
und der Ratsversammlung
der Stadt Schleswig


Besonders im Hinblick darauf, dass viele Jugendliche, die Deutschland in den letzten Jahren als Flüchtlinge erreicht haben, jetzt an unterschiedlichen Schulen in Schleswig unterrichtet werden. Diese jungen Menschen sind mehrheitlich im Kontext von Diktatur, Krieg und (aus unserer Perspektive) wenig freiheitlichen Gesellschaftsordnungen sozialisiert worden. Zu einer verantwortungsvollen Flüchtlingspolitik gehört daher auch eine politische Bildung für Flüchtlinge. Politische Bildung ist dabei mehr als das Grundgesetz in Übersetzung zu verteilen. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die Idee einer Bürgergesellschaft, all dies muss erlernt und vor allem erlebbar gemacht werden. Aus diesem Grundgedanken heraus wurde durch den Kreis Schleswig-Flensburg das Projekt „Demokratie. Verstehen, was uns betrifft!“ zur politischen Bildung, das auch Teil des Integrationskonzeptes des Kreises für das Handlungsfeld Demokratie, Kultur und Werte für Jugendliche ist, initiiert. Aufgrund des großen Erfolgs des vergangenen Projektjahres und der finanziellen Förderung durch Rotary Club Schleswig geht das Projekt in Zusammenarbeit mit der Lornsenschule Schleswig, der Bruno-Lorenzen-Schule Schleswig und der Dannewerkschule Schleswig nun in sein zweites Jahr.

Jeweils fünf Schüler der drei teilnehmenden Schulen bekamen so Gelegenheit, den Bürgermeister der Stadt Schleswig, Dr. Arthur Christiansen, zu treffen. Hier erfuhren sie nicht nur aus erster Hand, was die Aufgaben eines Bürgermeisters und einer Ratsversammlung sind, sondern konnten ihm auch ganz direkt die Fragen stellen, die sie aktuell bewegen. Von persönlichen Fragen über den Planungsstand der Innenstadt-Sanierung und den Abriss des Hertie-Gebäudes bis hin zu globalen Themen wie die Auswirkungen des sogenannten Brexit und die „Friday for Future“-Demonstrationen war alles dabei. Christiansen scheute sich vor keiner Frage und gab erfrischend klare Antworten. So räumte er bei einer Frage zum Obdachlosenheim im Ansgarweg unumwunden ein, dass dies keine Glanzleistung der Stadt Schleswig sei, und das Thema über viele Jahre nicht die verdiente Aufmerksamkeit erhalten habe. Als einer der Schüler von seinen Erlebnisse mit Alltagsrassismus berichtete, mahnte Christiansen, so etwas nicht zu tolerieren, sondern immer eine klare Haltung zu zeigen. Schweigen und Weggucken begünstige Rassismus, der mit unserer rechtsstaatlichen und demokratischen Gesellschaft auf kleinste Art und Weise vereinbar ist.

Die anschließende Sitzung der Ratsversammlung versprach nicht zuletzt durch den Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion zur angestrebten Fraktionsbildung von Ingo Harder (BfB) und Steffen Hempel (fraktionslos) für die Schüler sehr spannend zu werden. Zwar zog sich die Debatte sehr in die Länge, doch die Schüler erhielten an einem sehr besonderen und sehr aktuellen politischen Ereignis einen guten Eindruck davon, wie Demokratie gelebt wird.

Die nächste Station für die Schüler im Rahmen des Projektes ist am 27. März 2019 der Besuch des Landrates des Kreises Schleswig-Flensburg und des Kreistages.

Projekt Demokratie 2

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