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Datum: 19.03.2026

Projekt „Sprache verbindet“ stärkt Integration im Kreisgebiet

Brücken entstehen nicht von heute auf morgen – sie werden geplant, gebaut und verbinden schließlich Menschen miteinander. Genau eine solche Brücke schlägt das Projekt „Sprache verbindet“: zwischen Menschen, Kulturen und neuen Lebensperspektiven.

Die Zugangsmöglichkeiten zu Integrations- und Sprachkursen ist seit jeher mit dem individuellen Aufenthaltsstatus eng verknüpft. Gleichzeitig sind Integrations- und Sprachkurse ein zentraler Schlüssel für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten – sowohl in die Gesellschaft als auch in den Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund hat die Kreisverwaltung frühzeitig gehandelt und ein klares Ziel verfolgt: möglichst allen Menschen eine Chance zu geben, ihre Potenziale zu entfalten und sich in das gesellschaftliche Leben einzubringen. Nach einer intensiven Planungsphase fällt der Start dieses Projektes nun sogar in eine Zeit, in der die Zugangsmöglichkeiten zu Integrationskursen durch den Bund drastisch verengt werden.

„Heute zeigt sich, dass wir mit dem Projekt „Sprache verbindet“ die richtigen Weichen gestellt haben: Das Projekt ist erfolgreich gestartet und war von Beginn an vollständig ausgebucht“, freut sich Herr Wienke, Fachbereichsleitung Regionale Integration, gemeinsam mit Jasmin Schleuter, Leiterin des Migrationsmanagements.

Das Projekt richtet sich an Geflüchtete aller Altersgruppen und Geschlechter mit einem Sprachniveau ab A2. Ziel ist es, die Deutschkenntnisse aktiv zu erhalten und zu verbessern, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsames Lernen zu fördern. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblicke in das Leben im Kreisgebiet sowie wichtige Informationen über den regionalen Arbeitsmarkt.

Ein Blick in den Kursalltag zeigt, wie lebendig und praxisnah gelernt wird: Neben aktuellen Themen – etwa aus der Tagesschau – geht es auch um kulturelle Besonderheiten, Klischees und typisch deutsche Eigenheiten. Für einen besonders heiteren Moment sorgte die Aussage eines Teilnehmers, der schmunzelnd berichtete, dass Deutschland in seiner Heimat vor allem mit „Kartoffeln und Bier“ verbunden werde – eine Beobachtung, die im Kurs für viele Lacher sorgte und gleichzeitig zum Austausch über kulturelle Bilder anregte.

Dass das Projekt wirkt, zeigt sich auch ganz konkret: So ist zum Beispiel ein Teilnehmer in einen Sportverein eingetreten, ein anderer hat Arbeit in einem Imbiss gefunden – erste wichtige Schritte hin zu gesellschaftlicher Teilhabe und beruflicher Integration.

Ein besonderer Aspekt des Projekts wird bei einem genaueren Blick auf die Teilnehmenden deutlich: Unter ihnen sind Menschen mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen – etwa ein Jurist, eine Apothekerin, eine Chemikantin oder auch eine frische Abiturientin. Sie alle bringen wertvolle Kompetenzen und Potenziale mit und sind wichtige zukünftige Fachkräfte für unseren Arbeitsmarkt. Damit dieses Potenzial sich entfalten kann, braucht es jedoch vor allem eines: konkrete Unterstützung vor Ort und engagierte Partner.

Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr in Süderschmedeby, die ihre Räumlichkeiten für das Projekt zur Verfügung stellt und damit großes Engagement und Hilfsbereitschaft zeigt. Ebenso erfreulich ist die Unterstützung in Schleswig: Auch die Stadt war bereit, ihre Türen für das Projekt zu öffnen. „Diese Bereitschaft ist keineswegs selbstverständlich“, betont Heide Brodda, Vorsitzende des Arbeits- und Sozialausschusses.

Dass das Projekt so gut angenommen wird, zeigt sich auch an der hohen Teilnahmebereitschaft aus dem gesamten Kreisgebiet. Dank der guten Busanbindung nach Süderschmedeby ist eine unkomplizierte Anreise möglich. Die Gruppe der Kursteilnehmenden ist entsprechend vielfältig und spiegelt die Breite des Kreisgebiets wider: Menschen aus Wees, Kappeln, Hüsby, Busdorf und Dollerup nehmen regelmäßig teil. Auch die Herkunftsländer der Teilnehmenden sind vielfältig – darunter Iran, Irak, Jemen, Afghanistan, Libyen, Syrien, die Ukraine und Sudan.

Durchgeführt wird der Sprachkurs von der bb Gesellschaft unter der Leitung von Herrn Gast. Für dieses Engagement sprechen die Projektverantwortlichen ihren ausdrücklichen Dank aus.

Auch seitens der Verwaltung wird das Projekt ausdrücklich begrüßt. Trotz knapper Haushaltsmittel hat die Kreispolitik den Handlungsbedarf erkannt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Dieses Engagement zeugt von Mut, Entschlossenheit und einem klaren Bekenntnis zur Integration.

Die zentrale Botschaft des Projekts ist klar: Sprache ist der Schlüssel zur Integration – nicht nur in die Gesellschaft, sondern auch in den Arbeitsmarkt.

Mit „Sprache verbindet“ wird ein wichtiger Beitrag geleistet, um Geflüchteten neue Perspektiven zu eröffnen und das gesellschaftliche Miteinander nachhaltig zu stärken.

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