Wer sind die Menschen, die bei "Sprache verbindet" mitmachen?
Die Menschen hinter „Sprache verbindet“
Wer bei „Sprache verbindet“ mitmacht, bringt seine ganz eigene Geschichte mit. Die Teilnehmenden kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben sehr verschiedene Erfahrungen gemacht. Einige leben schon länger in Deutschland, andere sind erst vor einiger Zeit hier angekommen. Sie kommen aus Ländern wie Iran, Irak, Jemen, Afghanistan, Libyen, Syrien, der Ukraine oder dem Sudan. Auch aus verschiedenen Orten im Kreis Schleswig-Flensburg kommen Menschen zusammen.
Was sie verbindet, ist der Wunsch, in Deutschland anzukommen und ihren eigenen Weg zu gehen. Dafür ist die deutsche Sprache wichtig. Bei „Sprache verbindet“ können die Teilnehmenden Deutsch sprechen und üben. Sie lernen aber nicht nur neue Wörter und Grammatik. Sie sprechen über ihren Alltag, über Arbeit, über das Leben in Deutschland und über ihre Erfahrungen.
Dabei wird schnell deutlich: Die Menschen, die teilnehmen, bringen viele Fähigkeiten mit. Unter ihnen sind zum Beispiel ein Jurist, eine Apothekerin, eine Chemikantin und eine junge Frau, die gerade ihr Abitur gemacht hat. Sie haben ganz unterschiedliche berufliche Erfahrungen und Kenntnisse. Viele bringen Fähigkeiten mit, die auch für den Arbeitsmarkt im Kreis Schleswig-Flensburg wichtig sein können.
Im Kurs geht es deshalb auch um die berufliche Zukunft. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Berufe und Arbeitgeber in der Region kennen. Sie können Fragen stellen und Kontakte knüpfen. So entstehen neue Ideen für den eigenen beruflichen Weg.
Aber „Sprache verbindet“ ist mehr als ein Sprachkurs. Im gemeinsamen Alltag entstehen neue Kontakte und Freundschaften. Die Teilnehmenden sprechen über Werte, Kultur und verschiedene Vorstellungen vom Leben. Es gibt Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten. Und es wird viel gelacht. Obwohl die Menschen sehr unterschiedliche Geschichten haben, gibt es auch viele Gemeinsamkeiten.
Wie viel sich durch die Teilnahme entwickeln kann, zeigen auch einzelne Geschichten. Viktoriia S. hat über das Projekt einen Arbeitsplatz bei der Sparkassen-Finanzgruppe in Kiel gefunden. Ayse T. hat ihre B1-Nachprüfung mit einem sehr guten Ergebnis bestanden. Beide Beispiele zeigen: Wenn Menschen Zeit, Unterstützung und Vertrauen bekommen, können neue Perspektiven entstehen.
„Sprache verbindet“ zeigt damit vor allem eines: Hinter dem Begriff „Geflüchtete“ stehen Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, Berufen, Interessen und Zukunftsplänen. Sie wollen lernen, arbeiten, Kontakte knüpfen und ihren Platz in der Gesellschaft finden.
Und genau deshalb passt der Name des Projektes: Nicht nur Sprache verbindet – auch gemeinsame Erfahrungen, Begegnungen und ein Lächeln.