X*Plaining Girls 2026
Wenn neue Ideen Wurzeln schlagen und Perspektiven wachsen, geht es bei „X*Plaining Girls“ nicht nur um Berufsorientierung – sondern auch darum, alte Vorstellungen aufzubrechen.
Gesellschaftliche Erwartungen beeinflussen noch immer, welche Berufe Mädchen und junge Frauen für sich in Betracht ziehen. Im Rahmen der Woche der Ausbildung setzt „X*Plaining Girls“ genau hier an und schafft Räume, in denen berufliche Möglichkeiten neu gedacht und ohne Rollenklischees entdeckt werden können.
Umgesetzt wurde die Aktion durch die Jugendberufsagentur Schleswig (JBA). Die JBA ist eine Bürogemeinschaft der Arbeitsagentur, des Jobcenters, des Jugendamtes und des Berufsbildungszentrums (BBZ) Schleswig. Die Schulen arbeiten eng mit der JBA zusammen.
Die von der Jugendberufshilfe initiierte und finanzierte Veranstaltung, unterstützt von der Kreishandwerkerschaft, richtete sich bewusst an Mädchen und junge Frauen unter sich. In diesem geschützten Rahmen begegneten sie weiblichen Auszubildenden, die aus ihrem Berufsalltag berichteten, Erfahrungen teilten und als greifbare Vorbilder wirkten.
An praxisnahen Stationen in der Jugendberufsagentur im BBZ Schleswig hatten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, handwerkliche Tätigkeiten selbst auszuprobieren und unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen. Der direkte Austausch auf Augenhöhe baute Hemmschwellen ab, stärkte Selbstvertrauen und eröffnete realistische Perspektiven für die eigene Zukunftsplanung.
Abseits klassischer Informationsveranstaltungen bot „X*Plaining Girls“ auch Raum für lockeren Austausch: Bei Pizza und Popcorn kamen die Schülerinnen ungezwungen mit den Auszubildenden ins Gespräch, stellten Fragen und gewannen persönliche Einblicke in verschiedene Ausbildungswege. Dass die Veranstaltung bereits zum dritten Mal stattfand, unterstreicht ihren nachhaltigen Erfolg. Auch in diesem Jahr wurde deutlich, wie lebendig und praxisnah Berufsorientierung gestaltet sein kann – und dass Zukunftsplanung durchaus Freude machen darf.
So verband „X*Plaining Girls“ Berufsorientierung mit Begegnung – und leistete zugleich einen wichtigen Beitrag, um dem zunehmenden Nachwuchskräftemangel in handwerklichen und technischen Berufen entgegenzuwirken.