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Kreis Schleswig-Flensburg

Altlastensanierung am Wikingeck - Runder Tisch »Wikingeck« am 12. März

Schleswig, 19.02.2020 – Das Wikingeck in Schleswig ist seit Jahren mit giftigen Schadstoffen belastet. Die komplizierten Besitzverhältnisse wurden in einem Fachgutachten im Herbst letzten Jahres bewertet. Grundlage war unter anderem auch das Grundbuch. Nach einer Änderung des Grundbuches im November des letzten Jahres ist der Bund nun Eigentümer der kontaminierten Wasserfläche, die vorher dem Land laut Grundbucheintrag gehörte. Die Besitzverhältnisse änderten sich dadurch nachhaltig.

Der bereits für Januar geplante Runde Tisch „Wikingeck“ findet daher nicht wie geplant im Januar, sondern erst am 12. März im Kreishaus statt. Teilnehmen werden neben dem Landrat auch der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Jan Philipp Albrecht, der Bürgermeister der Stadt Schleswig, Stephan Dose und jetzt auch die Vertreter der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes. Der Runde Tisch „Wikingeck“ soll die Finanzierungsdiskussion zügig zu einem guten Ende führen. Die Kosten für die Dekontamination schätzt der vom Kreis beauftragte Fachgutachter auf mehr als 14 Millionen Euro.   

„Neben den vollen Terminkalendern ist auch die Klärung der neuen Eigentumsverhältnisse ein Grund für die zeitliche Verschiebung des Runden Tisches.“, erläutert Thorsten Roos, Fachbereichsleiter Kreisentwicklung, Bau und Umwelt der Kreisverwaltung. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir aber trotz der Verschiebung zuversichtlich, den Zeitplan einhalten zu können. Aus Sicht des Kreises Schleswig-Flensburg und der Stadt Schleswig ist eine sehr zeitnahe, nachhaltige Sanierung der einzig sinnvolle Weg.“

Zurzeit wird auf Grundlage der Machbarkeitsstudie des beauftragten Hamburger Ingenieurbüros ein Angebot für die Sanierungsplanung erstellt und der Stadt Schleswig vorgelegt. Damit der Sanierungsplan für die vollständige Dekontamination des betroffenen Geländes bis Ende 2020 fertiggestellt und der Zeitplan für die Sanierung eingehalten werden kann, muss der Auftrag bis Ende Februar erteilt werden. Ansonsten wäre eine Verzögerung um ein Jahr die Folge.

Eine Stellungnahme seitens des Bundes hinsichtlich der Anerkennung einer Störereigenschaft, der Anerkennung der ausgewählten Dekontaminationsvariante sowie der Einfügung in einen geeinten Sanierungsplan und eine Sanierungsmaßnahme liegt aktuell noch nicht vor. 

Hintergrundinformationen 

Das Wikingeck liegt auf einer Landzunge am westlichen Ende der Schlei. Das konkret betroffene Areal umfasst rund 6.110 Quadratmeter Landfläche und ca. 3.400 Quadratmeter Wasserfläche. Bis zum Beginn der 1950er Jahre wurde die Fläche industriell genutzt. Dort befanden sich die Dachpappenfabrik Erichsen & Menge und das ehemalige Gaswerk der Stadt Schleswig. 

Von den Sanierungsmaßnahmen betroffen sind insbesondere vier private Grundstückeigentümer sowie die Stadt Schleswig und die Bundesrepublik Deutschland. Vom Kreis Schleswig-Flensburg in Auftrag gegebene, systematischen Altlastenuntersuchungen des Areals zeigen erhebliche Verunreinigungen des Untergrundes durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und aromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX). Die Schadensbereiche reichen bis in das Grundwasser. 

Als untere Bodenschutzbehörde hat der Kreis Schleswig-Flensburg bereits umfassende Nutzungseinschränkungen für das betroffene Gebiet ausgesprochen. Zudem fällt dem Kreis nun die Aufgabe zu, für die nachhaltige Beseitigung der Schadstoffe mittels einer sachgerecht durchgeführten Sanierung Sorge zu tragen.

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