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Kreis Schleswig-Flensburg

Altlastensanierung am Wikingeck - Kreis Schleswig-Flensburg appelliert an Bund, Land und Stadt für eine zeitnahe und nachhaltige Lösung

Schleswig, 5. Dez. 2019, 13.30 Uhr – Das vom Kreis Schleswig-Flensburg beauftragte Rechtsgutachten zur Sanierung des mit Altlasten belegten Wikingecks liegt nun vor. Danach empfiehlt der Gutachter eine vollständige Dekontamination des betroffenen Geländes. Diese beinhaltet den Austausch des verunreinigten Bodens sowie der belasteten Schlei-Sedimente. Hierdurch wird nach seiner fachlichen Einschätzung das eigentliche Sanierungsziel – die Schaffung eines Zustandes „nachhaltiger bodenschutzrechtlicher Unbedenklichkeit“ – erreicht. Die Kosten hierfür schätzt das dem Rechtsgutachten zugrundeliegende Sanierungs-Fachgutachten auf mehr als 14 Millionen Euro. Auf dem Gelände befand sich ehemals eine Dachpappenfabrik. In der Nähe hat die Stadt Schleswig früher ein Gaswerk betrieben, dessen teerhaltige Reststoffe in der Dachpappenfabrik verarbeitet wurden. 

„Die Stadt Schleswig und der Kreis Schleswig-Flensburg betrachten die Sanierung des Altlasten-Standorts Wikingeck als gemeinsame Herausforderung. Hier fungiert die Stadt als Zustandsstörerin und der Kreis als untere Bodenschutzbehörde“, sagt Dr. Wolfgang Buschmann, Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg. Für Verwunderung sorgt derweil das Verhalten des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums. Dieses hatte in der zurückliegenden Woche (Mittwoch, 27. November 2019) erklärt, dass entgegen der Grundbucheintragung nicht mehr das Land, sondern vielmehr der Bund Eigentümer von betroffenen Flächen in der Schlei sei. Mit einer Grundbuchänderung von Donnerstag, 28. November 2019, ist damit formal der Bund und nicht mehr das Land als verantwortlicher Zustandsstörer zu betrachten. „Für die untere Bodenschutzbehörde ist es nicht von Belang, ob sie das Land oder den Bund in die Mitverantwortung als Eigentümer nehmen kann. In der öffentlichen Wahrnehmung mag der plötzliche formalrechtliche Rückzug des Landes indes irritierend wirken. Der Umwelt wird durch eine solche Grundbuchänderung nicht geholfen“, so Landrat Dr. Buschmann weiter. 

Aus Sicht des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Schleswig ist eine sehr zeitnahe, nachhaltige Sanierung der einzig sinnvolle Weg. Die Stadt ist als Eigentümerin belasteter Grundstücke verantwortlich. Auf den städtischen Grundstücken befindet sich der größte Anteil der Gesamt-Schadstoffmasse. Der Kreis wird daher die Stadt als Hauptverantwortliche in Anspruch nehmen.

„Wir als Kreis bieten uns aber an, bei der Kostenfrage moderierend und zielführend zu unterstützen, um langjährige gerichtliche Verhandlungen zu vermeiden. Die Stadt Schleswig wird dies alleine nicht leisten können.“, betont Landrat Dr. Wolfgang Buschmann. 

Unter Moderation des Kreises wird Landrat Dr. Wolfgang Buschmann daher in zügige Verhandlungen mit Bund, Land und Stadt eintreten. Hierdurch soll die auch in jüngerer Vergangenheit stattgefundene Finanzierungsdiskussion zu einem guten Ende geführt werden. 

Weitere betroffene Grundstückseigentümer wurden gestern (Mittwoch, 4. Dezember 2019) über die rechtliche Situation und Kostenfolgen sowie das weitere Vorgehen in einer Informationsveranstaltung informiert. Die Stadt Schleswig soll unter Berücksichtigung der planungsrechtlichen Vorgaben einen Sanierungsplan aufstellen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung vornehmen lassen. Anschließend werden die Sanierungsarbeiten ausgeschrieben. Mit einem Beginn der Sanierungsarbeiten ist daher frühestens in zwei Jahren (Frühjahr 2022) zu rechnen. 

