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Kreis Schleswig-Flensburg

Sanierung der Altlast Wikingeck Schleswig

Bei dem Standort handelt es sich um die Flächen einer ehemaligen Teerpappenfabrik und eines ehemaligen Gaswerks in Schleswig unmittelbar am Ufer der Schlei gelegen. Sanierungsrelevante Kontaminationen der Schleisedimente und des Bodens in größerer Ausdehnung sowie hohe Kontaminationen des oberflächennahen Grundwasserleiters liegen im Untergrund vor. Bereits seit mehreren Jahrzehnten werden in größeren Mengen Teeröle in die Schlei ausgetragen.

Nach umfangreichen vorangegangenen Untersuchungen wurde eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Standorts erstellt. In Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurde im Auftrag der Stadt Schleswig ein Sanierungsplan  für eine Dekontamination aufgestellt.  Nach Rückbau von Gebäuden und Anlagen wird der kontaminierte Boden unter Einsatz von Spezialtiefbauverfahren ausgehoben und durch unbelastetes Bodenmaterial ausgetauscht. In der Schlei werden die mit Teeröl belasteten Sedimente ausgebaggert.

Die geplante Sanierung muss schnellstmöglich umgesetzt werden, um die eingetretenen Umweltschäden zu minimieren und weitere Belastungen, insbesondere der Schlei, zu verhindern. Nach derzeitigem Stand ist der Beginn der Sanierungsarbeiten für Herbst 2023 geplant. Verantwortlich für die Durchführung der Sanierung ist der Kreis als untere Bodenschutzbehörde. 

Verkehrskonzept Wikinghalbinsel

Im Sanierungsplan wird die Planung der verkehrlichen Handhabung zur Sicherstellung der Erreichbarkeit der Wikinghalbinsel angesprochen. Aufgrund der innerstädtischen Sanierungsfläche mit geringem Platzangebot und der unmittelbaren Nähe zu Anwohnern und Gewerbetreibenden wird der verkehrlichen Situation während der Bauphase große Bedeutung beigemessen. Die Stadt Schleswig hat sich dieser Aufgabe angenommen und erarbeitet in Absprache mit dem Kreis Schleswig-Flensburg derzeit ein Verkehrskonzept.

Da der Baustellenverkehr über die Callisenstraße erfolgt, werden die vorhandenen Verkehrsinseln voraussichtlich zurückgebaut und die Straße so hergestellt, dass LKWs zweispurig passieren können. So werden lange Rückstaus in der Callisenstraße vermieden. Es wird in Absprache mit der Feuerwehr der Sammelplatz des Wikingturms verlegt. Ebenso werden weiterhin behindertengerechte Parkplätze in möglichst geringem Abstand zu den zu erreichenden Gebäuden eingerichtet werden.

Für die Möglichkeit, weiterhin Busse in Richtung des Wikingturms fahren lassen zu können, werden aktuell verschiedene Varianten zur Einrichtung von Wendemöglichkeiten durchdacht und auf Realisierbarkeit geprüft. Auch für den Ausgleich der vorübergehend wegfallenden Parkplätze vor dem Wikingcenter gibt es verschiedene Ausweichoptionen, die sich gerade in der Prüfung befinden.

Um auch Touristen und Besucher der Stadt Schleswigs oder Kunden der angrenzenden Betriebe eine transparente Einsicht in die Erreichbarkeit der Ziele auf der Wikinghalbinsel zu geben, wird die Aufstellung eines Wegweisers auf den Grünflächen des Herrenstalls angedacht.

Nach Beendigung der Baumaßnahme wird die Callisenstraße von der Stadt Schleswig in erforderlichem Maße instandgesetzt und wiederhergestellt.

Es wird mit Nachdruck an einer möglichst verträglichen Lösung für alle Beteiligten gearbeitet, dennoch bedeutet eine innerstädtische Baustelle eine Einschränkung für die Anwohner und Gewerbetreibenden des Umfelds, welche sich kaum allumfänglich vermeiden oder unterbinden lässt. Hierfür bittet der Kreis Schleswig-Flensburg um Ihr Verständnis.

