Jugendbeteiligung mit Herz und Vision - Ein innovatives Projekt des Kreises Schleswig-Flensburg
Was passiert, wenn wir Jugendlichen nicht nur zuhören, sondern sie aktiv in die Gestaltung ihrer Zukunft einbeziehen? Der Kreis Schleswig-Flensburg wagt genau diesen Schritt und stellt ein innovatives Projekt zur Jugendbeteiligung vor, das derzeit in der Orientierungsphase steckt – aber bereits jetzt spannende Perspektiven eröffnet.
Während Jugendbeteiligung gesetzlich vorgeschrieben ist, geht der Kreis Schleswig-Flensburg noch weiter: Hier wird nicht nur ein Mindestmaß an Beteiligung angestrebt, sondern ein echter Dialog auf Augenhöhe geschaffen. In der aktuellen Orientierungsphase geht es darum, die besten Wege zu finden, wie Jugendliche nicht nur gehört, sondern auch wirklich in politische Entscheidungsprozesse integriert werden können. Dies wird nicht ohne die nötige Expertise und Sensibilisierung der beteiligten Akteure geschehen.
Ein Schlüssel zum Erfolg dieses Projektes liegt in der Transparenz und der Bereitschaft, von Anfang an Synergien mit bestehenden Netzwerken zu nutzen. Ob durch die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendbildungsstätten, Vereinen und Verbänden, Jugendzentren oder lokalen Initiativen – das Projekt will Brücken bauen und ein starkes Fundament für eine nachhaltige Beteiligung legen.
Ein großer Schritt, der noch bevorsteht: Jugendliche sollen künftig auch ihre Anliegen in den Jugendhilfeausschuss einbringen – ein Schritt, der mutig und innovativ ist. Doch um dies erfolgreich umzusetzen, müssen nicht nur neue Formate entwickelt, sondern auch alte Strukturen überdacht werden. Wer kann sich vorstellen, dass ein 16-jähriger Jugendlicher mehrere Stunden lang den verschiedenen politischen Themen aufmerksam folgt? Und wie kann es gelingen, eine Kontinuität in der Jugendbeteiligung trotz Fluktuation durch Erreichen der Volljährigkeit herzustellen?
Die Antwort liegt auf der Hand: Es braucht neue Formate, mehr Interaktivität und ein klares Erwartungsmanagement. Nur so kann Beteiligung für alle Seiten zu einem gewinnbringenden Prozess werden.
Zur Zeit arbeiten Svenja Mix und Bente Fuchs aus der Kinder- und Jugendförderung der Kreisverwaltung intensiv daran, diese neuen Formate und beteiligungsorientierten Prozesse zu entwickeln. Dabei spielt die Expertise von Fachleuten eine wichtige Rolle, um sicherzustellen, dass die Beteiligung nicht nur eine symbolische Geste bleibt, sondern tatsächlich spürbare Auswirkungen hat. Gleichzeitig muss eine Sensibilisierung auf beiden Seiten stattfinden – bei den Jugendlichen genauso wie bei den politischen Entscheidungsträgern.
Das langfristige Ziel dieses Projekts ist es, den Jugendlichen nicht nur zu zeigen, dass ihre Meinungen gehört werden, sondern dass Politik für sie greifbar und beeinflussbar wird. Es geht darum, die Begeisterung für politische Prozesse zu wecken und den Jugendlichen die Chance zu geben, mitzugestalten. Wer weiß – vielleicht entstehen aus diesem Projekt die Nachwuchspolitikerinnen und Politiker von morgen, die mit frischen Ideen und einer neuen Perspektive die politische Landschaft verändern.
Gleichzeitig ist auch der Ausbau von Beteiligungsstrukturen innerhalb der Hilfen zur Erziehung und anderen Angeboten des Jugendamts ein Ziel des Projekts. Hierbei sind die Projektleiterinnen angewiesen auf die Expertise und die Offenheit der Kolleg*innen, um in diesem sensiblen Arbeitsfeld den Anliegen von Kindern und Jugendlichen Gehör und Anerkennung zu ermöglichen.
Mit diesem Ansatz setzt der Kreis Schleswig-Flensburg ein starkes Zeichen für eine aktive, transparente und nachhaltige Jugendbeteiligung, die gesetzliche Vorgaben erfüllt und darüber hinaus echte Perspektiven für die Zukunft eröffnet.