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Datum: 22.07.2026

Manchmal beginnt alles mit einem "Moin" - wie unkompliziert Projektideen für ein gutes Miteinander verwirklicht werden können

Wer Christiane Schwerdhöfer fragt, warum sie sich seit vielen Jahren für geflüchtete Menschen engagiert, erhält keine lange Erklärung. Stattdessen erzählt sie von ihrer Kindheit. Von einem Elternhaus, in dem die Türen immer offenstanden und in dem Gastfreundschaft selbstverständlich gelebt wurde. Diese Erfahrung prägt ihr Handeln bis heute.

Als ihre eigenen Kinder erwachsen wurden und das Elternhaus verlassen hatten, entschied sie sich, unbegleitete minderjährige Geflüchtete bei sich aufzunehmen und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten. Für sie war das keine außergewöhnliche Entscheidung, sondern eine Konsequenz aus dem, was sie selbst von klein auf erlebt hatte: Menschen begegnet man zunächst mit Offenheit.

Wer heute mit ihr über ihr Engagement spricht, merkt schnell: Es sind nicht die organisatorischen Herausforderungen, von denen sie zuerst erzählt. Es sind die Begegnungen. Genau sie haben ihre Überzeugung gestärkt, dass jeder Mensch etwas bewegen kann.

„Manchmal beginnt alles mit einem unvoreingenommenen ,Hallo' oder ,Moin'.“ Viele Menschen würden sich gern engagieren, seien aber unsicher oder glaubten, sie müssten gleich etwas Großes leisten. Ihre Erfahrung ist eine andere: Begegnung beginnt im Alltag – mit einem Gespräch, einer Einladung oder der Bereitschaft zuzuhören. „Einfach anfangen“, lautet ihr Rat. „Man bekommt so viel zurück. Es ist unglaublich erfüllend.“ Dabei betont sie, dass sie ihr Ehrenamt nie als Einzelkämpferin erlebt hat. Besonders wertvoll sei die Gemeinschaft mit anderen Engagierten. Gemeinsam Ideen zu entwickeln, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfolge zu teilen, mache das Ehrenamt erst zu dem, was es ist. „Alleine würde es nur halb so viel Spaß machen. Die Freude entsteht vor allem dadurch, dass wir als Gruppe etwas bewegen und gemeinsam erleben.“

Aus diesem gemeinsamen Engagement entstehen immer wieder Ideen, die Menschen zusammenbringen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. Ob gemeinsame Kochabende, Begegnungscafés oder Veranstaltungen – oft entwickeln sich aus kleinen Impulsen Projekte mit großer Wirkung. Ein Beispiel dafür ist die Interkulturelle Woche in Kappeln, die mit Hilfe von Fördermitteln bereits zum dritten Mal umgesetzt werden kann.

Gute Ideen verdienen Unterstützung - Der Kreis Schleswig-Flensburg begleitet Sie dabei

Damit tolle Vorhaben nicht an den finanziellen Möglichkeiten scheitern, unterstützt das Team Koordination Integration des Kreises Schleswig-Flensburg Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen bei der Umsetzung von Integrationsprojekten. Das Antragsverfahren ist bewusst einfach gehalten und wird durch einen verständlichen Leitfaden begleitet. So lässt sich eine Projektidee schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand auf den Weg bringen.

Die Geschichte der Ehrenamtlichen zeigt: Engagement für Integration beginnt nicht mit einem perfekten Konzept, sondern mit dem ersten Schritt. Wer eine Idee hat, die Menschen zusammenbringt, findet beim Team Koordination Integration Unterstützung – sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Finanzierung oder der Suche nach anderen Engagierten. Denn ehrenamtliches Engagement lebt von Gemeinschaft: Gemeinsam Ideen umzusetzen, sich gegenseitig zu motivieren und Erfolge zu teilen, macht den Einsatz für andere besonders bereichernd. Jede Begegnung kann etwas bewegen. Und manchmal beginnt sie tatsächlich mit einem einfachen „Moin“.

Wer bereits eine Idee für ein schönes Projekt hat oder sich engagieren möchte, kann sich beim Team Koordination Integration informieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten bestehen und wie unkompliziert eine Förderung beantragt werden kann. Alle Informationen und den Leitfaden zur Antragstellung finden Sie in der Randspalte: https://www.schleswig-flensburg.de/Navigation/Migration/Weitere-Beratungsangebote/


Hinweis: 
Foto Nr.1: zeigt die damals zwei Jahre alte Christiane Schwerdhöfer in einem Zu Hause, in dem Gastfreundschaft gelebt wurde. 
Foto Nr. 2: zeigt Christiane Schwerdhöfer und ihren Mann Klaus Preuschhof bei der Interkulturellen Woche 2024 . Dieses Foto wurde von Susanne Panozzo aufgenommen. 

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