Die Stadt Schleswig und der Kreis Schleswig-Flensburg setzen bei der Altlastensanierung am Wikingeck auf ein transparentes Vorgehen und eine aktive Information der Bürger (m/w/d). Interessierte können sich über den Projektfortschritt im Internet unter www.schleswig-flensburg.de/wikingeck informieren. Dort stehen nach einer datenschutzrechtlichen Überprüfung und ggf. Schwärzung personenbezogener Angaben auch das Rechtsgutachten und die Machbarkeitsstudie mit der Sanierungsuntersuchung zum Download bereit. 

Hintergrundinformationen 

Das Wikingeck liegt auf einer Landzunge am westlichen Ende der Schlei. Das konkret betroffene Areal umfasst rund 6.110 Quadratmeter Landfläche und ca. 3.400 Quadratmeter Wasserfläche. Bis zum Beginn der 1950er Jahre wurde die Fläche industriell genutzt. Dort befanden sich die Dachpappenfabrik Erichsen & Menge und angrenzend das ehemalige Gaswerk der Stadt Schleswig. 

Von den Sanierungsmaßnahmen betroffen sind insbesondere vier private Grundstückeigentümer sowie die Stadt Schleswig und aktuell der Bund. Vom Kreis Schleswig-Flensburg in Auftrag gegebene, systematischen Altlastenuntersuchungen des Areals zeigen erhebliche Verunreinigungen des Untergrundes durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX). Die Schadensbereiche reichen bis in das oberflächennahe Grundwasser. 

Als untere Bodenschutzbehörde hat der Kreis Schleswig-Flensburg bereits umfassende Nutzungseinschränkungen für das betroffene Gebiet empfohlen. Zudem fällt dem Kreis nun die Aufgabe zu, für die nachhaltige Beseitigung der Schadstoffe mittels einer sachgerecht durchgeführten Sanierung durch die Störer Sorge zu tragen.

Fragen und Antworten

Welche Altlasten wurden auf dem betroffenen Areal am Wikingeck gefunden?

Im Zuge der früheren industriellen Nutzung des Wikingecks durch die Dachpappenfabrik Erichsen & Menge und das angrenzende Gaswerk der Stadt Schleswig sind gaswerks- und teertypische Schadstoffe in den Untergrund gelangt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um chemische Verbindungen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), BTEX-aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzol, Toluol, Ethylbenzol und Xylole) sowie Cyanide und Phenole. Diese Schadstoffe weisen gemäß Experteneinschätzung u.a. krebserzeugende, erbgutverändernde, fortpflanzungsgefährdende und toxische Eigenschaften auf. Sie wurden einerseits im Boden und im oberflächennahen Grundwasser gefunden. Andererseits konnten sie im ufernahen Wasser und im Sohlsubstrat der benachbarten Schlei nachgewiesen werden.

Welche Maßnahmen hat der Kreis Schleswig-Flensburg in dieser Sache bereits veranlasst?

Nach ersten Hinweisen auf eine mögliche Bodenverunreinigung am Wikingeck hat der Kreis Schleswig-Flensburg in Abstimmung mit der Stadt und der zuständigen Landesbehörde mehrfache Schutz- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Beispielsweise ist in den betroffenen Bereichen das Spielen von Kindern oder der Verzehr von dort angebautem Obst und Gemüse nicht zulässig. Hierdurch sollen mögliche negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die Natur ausgeschlossen werden. Zudem beobachtet und dokumentiert der Kreis die Situation am Wikingeck seither kontinuierlich. Akute Gefahren für die Anwohner, Bürger und die Umwelt sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand von den festgestellten Verunreinigungen am Wikingeck zu keinem Zeitpunkt ausgegangenNach ersten Hinweisen auf eine mögliche Bodenverunreinigung am Wikingeck hat der Kreis Schleswig-Flensburg in Abstimmung mit der Stadt und der zuständigen Landesbehörde mehrfache Schutz- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Beispielsweise ist in den betroffenen Bereichen das Spielen von Kindern oder der Verzehr von dort angebautem Obst und Gemüse nicht zulässig. Hierdurch sollen mögliche negative Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die Natur ausgeschlossen werden. Zudem beobachtet und dokumentiert der Kreis die Situation am Wikingeck seither kontinuierlich. Akute Gefahren für die Anwohner, Bürger und die Umwelt sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand von den festgestellten Verunreinigungen am Wikingeck zu keinem Zeitpunkt ausgegangen

Wer trägt die Kosten für die Sanierungsmaßnahme am Wikingeck?