Der Umgang mit Immissionen auf Anlieger während der Baumaßnahme

Die Nähe des Sanierungsgebiets zur angrenzenden Wohnbebauung stellt in vielerlei Hinsicht eine planungstechnische Herausforderung dar. Die Förderung und der Abtransport der belasteten Böden verursacht ein erhöhtes Lärm-, Staub-, Geruchs- und Erschütterungsvorkommen. Bereits während der Erstellung des Sanierungsplans ist zur Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte im Bauablauf Rücksicht genommen worden, sodass umfangreiche bauliche Maßnahmen sowohl bei der Zeit- als auch bei der Kostenplanung berücksichtigt worden sind. Beispielsweise wird an den Tiefbaugeräten zur Verringerung der geruchstechnischen Belastung eine Absaugvorrichtung vorgesehen. Weitere für den Geruch kritische Arbeitsschritte werden, soweit technisch möglich, eingehaust vorgenommen. Lärm-, Geruchs- und Staubgutachterliche Betrachtungen finden bereits seit Herbst 2021 parallel zu weiteren Planungsleistungen statt und werden die Ausführungsplanung und die Ausführung der Bauarbeiten begleiten.

Die Wahl der Einsatzbereiche der Spezialtiefbauverfahren (Waben- und Großlochbohrverfahren) ist auf die Nähe der Umgebungsbebauung angepasst und statisch betrachtet worden. Die Rammarbeiten der Spundwand und die Auswirkungen für den tiefgegründeten Wikingturm wurden gesondert von einem Gutachter betrachtet. Das geotechnische Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Einbringung der Spundwand und der damit einhergehenden Erschütterungen und Vibrationen keinerlei Standsicherheitsprobleme für den Wikingturm resultieren.

Es wird zudem ein transparentes Messsystem für Geruchs-, Lärm-, und Erschütterungsmessungen eingerichtet. Dies ermöglicht jedem Anwohner über diese Website die stundenaktuelle Abfrage der gemessenen Emissionswerte und somit auch die Überprüfung der Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte.

Weiter werden sich die Arbeiten werden auf den Tageszeitraum beschränken, um die Lärmbelastung der Anwohner gering zu halten.

Ebenso, wie bei der verkehrlichen Situation, ist dem Kreis Schleswig-Flensburg bewusst, dass eine Altlastensanierung im innerstädtischen Bereich zu Belastungen und Umständen im Alltag der Betroffenen führen kann. Es wird auch hier versucht, diese Belastungen so gering wie möglich zu halten. Sollten Fragen offenbleiben, bitten wir Sie, das Angebot einer direkten Kontaktaufnahme zu den beteiligten Personen (Kontaktdaten in der rechten Spalte) wahrzunehmen.

Planung externe Bodenzwischenlagerfläche

Für die Altlastensanierung am Wikingeck ist bei der Erstellung des Sanierungsplans in 2020 festgestellt worden, dass die Entsorgung des auszuhebenden Bodens einen erheblicher Kostenfaktor darstellt. Aufgrund dessen ist die Einordnung des Aushubmaterials für verschiedene Entsorgungswege notwendig, um den wiedereinbaufähigen Boden von höher belastetem Material zu trennen und festzulegen, welche Chargen deponiert werden können oder der thermischen Verwertung zugeführt werden müssen. Dabei ist die thermische Verwertung mit hohen Kostenaufwendungen verbunden, sodass diese Differenzierung zu erheblichen Kosteneinsparungen der Entsorgung führt. Die für die Einordnung notwendigen Laboruntersuchungen benötigen circa 10 Werktage, weswegen das Bodenmaterial für diesen Zeitraum zwischengelagert werden muss. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse am Sanierungsstandort kann dies nicht vor Ort geschehen. Somit wurde die Notwendigkeit einer externen Bodenzwischenlagerfläche zur Zwischenlagerung und Beprobung des zu entsorgenden und wiedereinbaufähigen Bodenmaterials festgestellt. Gemeinsam haben die Stadt Schleswig und der Kreis Schleswig-Flensburg nach einer Variantenbetrachtung verschiedener in Frage kommender Flächen eine derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche an der nördlichen Stadtgrenze (Voßkuhlenkoppel) für geeignet befunden (Plan siehe unten).

Neben der laufenden notwendigen Bauleitplanung, welche von der Stadt beauftragt wurde und betreut wird, wurden seitens des Kreises Schleswig-Flensburg Planungsleistungen beauftragt, die für das Genehmigungsverfahren nach BImSchG erforderlich sind. Das beauftragte Büro, die Ingenieurgesellschaft Possel und Partner GmbH, ist für die Ausarbeitung des Standorts bis zur Leistungsphase 6 (Genehmigungsplanung) zuständig.

