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Exkursion im Archäologischen Park Danewerk: Baufortschritt am UNESCO-Welterbe sichtbar

Zur Halbzeit der laufenden Bauphase informierten sich die Vertreter*innen des Regionalentwicklungs- und Umweltausschusses des Kreises Schleswig-Flensburg am 28. Mai 2026 im Rahmen einer Exkursion über den aktuellen Projektstand zur Inwertsetzung des Archäologischen Parks und des Neubaus des Danevirke Museums.

Im Mittelpunkt standen die Fortschritte bei der Erlebbarmachtung des UNESCO-Welterbes Haithabu und Danewerk am neuen Besucherhighlight in der Gemeinde Dannewerk. Vertreter*innen des Kreises Schleswig-Flensburg, des Danevirke Museums, der Gemeinde Dannewerk sowie des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein erläuterten den aktuellen Stand der Arbeiten und die nächsten Schritte.

Die Begrüßung erfolgte durch Petra Schulze, Vorsitzende des Regionalentwicklungs- und Umweltausschusses des Kreises, Dannewerks Bürgermeister Ingo Masuhr sowie Thorsten Roos, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung, Bau und Umwelt des Kreises Schleswig-Flensburg.

Anschließend führte das Welterbeteam die Teilnehmenden durch den Archäologischen Park. Stationen der Exkursion waren unter anderem:

  • der Rohbau des Danevirke Museums,
  • das Tor zum Norden (Station der neuen Sensorik zur Besucherzählung und geplantem digitalem AR-Fernrohr),
  • die neuen Rundwege auf und um die Kernzone des Danewerks sowie die geplante Aussichtsplattform,
  • die Waldemarsmauer sowie das zukünftige Vermittlungssystem des Archäologischen Parks.

Museumsleiter Lars Erik Bethge stellte den aktuellen Stand des Museumsneubaus vor. Mathias Jahnke, Fachdienstleister Regionalentwicklung, berichtete von Kooperationsprojekten mit der „Smarten Grenzregion“ und der neuen Besuchererfassung im Freiraum sowie der geplanten AR-Vermittlungsstation am Tor des Nordens. Astrid Hummel vom Welterbeteam informierte über den Wegebau, die Besonderheiten von Bauen im Welterbe und Einschränkungen der barrierearmen Erschließung des Geländes sowie über den Zeitplan und die Kostenentwicklung des Projekts. Christian Weltecke vom Welterbebüro im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein erläuterte die archäologische Begleitung der Maßnahmen und die geplanten Vermittlungsangebote im Park.

Das Projekt „Inwertsetzung des Archäologischen Parks Danewerk“ dient dazu, das UNESCO-Welterbe langfristig zu schützen, besser zugänglich zu machen und seine historische Bedeutung stärker erlebbar zu gestalten. Das Danewerk gilt mit rund 30 Kilometern Länge als größtes archäologisches Bodendenkmal Nordeuropas. Gemeinsam mit Haithabu wurde der archäologische Grenzkomplex 2018 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Projektträger der Inwertsetzung des Archäologischen Parks ist der Kreis Schleswig-Flensburg. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,63 Millionen Euro. Das Projekt wird im Summe mit ca. 1,9 Mio. Euro mit Mitteln der EU, des Bundes, des Landes und der kommunalen Ebene gefördert. Im Zuge der Bauarbeiten wurden insbesondere im Stahlbau zusätzliche Anpassungen notwendig, unter anderem bei einer geplanten Brücke, der Aussichtsplattform über der Waldemarsmauer und den Cortenstahlwegen auf dem Denkmal. Hintergrund ist die besondere Komplexität des Bauens im UNESCO-Welterbe: Anforderungen aus Denkmal- und Naturschutz, Archäologie sowie technische und statische Vorgaben müssen fortlaufend aufeinander abgestimmt werden. Viele Fragestellungen ergeben sich erst während der Werkplanung und Bauausführung. Trotz notwendiger Nachträge bleibt die Kostenentwicklung im vorgesehenen Rahmen. Die Kostensteigerung liegt aktuell bei rund 0,5 Prozent und damit deutlich unter üblichen Entwicklungen im Bauwesen.

Die Bauphase läuft seit Mitte 2025, die Fertigstellung ist nunmehr für Ende 2026 vorgesehen. Vor dem Hintergrund der nötig gewordenen Umplanungen kommt es derzeit zu einer Verzögerung von etwa drei bis vier Monaten. Eine Eröffnung des Archäologischen Parks zur Sommersaison 2026 ist daher nicht mehr möglich. Angestrebt wird nun eine Öffnung möglichst noch zu den Herbstferien. Die Eröffnung des neuen Danevirke Museums bleibt für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Die Exkursion endete gegen 16 Uhr am Feuerwehrgerätehaus Dannewerk. Dort schloss sich die öffentliche Sitzung des Regionalentwicklungs- und Umweltausschusses an.

Weitere Informationen zum Projekt sowie aktuelle Bau-Updates:
https://haithabu-danewerk.de/welterbe-aktuell/inwertsetzung-danewerk/

Foto: Die Mitglieder des Regionalentwicklungs- und Umweltausschusses gemeinsam mit Vertreter*innen des Kreises Schleswig-Flensburg, des Danevirke Museums, der Gemeinde Dannewerk sowie des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein vor der Waldemarsmauer im Archäologischen Park Danewerk. 

29.05.2026 
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