Die Kostenübernahme bei Altlastensanierungen ist im Bundes-Bodenschutzgesetz geregelt. Danach wird in der Regel der Verursacher („Handlungsstörer") herangezogen. Ist dieser nicht greifbar, kann stattdessen auf den Grundstückseigentümer als „Zustandsstörer“ zurückgegriffen werden. Im Fall des Wikingecks können weder die ehemaligen Betreiber der Dachpappenfabrik Erichsen & Menge noch deren Rechtsnachfolger sowie die des Gaswerks in Anspruch genommen werden. Eine mögliche Beteiligung der privaten Grundstückseigentümer muss durch die Stadt Schleswig noch geprüft werden. Angestrebt wird ein Finanzierungsmodell unter Beteiligung von Bund, Land, Kreis und Stadt.

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WICHTIGE INFORMATIONEN ZUR CORONA-PANDEMIE

Sehr geehrte Bürger*innen,

aufgrund der aktuellen Lage in der Pandemie haben wir an dieser Stelle die wichtigsten Informationen und Kontaktadressen für Sie zusammengefasst. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen aktuell etwas länger dauert oder  Telefonleitungen ausgelastet sind.

  1. Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
  2. Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein
  3. Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

    Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

    Flensburger Straße 7
    24837 Schleswig

  4. Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte
  5. Gebärdentelefon (Videotelefonie)

    https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/



Weitere Informationsseiten zur Corona-Pandemie

Bundesministerium für Gesundheit www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zur bundesweiten Pandemie-Lage, zu aktuellen Bundesverordnungen (Test-, Reise-, Impfverordnung), zu Impfungen, dem digitalen Impfnachweis, fremdsprachige Infomaterialien und Links zu weiterführenden Informationsangeboten
  • Informationen zum Virus, Testen, Impfen und Hygiene unter www.zusammengegencorona.de

Landesregierung Schleswig-Holstein www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus

  • hier finden Sie z.B. Informationen zu aktuellen Landesverordnungen (Bekämpfungs-, Quarantäne- und Schulverordnung), Impfungen und Teststationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen in den FAQs

Kreis Schleswig-Flensburg www.schleswig-flensburg.de/Corona-Portal

  • hier finden sie z.B. Pressemitteilungen und Informationen zur Pandemie im Kreisgebiet, auch mehrsprachig und in leichter Sprache, zu aktuellen Allgemeinverfügungen und Erlassen sowie Impfstellen und Testzentren im Kreisgebiet und Links zu weiteren Informationsangeboten

Robert-Koch-Institut / STIKO www.rki.de

Termine im Kreishaus und den Außenstellen

Termine sollten grundsätzlich vorher telefonisch oder über E-Mail mit der*dem Sachbearbeiter*in vereinbart werden!

Bitte beachten Sie vor Terminbeginn, dass der Zutritt nur noch nach der 3G-Regel zulässig ist.
Das heißt, vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen haben Zutritt. Bitte denken Sie also zwingend an die Umsetzung der 3G-Regel.

Seit dem 13.11.2021 sind die Corona-Schnelltests wieder kostenlos. Eine Übersicht aller Teststationen im Kreisgebiet finden Sie hier.

Der Kreis Schleswig-Flensburg bezieht sich auf die derzeit gültige Corona-Bekämpfungsverordnung.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre*n Sachbearbeiter*in.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung & Impftermine

Umfassende Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Impfen (z.B. Impfabstände, Auffrischungen, Impfstoffen, möglichen Nebenwirkungen, Empfehlungen für Schwangere und Kinder usw.) stehen auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und der STIKO hier.

Vielfältige (auch fremdsprachige) Informationen zum Impfen in Schleswig-Holstein und zu Impfnachweisen finden Sie auf den Informationsseiten der Landesregierung.

Eine aktuelle Presseinformation zum Start der Terminvergabe in den Impfstellen finden Sie hier.