Anliegend befindet sich der Übersichtsplan der externen Bodenzwischenlagerfläche nach aktuellem Stand. Hier werden zwei getrennte Zwischenlagerflächen für unbelastetes (braun hinterlegt) und belastetes (grau hinterlegt) Bodenmaterial benötigt. Die Fläche des belasteten Materials wird mit einer Asphaltdecke befestigt und es werden bauliche Maßnahmen zum Auffangen des anfallenden Oberflächenwassers getroffen. Ein Teil der Bodenzwischenlagerfläche muss aufgrund der entstehenden Schadstoffbelastung eingehaust und mit einer Luftaufbereitungsanlage versehen werden. Auf Basis des im Sanierungsplan zur Altlastensanierung am Wikingeck beschriebenen Bauablaufs werden täglich circa 300 m³ belasteter Boden zur externen Bodenzwischenlagerfläche abgefahren. Aus der anzusetzenden Zeitspanne von 10 Werktagen für die Laboruntersuchungen der Böden ergibt sich eine Zwischenlagerkapazität von 3.000 m³. Für eventuelle Annahmestopps von Verwertungsanlagen für das abzutransportierende, beprobte Material werden Flächen und Container zur Zwischenlagerung vorgehalten.

Die Zuwegung erfolgt voraussichtlich über eine vorhandene Zufahrt. Die Fahrtwege sind orange und grün dargestellt und liegen einer Schleppkurvenberechnung zugrunde. Die getrennte Betrachtung von Zu- und Abfahrtswegen ermöglicht einen reibungslosen Transportablauf auf der Bodenlagerfläche. Aktuell wird eine Variantenbetrachtung durchgeführt, um eine größtmögliche Zwischenlagerkapazität bei geringstmöglichen Rangier- und Verkehrsflächen zu erreichen. Um Verunreinigungen des öffentlichen Straßennetzes zu vermeiden, durchlaufen die LKW nach Verlassen der Zwischenlagerflächen eine Reifenwaschanlage. Selbiges geschieht beim Verlassen des kontaminierten Bereichs am Sanierungsstandort.

Das verunreinigte Wasser aus Bodenmaterial und Reifenwaschanlage wird in einer Wasseraufbereitungsanlage zu einleitfähigem Wasser aufbereitet. Aktuell werden verschiedene Entsorgungsvarianten geprüft. Hier werden auch die Abwässer aus den einzurichtenden Büro- und Sanitärcontainern abgeführt.

Aufgrund der Versiegelung von Flächen fällt sauberes Oberflächenwasser an, welches über die blau eingezeichneten Leitungen in ein Regenwasserrückhaltebecken geleitet wird. Erforderlich wird ein Speichervolumen von 700 m³. Das hier angesammelte Wasser wird über einen gedrosselten Ablauf in die Vorflut eingeleitet. Über die Ausbildung dieses Bauwerks finden aktuell Abstimmungen mit der unteren Wasserbehörde statt, um die Bedingungen für eine entsprechende wasserrechtliche Einleitungserlaubnis zu klären.

Verbindlichkeitserklärung und Anlagen

Sanierung der Altlast Wikingeck Schleswig - Ausschluss von „In-Situ-Sanierungs-Verfahren“

Dem Kreis wurde im Auftrag der anwaltlichen Vertretung eines betroffenen Grundstückseigentümers ein „alternatives Sanierungskonzept“ mit einem In-Situ-Verfahren vorgelegt. Bei einem solchen Verfahren erfolgt vor Ort im Untergrund ein Abbau von Schadstoffen durch Zugabe von Mikroorganismen.

Dieser Vorschlag wurde den Anwohnern der Sanierungsfläche, den Finanzierungspartnern Stadt, Land, Bund sowie den örtlichen Medien als kostengünstigere, machbare Alternative präsentiert, die zudem noch emissionsfrei ist und ohne sichtbare Eingriffe in den Boden auskommt.

Nachfolgend wird daher hier die Entscheidung für den Ausschluss eines In-Situ-Verfahrens sowie die Auswahl der Sanierungsvariante Bodenaustausch umfassend erläutert:

Der Einsatz einer In-Situ-Variante wurde neben anderen Varianten in der Machbarkeitsstudie zum Sanierungsplan eingehend geprüft und im Ergebnis als ungeeignet ausgeschlossen, so dass durch den Kreis die Entscheidung für die Sanierung durch Bodenaustausch getroffen wurde.

