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Datum: 02.06.2026

Verwaltung und Politik erarbeiten zusammen Perspektiven für die Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg

Nach einer intensiven Sitzung des Kultur-, Schul- und Sportausschusses am 26. Mai 2026 haben Politik und Verwaltung eine gemeinsame Perspektive für die zukünftige Ausrichtung der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg entwickelt. Ziel ist es, die Stiftung im Rahmen eines Restrukturierungsprojektes bis 2030 finanziell zu stabilisieren und langfristig zukunftsfähig aufzustellen.

Zuvor war aus der jüngsten Finanzprognose deutlich geworden, dass die Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg sparen muss. Ursachen für die angespannte finanzielle Lage sind insbesondere die gestiegenen Personalkosten infolge der Umwandlung von Honorarkräften in tariflich Beschäftigte im Jahr 2025 sowie rückläufige Dividendenerträge seit 2025. Nach derzeitiger Einschätzung kann die Kulturstiftung das bestehende Finanzdelta noch bis zum Frühjahr 2027 aus eigenen Mitteln ausgleichen. Anschließend ist jedoch mit einer wachsenden jährlichen Liquiditätslücke zu rechnen.

Viele Mitarbeiter*innen und Unterstützer*innen des Landschaftsmuseums Angeln/Unewatt, der Kreismusikschule, des Kreisarchives und der Kulturstiftung selbst verfolgten als Gäste den Sitzungsverlauf. Mit ihrem Erscheinen unterstrichen sie nicht nur ihre konstruktive Haltung, sondern und auch ihre Unterstützung für das Strategie- und Konsolidierungskonzept.

Vor dieser Kulisse verständigten sich Politik und Verwaltung darauf, bis Herbst 2026 in mehreren Runden zentrale Zukunftsfragen der Kulturstiftung zu beraten. Dabei sollen die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Stiftung überprüft und in ein Strategie- und Konsolidierungskonzept überführt werden. Diese Diskussionen müssen bis Oktober abgeschlossen sein, um im November 2026 im Rahmen der Haushaltsberatungen des Kreises Schleswig-Flensburg entsprechende Weichenstellungen vornehmen zu können. „Krise heißt immer auch neuer und intensiver Dialog der Beteiligten über Ziele“ so Dr. Florian Birk, der das Restrukturierungsprojekt leitet. „Diese Chance wollen wir als Kreis nutzen.“

Intensiv diskutiert wurde dabei insbesondere die Zukunft des Landschaftsmuseums Angeln/Unewatt. Während viele Ausschussmitglieder und Unterstützer*innen das Museum als kulturelles Kleinod mit einem engagierten Förderverein hervorhoben, wurde zugleich auf die hohen jährlichen Zuschussbedarfe in Höhe von rund 650.000 Euro verwiesen, Tendenz steigend. Dazu haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der Brand des Marxenhauses in den vergangenen Jahren zu deutlich rückläufigen Besucherzahlen geführt. Vor allem die Frage einer Nachfolgeinvestition für das abgebrannte Marxenhaus machte den bestehenden Orientierungsbedarf deutlich. Diskutiert wurden unterschiedliche Zukunftsszenarien für die Entwicklung des Museumsstandortes und einer möglichen neuen Empfangssituation an der Nordstraße. Hierzu wird in Kürze eine Veranstaltung für alle Interessierten im Landschaftsmuseum Unewatt stattfinden.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, die strategische und strukturelle Neuausrichtung der Kulturstiftung anzustoßen und damit auch Klarheit für die Mitarbeiter*innen der Stiftung zu schaffen“, erklärte Ausschussvorsitzender Mario de Vries. „Wir sind zuversichtlich, dass der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Kreistag unserer Beschlussempfehlung folgen werden.“

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