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Kreis Schleswig-Flensburg

Datum: 12.10.2020

Wikingeck: Bund übernimmt 2/3 aller Kosten

Schleswig (Montag, 12.10.2020) – Landrat Dr. Wolfgang Buschmann und Bürgermeister Stephan Dose begrüßten heute im Kreishaus den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, und Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt aus Bonn sowie die Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen zu einem Gespräch zum Wikingeck. Im Mittelpunkt standen offene Fragen zu den Eigentumsverhältnissen der Wasserflächen sowie die Kostenübernahme der Sanierung des Wikingecks. Die Kosten für die Sanierung des Wikingecks schätzen Fachgutachter auf mehr als 14 Millionen Euro.

Ziel des Gesprächs war es unter anderem, Klarheit über die noch offenen Eigentumsfragen am Wikingeck zu schaffen. Nachdem Ende November 2019 das Land Schleswig-Holstein erklärt hatte, kein Eigentum der kontaminierten Flächen in der Schlei zu haben, erklärte der Staatssekretär, dass alle Wasserflächen inklusive der Uferbereiche im Eigentum des Bundes ständen.
Wikingeck: Bund übernimmt 2/3 aller Kosten

Der Bund ist somit Eigentümer von rund 40 Prozent der kontaminierten Fläche. Damit einhergehend hat der Bund verkündet, 2/3 der anfallenden Sanierungskosten sowie weiterer Nebenkosten auf der Grundlage des Gesamtkonzeptes des Kreises übernehmen zu wollen.

„Ich freue mich sehr über das Verhandlungsergebnis. Unser Gesamtkonzept, das maßgeblich durch die Frage der Finanzierung geprägt ist, ist seiner Umsetzung ein großes Stück nähergekommen. Mein besonderer Dank gilt dabei unserer Bundestagsabgeordneten, Petra Nicolaisen, die sich maßgeblich für den Kreis und die Stadt eingesetzt hat“, betont Landrat Dr. Buschmann.

„Der zeitliche Aspekt war mir besonders wichtig, nachdem dieses Projekt seit über dreißig Jahren nicht angepackt wurde. Eine schnelle Entscheidung war umso wichtiger, als in den letzten Jahren deutlich wurde, was für eine massive Umwelt- und Schleiwasserbelastung von den Teerrückständen ausgeht. Auch drängt die Zeit, um den von der Stadt beauftragten Sanierungsplan weiter verfolgen zu können“, freut sich Bundestagsabgeordnete Petra Nicolaisen.

„Ein sehr gutes Gespräch, durch das wir der Sanierung des Wikingecks ein großes Stück nähergekommen sind. Mein herzlicher Dank auch an den Kreis, insbesondere für die gute Unterstützung durch das erstellte Gesamtkonzept und das gute Miteinander in allen Fragen rund um das Wikingeck“, sagt Stephan Dose, Bürgermeister der Stadt Schleswig.

„Wir als Kreis und Stadt fühlen uns belohnt für unsere bisherigen Anstrengungen. Mehr war nicht zu erwarten. Der Kreis und die Stadt betrachten die Sanierung des Altlasten-Standorts Wikingeck als gemeinsame Herausforderung. Diese können und wollen wir weiterhin zügig und nachhaltig angehen", sagte Dr. Wolfgang Buschmann nach dem Gespräch.

Land, Kreis, Stadt und Privateigentümer haben nun die Aufgabe, die Finanzierung der verbleibenden Kosten zu klären.


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