Zu dem aktuell vorgelegten Alternativkonzept wurde seitens des Kreises die obere Bodenschutzbehörde, das LLUR, und ein unabhängiges Fachgutachterbüro, die Ingenieurgesellschaft Possel und Partner, IPP, um eine fachliche Stellungnahme gebeten.

Wie bereits der Vorgutachter und das Planungsbüro, das den Sanierungsplan aufgestellt hat, kommen die beiden aktuellen Stellungnahmen zu dem Schluss, dass eine Sanierung ausschließlich mit In-Situ-Maßnahmen für den Standort nicht geeignet ist und die behördlich gesetzten Sanierungsziele nicht erreichen wird.

Der Alternativ-Vorschlag bezieht sich ausschließlich auf die landseitige Sanierung. Für die Wasserseite sieht er, wie der Sanierungsplan auch, den Aushub der Sedimente vor.

Zur Erreichung der Sanierungsziele muss die Schadstoffquelle nahezu vollständig entfernt werden. Das ist ausschließlich mit einer Ausbaggerung gemäß Sanierungsplan möglich und mit dem alternativ beschriebenen Verfahren nicht erreichbar. Ein biologischer Abbau würde generell nur bei einem kleineren Teil der vorhandenen sehr komplexen Schadstoffmischung funktionieren und zu einer Nachlieferung nicht abgebauter Schadstoffe führen, so dass diese Maßnahme keine dauerhafte Lösung darstellt.

Hinzu kommt, dass ein biologischer Abbau nur für die Kontaminationen unterhalb der Auffüllungen im gewachsenen Bodenbereich möglich ist. Jedoch befindet sich der ganz überwiegende Anteil der Kontaminationen im Bereich der sehr unterschiedlich zusammengesetzten Auffüllungen und würde somit nicht saniert werden, was ebenfalls zur Nachlieferung von Schadstoffen in das Grundwasser führt. Diese Nachlieferung würde in Teilen eine Rekontamination der sanierten Wasserseite bedeuten.

Die gesamte Dauer einer In-Situ-Sanierung würde sich über einen sehr langen Zeitraum erstrecken. Währenddessen würde weiterhin jedes Jahr eine abgeschätzte Schadstofffracht von 300 – 400 kg in das oberflächennahe Grundwasser und in die Schlei ausgetragen werden.

Insgesamt sind in dem Konzept zahlreiche Unstimmigkeiten und Unsicherheiten enthalten und viele Fragen bleiben offen. Der im alternativen Vorschlag aufgeführte Vorversuch wurde beispielsweise unter optimalen Laborbedingungen durchgeführt und das Probenmaterial wurde aufgrund der sehr hohen Konzentrationen mit sauberem Bodenmaterial vermischt.

Weiterhin ist der Flächenbedarf der Anlagen für die wasserseitige Sanierung, ohne dass die Grundstücke Callisenstraße 25 und 27 flächig zur Verfügung stehen, in keiner Weise berücksichtigt worden. Es gibt keine Hinweise, wie mit den vorhandenen Teergruben etc. umgegangen werden soll. Bzgl. noch erforderlicher Voruntersuchungen sowie der Dauer der Maßnahmen bestehen erhebliche Kostenunsicherheiten, so dass auch hier mit deutlich höheren Kosten zu rechnen ist, als angegeben.

Abschließend kommen IPP und LLUR zu dem Schluss, dass bei dem Alternativvorschlag die Risiken hinsichtlich der Nichterreichung der Sanierungsziele sowie der entstehenden Kosten viel zu hoch sind und nur die nahezu vollständige Entfernung der Schadstoffquelle durch Bodenaustausch als Sanierungsmaßnahme in Frage kommt.

In dem gesamten Verfahren wurde eine sehr umfangreiche und vollständige Prüfung von infrage kommenden Sanierungsmethoden durchgeführt, bei der der gewählte Bodenaustausch als alleinige Maßnahme zur Erreichung der Sanierungsziele übrigbleibt.

Ausschluss von In-Situ-Sanierungs-Verfahren 


Sanierungsplan Wikingeck (inklusive Bekanntmachung)

Anlagen zum Sanierungsplan

Dokumentationen zum Sanierungsplan

Anhänge zum Sanierungsplan

Kurzbericht Sanierungsuntersuchung

Zur Machbarkeitsstudie und Anlagen


Zum Untersuchungsbericht ISBG

Anlagen

Dokumentationen



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