Gelungener Auftakt der Sportentwicklungskonferenz für den Kreis Schleswig-Flensburg
Viele verschiedene Faktoren wirken auf den organisierten Sport ein und beeinflussen ihn nachhaltig. Um den Wandel aktiv gestalten zu können, muss sich der heutige Vereins- und Verbandssport mit verschiedenen Zukunftsthemen auseinandersetzen, wie etwa der demografischen Entwicklung, gesellschaftlichen und sportlichen Trends, der Gewinnung von Ehrenamtlichen, der Struktur und Organisation von Sportvereinen und auch mit Fragen zum eigenen Selbstverständnis.
Mit der Sportentwicklungskonferenz wurde unter Schirmherrschaft des Kreispräsidenten Walter Behrens jetzt vom Kreissportverband und dem Fachdienst Gesundheit des Kreises Schleswig-Flensburg ein Format eingeführt, in dem nun alle Akteure zusammen der Frage nachgehen, wie wir den Sport im Kreis und Kinder im Kitaalter zusammenführen können. Denn gerade für die Jüngsten unserer Gesellschaft spielt Bewegung eine bedeutende Rolle. Sie wirkt sich positiv auf die körperliche und mentale Gesundheit aus. Bewegung bringt außerdem ein hohes Potenzial für Bildung sowie Sozialisierung mit sich und ist daher elementar für die motorische und personelle Entwicklung der Kleinsten.
Im Anschluss an die Eröffnungsrede von Kreispräsident Walter Behrens stellte der Vorsitzende des Kreissportverbandes Hanno Reese relevante Handlungsempfehlungen für die rund 220 Sportvereine im Kreis Schleswig-Flensburg vor. Eine dieser Empfehlungen beinhalte die Kooperationsschließung mit anderen Lebenswelten, wie Schulen, Kindertagesstätten oder Senioreneinrichtungen, um für diese Zielgruppen Sportangebote zu initiieren. Hanna Eggers vom Landessportverband präsentierte dann ihr Projekt „Beratung bieten, Zukunft gestalten!“. Sportvereine hätten damit zukünftig die Möglichkeit, Unterstützung durch systemische Organisationsberatung sowie Fallberatung bei Konflikten, Diskriminierung oder antidemokratischem Verhalten in Anspruch zu nehmen.
Den zweiten Teil der Veranstaltung „Kita und Verein im Dialog“ eröffneten Hanno Reese und Svea Schnoor, Gesundheitsplanerin im Kreis Schleswig-Flensburg. Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen im Kreis verdeutlichten den Teilnehmer*innen, wie wichtig es ist, Bewegungsförderung in den Kita-Alltag zu integrieren. „Kinder im Kita-Alter haben einen großen Bewegungsdrang, wollen Neues kennenlernen, sich Herausforderungen stellen. All das bietet der Sport“, so Reese. Daher sei bedeutend, Sportvereine und Kitas an einen Tisch zu bringen. Motopädagoge Michael Rickert brachte in seinem Vortrag die Botschaft mit, dass in jeder Handlung Lernen stecke. „Bewegung ist Lernen!“, so Rickert. Viele Kinder hätten lange Betreuungszeiten, in denen es wichtig sei, für sie Spiel- und Bewegungsangebote zu haben.
Die Teilnehmer*innen konnten sich schließlich an Thementischen gezielt informieren und miteinander über die Umsetzbarkeit ins Gespräch kommen. Dabei ging es um das Gütesiegel „Bewegungskita“, Fördermöglichkeiten der Sportjugend Schleswig-Holstein, ein Best-Practice-Beispiel für eine Kooperation zwischen Kita und Verein vom TSV Munkbrarup sowie das Thema Qualifizierung. Aus den Ergebnissen der Diskussionen sollen jetzt weitere Unterstützungsbedarfe der Sportvereine und Kitas ermittelt werden.
In der ersten Jahreshälfte 2026 wird „Kita und Verein im Dialog“an drei weiteren Standorten stattfinden: Handewitt, Mittelangeln und Kappeln. Hierzu sind auch alle weiteren Kitas und Sportvereine herzlich eingeladen, um die Akteure regional miteinander zu vernetzen.
Foto vom Kreissportverband: Hanno Reese, Vorsitzender des Kreissportverbandes, bei der Eröffnung der Sportentwicklungskonferenz.