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Kreis Schleswig-Flensburg

Erster Spatenstich auf dem Scheersberg

Die Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg (IBJ) ist seit 60 Jahren das Zentrum für kulturelle, soziale und politische Jugendarbeit im Kreis Schleswig-Flensburg. Der „Scheersberg“ ist weit über die Kreisgrenzen sowohl bekannt als auch anerkannt. Seit 2017 ist der Scheersberg Kulturknotenpunkt im Land Schleswig-Holstein. Unabhängig von der stetigen Bauunterhaltung erfolgt eine kontinuierliche bauliche Entwicklung der Liegenschaft durch den Kreis als Eigentümer. Nun soll eine weitere Modernisierungs- und Ausbaumaßnahme mit einem Gesamtvolumen von rund 4,8 Millionen Euro umgesetzt werden: die Erweiterung um ein Seminar- und Bettenhaus.

Heute fand nun der erste Spatenstich auf dem Scheersberg mit Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, dem Vorsitzenden des Deutschen Grenzvereins Jörg-Dietrich Kamischke und dem Leiter der IBJ, Karsten Biermann, statt.

Der Kreis erhält für die Realisierung des Bauvorhabens Fördergelder in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm ländlicher Raum 2014-2022 (LPLR). Daneben übernimmt der Deutsche Grenzverein die anteiligen Kosten für die Ausstattung des Bettenhauses inklusive des Seminarraumes von rund 140.000 Euro. Zudem sind dem Kreis vor wenigen Wochen aus dem Schulbau- und Sanierungsprogramm-Infrastruktur-Modernisierungs-Programm für „Unser Land Schleswig-Holstein“ (IMPULS 2030) für langjährige bauliche Wünsche, wie unter anderem dem Einbau eines Aufzugs, Fördermittelvon 250.000 Euro gewährt worden.

„Mit dem Ausbau der IBJ setzen wir ein Zeichen für die Zukunft des Scheersbergs, das der Jugend- und Kulturarbeit über die Grenzen der Region hinaus zugutekommen wird. Das erfolgreiche Wirken der IBJ erhält durch den neuen Seminar-Unterkunftstrakt eine Verstetigung und festigt den guten Ruf des Scheersbergs, seiner Programme und seines Teams“, betont Landrat Dr. Wolfgang Buschmann.

„Der Scheersberg mit seiner Strahlkraft weit über die Kreisgrenzen hinaus bietet nicht nur Schleswig-Flensburgerinnen und Schleswig-Flensburgern, sondern auch Kulturakteuren, Bildungsurlauberinnen und Bildungsurlaubern sowie Urlauberinnen und Urlaubern mit Interesse an Kultur und Natur einen kulturellen Mehrwert. Mit den Kulturperspektiven Schleswig-Holstein hat sich das Land die Aufgabe gegeben, Kerne kultureller Infrastruktur insbesondere im ländlichen Raum zu erhalten und abzusichern. Der Scheersberg ist ein solcher Kern, den wir im landespolitischen Sinne natürlich fördern und bezuschussen wollen. Dafür stellt sich der Scheersberg der Aufgabe, die kulturelle Infrastruktur durch Vernetzung, Beratung und Unterstützung bei Kooperationsprojekten zu unterstützen“, erläutert Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung.

„Der zweite Bauabschnitt ist ein großartiges Stück kulturelle Infrastruktur für den Kreis, wir alle freuen uns sehr darauf, die neuen Räume mit Leben und spannenden Veranstaltungen zu füllen,“ freut sich der Leiter der IBJ Karsten Biermann.

Die Erweiterung der IBJ um ein Bettenhaus mit Seminargebäude ist notwendig, um den Bedarf an Zimmern und einem Seminarbereich für die Zukunft zu decken. Sie ist voraussichtlich Mitte 2023 abgeschlossen. Als Planungsgrundlage diente eine Machbarkeitsstudie. Der Seminarraum und das Foyer sind für vielschichtige Nutzungen kultureller Art geplant, wie Konzerte, Theateraufführungen oder Workshops. Parallel begleitet wird das Bauprojekt durch die Sanierung der Infrastruktur, die unter anderem die Überarbeitung von Straßen, Wegen, Grünanlagen oder den Ver- und Entsorgungsleitungen beinhaltet.

Aktuell steht darüber hinaus die umfassende Neugestaltung der Außenanlage um den Bismarckturm mit Kosten von rund 100.000 Euro kurz vor ihrem Abschluss.

Zu unserem Bild: (v.l.n.r.) Jochen Erichsen, Bürgermeister Gemeinde Steinbergkirche, Karsten Biermann, Leiter IBJ, Petra Janmieling, Projektleiterin Kreis Schleswig-Flensburg, Landrat Dr. Wolfgang Buschmann, Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, Jörg-Dietrich Kamischke, Vorsitzender Deutscher Grenzverein und Architekt Alex Waltje, A&P.