Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz

Kreis Schleswig-Flensburg

Hilfe zum Lebensunterhalt

Die Hilfe zum Lebensunterhalt (HzL oder HLU abgekürzt) ist eine in Deutschland bestehende bedarfsorientierte soziale Leistung zur Sicherstellung des Existenzminimums.Sie bildet seit dem 1. Januar 2005 neben dem Arbeitslosengeld II (SGB II) und der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung die unterste Ebene im Netz der sozialen Sicherung. Gesetzlich geregelt ist die HzL im dritten Kapitel des SGB XII (§§ 27 - 40 SGB XII).

Wegen des Nebeneinanders dreier Sozialleistungen zur Existenzsicherung kommt der Abgrenzung zwischen dem SGB II und dem SGB XII besondere Bedeutung zu. Da für bedürftige erwerbsfähige Personen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren nunmehr das SGB II maßgeblich ist, bleibt nur ein kleiner Personenkreis, der Anspruch auf HzL haben kann.

Wer hat Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt?

Folgende Personen haben unter anderem im Bedarfsfall Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt

  • alleinstehende Personen, die keinen vorrangigen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld) haben und nicht dauerhaft voll erwerbsgemindert sind,
  • Personen, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld II endet, weil sie sich voraussichtlich länger als sechs Monate in einer stationären Einrichtung aufhalten,
  • Ausländer unter bestimmten Voraussetzungen,
  • Personen, deren Antrag auf Grundsicherung abgelehnt wird, weil die Sozialhilfebedürftigkeit in den letzten zehn Jahren vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde,
  • Bewohner von vollstationären Einrichtungen der Pflege, der Altenhilfe oder der Eingliederungshilfe für Behinderte (in Alten-, Pflege- oder Behindertenwohnheimen), deren eigenes Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, die Kosten der Unterkunft zu zahlen (Lebensunterhalt in Einrichtungen).

Mögliche Leistungen sind

  • Regelsatz
  • Unterkunftskosten
  • Heizkosten
  • gegebenenfalls Mehrbedarf bei Erfüllen der Voraussetzungen
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung

Wie und wo stelle ich einen Antrag?

Die Antragsausgabe, die Antragsannahme sowie die weitere Bearbeitung erfolgt in Ihrem zuständigen Sozialzentrum. Dort beantwortet Ihnen Ihre Ansprechpartner*in auch gern Ihre Fragen im Zusammenhang mit der Gewährung von Hilfe zum Lebensunterhalt und ist Ihnen gern behilflich beim Ausfüllen der notwendigen Vordrucke.

Je nach Einzelfall werden unterschiedliche Unterlagen zur Bearbeitung Ihres Antrages auf Hilfe zum Lebensunterhalt benötigt. Alle Angaben, die Sie im Antragsformular ausfüllen, sind durch entsprechende Nachweise zu belegen.

Arbeitsanweisungen SGB II

Hier finden Sie die aktuellen Arbeitsanweisungen aus dem Rechtsbereich des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II):