Weitere Informationen zu Impfterminen und offenen Impfaktionen finden Sie hier.

Über die Arztsuche (www.arztsuche.kvsh.de) der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein können Sie Praxen in Ihrer Umgebung finden, die COVID-19 Impfungen durchführen. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage bitten wir Sie, einen Impftermin zunächst möglichst über Ihre eigene hausärztliche Praxis zu organisieren oder offene Impfangebote zu nutzen.

Das Land Schleswig-Holstein empfiehlt aktuell eine Auffrischungsimpfung („Booster-Impfung“) machen zu lassen, wenn Sie zu folgenden Gruppen gehören:

  • Sie sind 60 Jahre oder älter, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfärztin/Impfarzt getroffen. Ihr*e Ärztin/Arzt oder ärztliches Fachpersonal können dazu beraten,
  • oder Sie sind immungeschwächt oder immunsupprimiert – z.B. HIV-infizierte Personen oder Patient*innen während einer Krebstherapie und Sie haben die letzte Impfstoffdosis vor mehr als 6 Monaten erhalten (bei schwer immundefizienten Personen kann eine zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits 4 Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden),
  • oder Sie wurden vollständig mit einem Vektorimpfstoff von AstraZeneca geimpft, haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten und eine individuelle Abwägung gemeinsam mit Ihre*m Impfarzt/Impfärztin getroffen. Die STIKO empfiehlt für vollständig mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpfte Personen eine Auffrischimpfung nach 6 Monaten für vulnerable Gruppen oder Personen mit Kontakt zu vulnerablen Gruppen,
  • oder Sie wurden vollständig mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson geimpft und haben die letzte Impfung vor mehr als 4 Wochen erhalten,
  • oder Sie sind Bewohner*in in einer Pflegeinrichtung, Einrichtung der Eingliederungshilfe oder einer Einrichtung mit vulnerablen Gruppen sowie Pflegekraft oder Beschäftigte und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten,
  • oder Sie sind beruflich in Kontakt mit infektiösen Menschen, beispielsweise medizinisches Personal ambulant oder stationär, Personal des Rettungsdienstes und haben die letzte Impfung vor mehr als 6 Monaten erhalten.

Testmöglichkeiten im Kreisgebiet

Seit dem 14.11.2021 haben alle Bürger*innen wieder Anspruch auf kostenlose Antigentests ("Schnelltest").

Die aktuellen Angebote an öffentlichen Testmöglichkeiten können Sie auf der Seite des Landes einsehen: Teststationen im Kreisgebiet und Schleswig-Holstein.

Bitte beachten Sie: Ein Testergebnis – egal ob PCR oder Schnelltest – ist immer nur eine Momentaufnahme! Ein negatives Ergebnis kann eine möglicherweise erfolgte Ansteckung, die erst in den nächsten Tagen zur Erkrankung führt, nicht ausschließen. Auch mit einem negativen Test und/oder als vollständig geimpfte Person sollten die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung beachtet werden.

Wie verhalte ich mich bei Symptomen einer möglichen Infektion?

Bei Symptomen einer akuten und ansteckenden Krankheit sollten Sie, nicht nur bei „Corona“, zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht vermeiden.

Der*die erste Ansprechpartner*in bei einer symptomatischen Erkrankung sollte immer ihre hausärztliche Praxis sein. Bitte nehmen Sie, v.a. wenn Sie eine Infektion mit dem Corona-Virus vermuten, telefonisch Kontakt mit der Praxis auf, um das weitere Vorgehen zu  besprechen. Ihr*e Hausarzt/-ärztin  wird entscheiden, ob eine Testung erforderlich ist und diese mit Ihnen organisieren.

Wenn Sie noch keinen Kontakt zu einer Hausarztpraxis haben, wenden Sie sich jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst: Tel. 116 117.

Wie verhalte ich mich in der häuslichen Absonderung (Quarantäne)?


