Neuer (alter) Vorsitzender der Region Sønderjylland-Schleswig: Schleswig-Flensburgs Kreispräsident Walter Behrens
Bei der ersten Vorstandssitzung des Jahres im Regionskontor in Pattburg wurde Kreispräsident Walter Behrens am 20. Februar 2026 erneut zum Vorsitzenden der Region Sønderjylland-Schleswig (RSS) gewählt. Nachdem der Vorsitz die vergangenen zwei Jahre turnusmäßig dänisch besetzt war, übernimmt Behrens das Amt nun zum wiederholten Mal. Mette Bossen Linnet aus der Region Syddanmark wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Die Region Sønderjylland-Schleswig ist heute ein fester Bestandteil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark. Sie gewährleistet den institutionalisierten Austausch von Informationen auf politischer und verwaltungstechnischer Ebene. Für den Kreis Schleswig-Flensburg ist diese Partnerschaft eng mit dem Wirken von Walter Behrens verbunden. Dieser setzt sich seit der Gründung der Region 1997 regelmäßig für eine stabile und vertrauensvolle Kooperation mit den Partnern südlich und nördlich der Grenze ein. Dabei versteht Behrens die Grenzregion nicht als Trennlinie, sondern als gemeinsamen Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum.
Spürbare Bedeutung der Region für die Menschen im Kreis Schleswig-Flensburg
Besonders in den letzten drei Jahren sind im Rahmen der RSS einige „People to People“-Projekte entstanden, die die Bürgerinnen und Bürger der Grenzregion direkt einbinden – sei es als Teilnehmer*in oder als Mitgestalter*in. Dies ist vor allem dank des speziellen Interreg-Fonds, dem sogenannten Bürgerprojektefonds, möglich, den die RSS derzeit verwaltet.
Walter Behrens betont die Bedeutung dieser Vernetzungsmöglichkeiten: „Die Region Sønderjylland-Schleswig setzt sich dafür ein, Herausforderungen grenzüberschreitend zu lösen und die Lebensqualität der Bevölkerung auf beiden Seiten zu verbessern. Durch die Interreg-Förderung sind in den vergangenen Jahren viele bürgernahe Projekte entstanden, von denen auch die Menschen im Kreis Schleswig-Flensburg profitieren, unabhängig von Alter, Herkunft und fachlicher Einbindung. Hierzu gehörte bei uns im Kreis im letzten Jahr anlässlich des 175. Jahrestages der Schlacht bei Idstedt beispielhaft das grenzüberschreitende Schülerprojekt „Demokratie in Krieg und Frieden“, bei dem deutsche und dänische Schülerinnen und Schüler bei einem 2-tägigen Workshop historisches Wissen sammelten und viel über die Bedeutung der Demokratie lernten. In meiner kommenden Amtszeit werde ich solche Initiativen weiterhin in den Fokus rücken und den Austausch weiter fördern.“
Über die Region Sønderjylland-Schleswig
Die Organisation wurde 1997 in Aabenraa ins Leben gerufen. Zu den Partnern auf deutscher Seite zählen neben dem Kreis Schleswig-Flensburg die Stadt Flensburg und der Kreis Nordfriesland. Auf dänischer Seite gehören die Region Syddanmark sowie die Kommunen Aabenraa, Tønder, Haderslev und Sønderborg dazu. In der Region sind drei Minderheiten zu Hause - die deutsche, die dänische und die friesische Minderheit. Die Arbeit der Region basiert auf den thematischen Säulen Arbeitsmarkt, Kultur und Sprache sowie Regionalentwicklung und politischer und administrativer Dialog.
Foto (von links nach rechts): Mette Bossen Linnet, Walter Behrens