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Kreis Schleswig-Flensburg

Flächenverbrauch 

Unter Flächenverbrauch versteht mensch die Umwandlung von landwirtschaftlichen oder naturbelassenen Flächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen. Das führt zu einem direkten Verlust von nicht regenerierbarem Boden und Lebensraum.

Deutschlandweit beträgt der aktuelle Flächenverbrauch für Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen 56 ha/Tag (2018). Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung fordert bis 2030 eine Verringerung des Verbrauchs auf weniger als 30 ha/Tag. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fordert in seinem integrierten Umweltprogramm sogar weniger als 20 ha/Tag bis 2030. Ab 2050 ist das Ziel, dass bundesweit kein Flächenverbrauch mehr stattfinden soll, sondern ein reiner Flächenkreislauf gefahren werden soll.

Die Daten der letzten Erhebung für Schleswig-Holstein von 2017 zeigen einen Flächenverbrauch von 3,4 ha/Tag auf. Das Ziel der Landesregierung ist eine Reduzierung auf weniger als 1,3 ha/Tag bis 2030.

Ein wichtiger Bestandteil für die Verringerung der Inanspruchnahme neuer Flächen ist eine nachhaltig orientierte Siedlungsentwicklung der Gemeinden. Im Baugesetzbuch sind hierzu einige rechtliche Vorschriften verankert, die einer Zersiedelung entgegenwirken und die Innenentwicklung unterstützen sollen.
Die Gemeinden sind hierdurch aufgefordert, sich aktiv mit den Innenentwicklungspotentialen auseinanderzusetzen und die Siedlungsentwicklung vor allem auf die Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen der Innenentwicklung zu konzentrieren.

Diese Vorgaben des Bundesgesetzgebers werden im Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein mit Grundsätzen und Zielen der Raumordnung weiter konkretisiert. Der Kreis Schleswig-Flensburg unterstützt die Gemeinden fachlich bei einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und versucht in diesem Zuge einen aktiven Beitrag zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme zu leisten. Die Sanierung von Altlasten trägt ebenfalls aktiv zur Ressourcenentwicklung und Vermeidung weiteren Flächenverbrauchs bei.