  • Sie dürfen ihre Wohnung bzw. Ihr Grundstück nur im Notfall verlassen, auch nicht zum Einkaufen. Bitten Sie, falls erforderlich, Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn darum, sie z.B. mit Lebensmitteln zu versorgen. Unterstützung ist auch über ehrenamtliche Helfer*innen und die Gemeinden möglich.
  • Sie dürfen nicht zur Arbeit gehen (Arbeit im Home-Office ist erlaubt).
  • Sie dürfen keinen Besuch von Personen empfangen, die nicht in Ihrem Haushalt leben.
  • Lassen Sie Lieferungen vor dem Hauseingang oder der dem Wohnungseingang ablegen.
  • Bei unvermeidbaren Kontakten tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und halten Sie größtmöglichen Abstand zu anderen Personen.
  • Kontaktieren Sie Ihre*n Hausarzt/-ärztin telefonisch, wenn Sie wegen einer Erkrankung dringend Medikamente oder eine ärztliche Behandlung benötigen.
  • Wenden Sie sich auch jederzeit an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 und sagen Sie, was Sie benötigen und dass Sie unter Quarantäne stehen.
  • Wenn Sie pflegebedürftig sein sollten, informieren Sie bitte Ihren ambulanten Pflegedienst umgehend über Ihre Quarantäne.
  • Messen Sie zweimal täglich ihre Körpertemperatur und achten Sie auf mögliche Symptome.
  • Wenden Sie sich auch bei neu oder erstmals auftretenden Symptomen an diese Stellen.
  • Wichtig: in (medizinischen) Notfällen wenden sie sich jederzeit an den Notruf: Tel. 112
  • Meiden Sie den Kontakt zu weiteren Haushaltsangehörigen, die nicht ebenfalls in Quarantäne oder noch nicht infiziert sind, so gut es geht.
  • Halten Sie sich möglichst in getrennten Zimmern auf, halten Sie größtmöglichen Abstand.
  • Nehmen Sie Mahlzeiten möglichst zeitlich und räumlich getrennt ein.
  • Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung bei unvermeidbaren Kontakten.
  • Drehen Sie sich beim Husten und Niesen weg.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Sorgen Sie für eine regelmäßige Lüftung aller Räume.

Versuchen Sie, die Hygieneregeln so gut es geht einzuhalten und individuelle Lösungen für Ihre Situation zu finden. Für im Haushalt lebende Kinder oder besonders pflege- und zuwendungsbedürftige Personen müssen die Quarantäneregelungen (altersentsprechend) angepasst werden. Beispielsweise ist eine räumliche Trennung von Kindern und Eltern (und ggf. Geschwistern) im Haushalt nur einzuhalten, wenn sie für die Eltern vertretbar ist und vom Kind gut toleriert wird.

Achten Sie auch auf Ihre seelische Gesundheit! Mit einer Quarantäne können z.B. Ängste und Sorgen vor einer Ansteckung, das Gefühl von Ausgrenzung, Einsamkeit, Anspannung oder Schlafstörungen einhergehen.

Bleiben Sie mit Freunden und Familie über Telefon, Internet und andere Medien in Kontakt.

Suchen Sie nach Beschäftigung in Ihrem Haushalt, nutzen Sie – abhängig von Ihrem Gesundheitszustand – Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung (z.B. Gymnastikübungen), nutzen sie ggf. den eigenen Garten, um frisch Luft zu schnappen.

Sie können auch die Telefon-Seelsorge anrufen:

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123


Welche Empfehlungen gelten für Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind?


  • Im Haushalt sollten die Empfehlungen zum Abstand, Lüften und Hygiene beachtet werden, die auch für Personen in häuslicher Absonderung gelten (s.o.)      
  • Haushaltsangehörige, die selbst nicht in Quarantäne sind, dürfen weiter uneingeschränkt zur Arbeit gehen, Einkaufen usw.      
  • Sie sollten aber eigene Kontakte außerhalb des Haushalts auf das Notwendigste reduzieren, insbesondere Kontakte zu alten oder kranken Menschen sollten gemieden werden.
  • Es sollte besonders auf die „AHA+L+A“ Regeln und Empfehlungen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung geachtet werden.
  • Bei Symptomen einer möglichen Infektion bleiben Sie zu Hause und beachten bitte die Informationen und Empfehlungen auf dieser Seite zum Verhalten bei Symptomen.

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Selbsttest?

Bei einem positiven Selbsttest sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.

Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Wird keine PCR-Testung durchgeführt gilt die Pflicht zur Absonderung für 14 Tage und endet dann automatisch.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises:



Wie verhalte ich mich bei einem positiven Schnelltest (Teststation)?

Bei einem positiven Schnelltest (durch geschultes Personal) sind Sie verpflichtet, sich unverzüglich in die häusliche Absonderung zu begeben und das Ergebnis umgehend durch eine PCR-Testung überprüfen zu lassen. Veranlassen Sie die Testung über Ihre*n Hausarzt/-ärztin oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder ein Testzentrum der KVSH.

Ausschließlich für die Testung darf die häusliche Absonderung einmalig verlassen werden. Es muss durchgängig eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die Nutzung des ÖPNV ist untersagt.

Zur Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist die Person bzw. Stelle verpflichtet, die den Test durchgeführt hat.

Bei einem negativen Testergebnis endet die Pflicht zur häuslichen Absonderung sofort.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.


Wie verhalte ich mich bei einem positiven PCR-Test?

Bei einem positiven Testergebnis gilt die Pflicht zur häuslichen Absonderung für mindestens 14 Tage. Die Information des Gesundheitsamtes über das Ergebnis erfolgt automatisch über die Praxis bzw. das Labor, in dem die Testung durchgeführt wurde. Das Gesundheitsamt wird so bald wie möglich Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Rechtsgrundlage ist eine Allgemeinverfügung des Kreises Schleswig-Flensburg.

Bitte berücksichtigen Sie bis dahin die Hinweise und Empfehlungen auf dieser Seite, insbesondere die Hinweise zum Verhalten während der häuslichen Absonderung (Quarantäne).

Für Haushaltsangehörige gilt: Alle die nicht vollständig geimpft sind oder vollständig geimpft sind, aber Symptome einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zeigen, gilt ebenfalls die Pflicht zur häuslichen Absonderung.
Bitte warten Sie die Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt zum weiteren Vorgehen ab.

Besteht ein Anspruch auf Entschädigung bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder behördlicher Schließung von Betreuungseinrichtungen?

Eventuell besteht ein Anspruch auf Entschädigungsleistungen nach dem  Infektionsschutzgesetz (IfSG), z.B. bei Anordnung einer Quarantäne oder der behördlichen Schließung von Einrichtungen zur Kinderbetreuung.

Entsprechende Anträge werden in Schleswig-Holstein durch das Landesamt für soziale Dienste bearbeitet. Sie können nicht an die Gesundheitsämter gestellt werden.

Einzelheiten und weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.ifsg-online.de.

Bitte beachten Sie: Anträge können nur rückwirkend gestellt werden, also erst, wenn die Maßnahme beendet ist.

Weitere Informationen zum Lohnersatz wegen Schul- oder Kitaschließungen finden Sie hier.

Antworten zu Kinderkranktagen und Kinderkrankengeld finden Sie hier.

Corona Warn-App: Wie verhalte ich mich bei der Meldung »erhöhtes Risiko« (rot)?

Bei „roter“ Meldung und Symptomen einer möglichen Infektion vereinbaren Sie eine Testung über Ihre Hausärztliche Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) oder gehen Sie direkt zu einem Testzentrum der KVSH. Es besteht ein Anspruch auf eine Testung in einem Testzentrum bei „roter“ Meldung der Warn-App (Antigentest oder PCR).
Bis das Ergebnis vorliegt sollten Sie zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen so gut es geht meiden.

Bei „roter“ Meldung ohne Symptome sollten Sie persönliche Kontakte, v.a. zu alten und kranken Menschen, so gut es geht vermeiden und die „AHA+L+A"- Regeln so gut es geht beachten.

Achten Sie für 14 Tage genau auf mögliche Symptome einer Infektion und wenden Sie sich bei einer Erkrankung an Ihre hausärztliche Praxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Ein Anspruch auf Testung in einem Testzentrum (Antigentest oder PCR) besteht bei der Meldung „erhöhtes Risiko“ auch dann, wenn sie keine Symptome haben sollten.

Eine Anleitung zum Teilen Ihrer Testergebnisse mit der Warn-App finden sie hier.

Bürgertelefon Kreis Schleswig-Flensburg

Keine rechtsverbindlichen Auskünfte!

Flensburger Straße 7
24837 Schleswig